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Staatsregierung drückt Schwächung des Alpenplans durch

Wird Skischaukel am Riedberger Horn gebaut?

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Nun ist es geschehen: Der Bayerische Landtag hat heute die Änderung des Alpenplans beschlossen. Künftig soll dieser seit 45 Jahren unverändert wirksame Garant für die Bewahrung des Alpenraums wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Grund für die Änderung ist eine geplante Skischaukel am 1787 Meter hohen Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen. Für ein einzelnes Projekt soll der im gesamten bayerischen Alpenraum wirksame Alpenplan an entscheidender Stelle geschwächt werden. Damit schafft die Staatsregierung einen Präzedenzfall, der Tür und Tor öffnet für Erschließungsvorhaben in weiteren sensiblen und höchst schutzwürdigen Bereichen der Bayerischen Alpen. 

Statements zum Alpenplan

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"Der Alpenplan wurde zum Schutz der Natur des Alpenraumes ausgehandelt und entwickelt. Jedwede Abänderung würde den gesamten Plan wieder zur Disposition stellen. Deswegen ist der Alpenplan nicht verhandelbar!" Alexander Huber

Das ist der Alpenplan

Einmaliges Instrument zum Schutz der Berge

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Die Deutschen lieben ihre Berge. Den wenigsten ein Begriff ist jedoch das dafür verantwortliche Instrument – der seit über 40 Jahren gültige Alpenplan. Denn genau dieses international viel beachtete und einzigartige Konzept zur Raumplanung macht unsere Berge zu dem, was wir heute so schätzen.  

Mediathek

Zum Thema Alpenplan

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Die Themen Riedberger Horn und Alpenplan sind in den Medien omnipräsent. Auf dieser Seite finden Sie Hintergrundberichte, Artikel, Beiträge und Publikationen, die sich mit diesen Themen befassen. Viel Spaß beim Stöbern! 

Riedberger Horn (1787m)„...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Faszinierender Artenreichtum, seltene Raufußhühner und sanfter Tourismus: Dafür steht das Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen. In den letzten Jahren ist es im Zusammenhang mit dem Bau einer Skischaukel in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte um den Alpenplan gerückt. Durch die geplante Seilbahnerschließung droht die Aufweichung des Alpenplanes. Geltendes Recht würde außer Kraft gesetzt werden, Naturschutz würde wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden und für andere Erschließungsvorhaben wäre der Weg geebnet. Das Riedberger Horn könnte so zum Präzedenzfall werden.   Foto: Jörg Bodenbender 

Hochplateau Koblat „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Allgäuer Grasmatten, zahlreiche malerische Seen und ein karstiges Plateau. Über das Koblat führt ein schöner Höhenweg vom Nebelhorn zum Giebelhaus in Hinterstein bei Bad Hindelang. Vom bekannten Seilbahngipfel ist in kurzer Zeit die „wilde Seite“ des Allgäus erreicht. Die Karstebene hat einen besonders hohen ökologischen Wert und ist ein wichtiges Schneehuhnrevier. In den 1980er Jahren planten die Nebelhorn-Seilbahnbetreiber Lifte über das Plateau hinweg ins Hintersteiner Tal. Die Ruhezone C des Alpenplan brachte das Projekt zum Erliegen, seit 1992 ist das Koblat teil des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen.   Foto: Wolfgang B.Kleiner/Bad Hindelang Tourismus 

Alpspitze (2628 m) „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Schroffer Fels, steile Nordwand und rauschende Höhe: Die Alpspitze mit ihrem pyramidenförmigen Gipfel ist eines der Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen. Im Gegensatz zur voll erschlossenen Zugspitze ist sie zwar auch mit Steiganlagen, aber nicht mit einer Seilbahn erschlossen. Die Alpspitze ist gut besucht und ein Klettersteigklassiker im bayerischen Alpenraum. Pläne für eine Seilbahn bis zum Gipfel gab es selbstverständlich auch dort, doch bevor es soweit kam, hat der Alpenplan gegriffen: Die einzige Seilbahn endet schon am Osterfelderkopf an der Grenze zur Ruhezone C und lässt den markanten Gipfel frei im Himmel stehen.   Foto: Jörg Bodenbender 

