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Bergsteigerdörfer: Klasse statt Masse – Genuss statt Hektik

Von Jahr zu Jahr werden es mehr. 2022 sind es bereits 35 Bergsteigerdörfer in vier Ländern mit einem gemeinsamen Ziel: die Initiative strebt gemeinsam danach, den naturnahen und ressourcenschonenden Tourismus konkurrenzfähig zu machen.

Orte zum Genießen und Verweilen

Unsere Bergsteigerdörfer haben alle ein viel wertvolleres Kapital: unverfälschte alpine Landschaft und Natur, gelebte Traditionen, regionale Produkte hoher Qualität, Authentizität und Affinität zum Bergsport ...und eine Bevölkerung die genau diese Werte lebt und unterstützt!

 

Projektziele und Aufgaben der Bergsteigerdörfer

  • Förderung von naturnahen Tourismusformen
  • Verzicht auf technische Erschließungsmaßnahmen (z.B. Skigebietserweiterung, Beschneiung, Funparks im Sommertourismus)
  • Verzicht auf ressourcenintensive Tourismusformen
  • Intakte Natur und gelebte Traditionen sind das Kapital
  • Bewahrung der alpinen Natur und Landschaft
  • Förderung lokaler Produkte und Direktvermarktung
  • Verbesserung der nachhaltigen Mobilität bei Anreise und vor Ort
  • Kommunikation dieser Grundphilosophie im Alpenraum
  • Integration der Philosophie der Bergsteigerdörfer und der Protokolle der Alpenkonvention in die Gemeindepolitik
 

Das Kapital: Natur und Kultur

Die Initiative "Bergsteigerdörfer" wurde bereits 2008 durch den Österreichischen Alpenverein (ÖAV) ins Leben gerufen. Dafür wurden über ganz Österreich verteilt Orte ausgewählt, die im Schatten der großen Tourismusdestinationen stehen und sich eben nicht dem immer schneller werdenden "Erschließungs-Kapital-Event-Kreisel" angeschlossen haben.

 

Massentourismus ist ein Fremdwort

Diese Gemeinden haben also keinen Massentourismus, keine zur Perfektion ausgebauten Skigebiete mit Komplettbeschneiung, keine Après-Ski-Partys oder ressourcenfressende Events im Angebot.

 

Insgesamt gibt es inzwischen 35 Bergsteigerdörfer, die das Konzept über die Jahre in die Gemeindepolitik aufgenommen und das Projekt aktiv mitgestaltet haben. In Deutschland hat die Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden als erstes offizielles Deutsches Bergsteigerdorf den Anfang gemacht – Kreuth, Sachrang und Schleching sind bis heute dazugekommen.

 

 

Vorzeigegemeinden im Sinne der Alpenkonvention

Somit sind Bergsteigerdörfer vorbildhafte regionale Entwicklungskerne im nachhaltigen Alpintourismus. Sie garantieren ein hochwertiges Tourismusangebot für Bergsportbegeisterte, weisen eine exzellente Landschafts- und Umweltqualität auf und engagieren sich für die Bewahrung der örtlichen Kultur- und Naturwerte. Diese Vorbildwirkung der Bergsteigerdörfer erstreckt sich auch auf das aktive Bemühen, das Ziel der nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum zu verwirklichen. Die Förderung und Weiterentwicklung der Bergsteigerdörfer steht im Einklang mit den Durchführungsprotokollen der Alpenkonvention.
Im Zweifelsfall haben in Bergsteigerdörfern Werte wie Natur und Landschaft Vorrang.

 

Bergsteigerdörfer in Deutschland

In den bayerischen Alpen wurden vier Orte in das Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen: