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Routennamen in der Diskussion

Die Namen von Kletterrouten werden traditionellerweise von den Erstbegeher*innen vergeben. In manchem rätselhaften Titel schwingen sehr persönliche, kaum zu entschlüsselnde Noten mit. Andere Namen machen stutzig - kann dieser oder jener nicht diskriminierend verstanden werden?

Sind Namen von Kletterrouten ein Kreativitätsbeleg, der auch mal provozieren darf? Oder gibt es Grenzen des Anstands und des menschlichen Umgangs miteinander, so dass Routennamen mit Diskriminierungspotenzial tabu sein sollten? Was bedeutet das für heutige Erstbegeher*innen – und für Führerverlage, die bestehende Namen dokumentieren? Es ist Zeit, sich über Ethik und Stil bei der Benennung von Routen auseinanderzusetzen. Denn es sollten dabei keine Menschen in ihrer Würde verletzt werden. Die Diskussion in Deutschland läuft eher allmählich an, in den USA ist sie schon deutlich weiter.

 

Hier gibt es weitere Hintergründe und Informationen zum Artikel in DAV Panorama 5/2021.

 

Links zum Thema diskriminierende Routennamen

 

Routennamen im historischen Kontext sehen?

Ein Meinungsbild lieferte die Online-Umfrage der Zeitschrift Alpin Rund 150 Personen beantworteten die Frage: „Sollen Erstbegeher:innen ihre Routen mit politisch nicht korrekten Namen umbenennen?“. So antworteten die User:

  • 35,8 %: Ja, sie sind nicht mehr zeitgemäß!
  • 16,9 %: Nicht rückwirkend! Aber heutige Erstbegeher:innen sollten wissen, dass derartige Namen ein No-Go sind.
  • 47,3 %: Routennamen sind im Kontext der Zeit ihrer Benennung zu sehen, Teil der Kletterhistorie und sollen bleiben wie sie sind!

Mehr dazu unter Umbenennung von Kletterrouten? Intensive Diskussion - uneinheitliches Meinungsbild (alpin.de)