Hochgern (1748 m) „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Chiemgauer Wanderklassiker, Blick auf das Bayerische Meer und eine Gipfelbuch-Kapelle: Am Hochgern geht es meist ruhiger zu als an seinem Nachbarn Hochfelln. Der Grund ist die fehlende Seilbahn, die Aussichtssuchende und Skifahrer auf den Gipfel befördert. Das Nebeneinander von unerschlossenem Berg und Gipfel mit Bahnstation  ist kein Zufall. Ganz bewusst wurde der Hochfelln der Erschließungszone A und der der Hochgern der Ruhezone C des Alpenplans zugeordnet. Das Resultat ist gelungener Kompromiss und ein friedliches Nebeneinander, das den Bedürfnissen von Bergsportlern, Tourismus und Naturschutz gerecht wird.   Foto: Chiemgau Tourismus 

Watzmann (2713 m) „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Steinböcke, alte Sagen und die berühmte Ostwand: Das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen ist bis heute ein Revier für Bergsteiger und Kletterer, dessen Gipfel nur aus eigener Kraft bestiegen werden können. Dabei gab es schon in den 1920er Jahren und bis in die 1960er Jahre hinein Pläne, den Watzmann mit einer Seilbahn leichter zugänglich zu machen. 1978 wurde die Region zum Nationalpark Berchtesgaden erklärt – bereits 1972 hatte der in Kraft getretene Alpenplan die Seilbahnpläne endgültig unterbunden.   Foto: Jörg Bodenbender 

Geigelstein (1808 m) „...einfach schön! “

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Seltene Orchideen, Kohlröschen, Tüpfel-Enzian: Als Chiemgauer Blumenberg ist er bekannt, dabei war er bis Anfang der 1990er hart umkämpft: Seit den 1970er Jahren gab es Pläne, ihn als Skigebiet zu erschließen – unter anderem mit Bergbahnen und einer Skischaukel, die Sachrang im Westen mit Schleching im Osten verbinden sollte. 1991 wurde der Geigelstein als Naturschutzgebiet erklärt. Der 1972 in Kraft getretene Alpenplan und die Bügerinitiative „Rettet den Geigelstein“ konnten eine Erschließung verhindern.   Foto: Gemeinde Schleching 

Rotwand (1884 m) „...einfach schön! “

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Münchner Hausberg, gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und ein perfekter Aussichtspunkt. Auf den Voralpengipfel führen viele Wege, im Winter zieht er Skitourengeher und Rodler an. Im Rotwandhaus finden alle eine gemütliche Einkehrmöglichkeit. In dem Gebiet wurden bis in die 1970er Jahre zahlreiche Nachbargipfel für den Skibetrieb erschlossen und auch für die Rotwand gab es seit Anfang der 1960er Jahre Pläne für eine Seilbahn und zahlreiche Schlepplifte. Mit dem Alpenplan 1972 waren diese vom Tisch.   Foto: hansiheckmair.com 

Sonntagshorn (1961 m) „...einfach schön! “

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Sonne pur, wertvolle Biotope und Trinkwasserquelle für die Umgebung. Das Sonntagshorn ist als höchster Gipfel der Chiemgauer Alpen ein beliebter Skitourenberg mit bester Aussicht. Die Südseite ist auffallend gering geneigt und wird von der Sonne angestrahlt – so entstand der Name in Anlehnung an „Sonnendach“. Die ökologisch sensible Region liegt im Naturschutzgebiet Östliche Chiemgauer Alpen und ist Teil der Zone C des Alpenplans. So konnten Pläne zur Erschließung mit Skiliften und Seilbahnen bisher nicht durchgesetzt werden.   Foto: Jörg Bodenbender 

Hände weg vom Alpenplan

Initiative des Bund Naturschutz in Bayern e.V.

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Unter diesem Motto stand die Delegiertenversammlung 2017 des BUND Naturschutz (BN), die am 6. und 7. Mai in Miesbach stattfand. Aus gegebenem Anlass: Für eine geplante Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu soll der Alpenplan geändert werden. Der Alpenplan ist ein Bestandteil des bayerischen Landesentwicklungsprogramms und schützt  seit 1972 definierte  Ruhezonen in den Alpen vor Erschließung. „Eine ganze Reihe von Gemeinden wartet nur auf diesen verhängnisvollen Präzedenzfall“,  so BN-Vorsitzender Hubert Weiger.   Die über 200 Delegierten, die die rund 225.000 BN-Mitglieder vertreten, stimmten geschlossen dem Leitantrag zu. Darin heißt es: „Der BUND Naturschutz fordert die Staatsregierung und die Abgeordneten im bayerischen Landtag auf, die Ruhezonen im bayerischen Alpenplan vollumfänglich zu erhalten und das aktuell laufende Änderungsverfahren des Landesentwicklungsprogramms umgehend zu beenden.“ Der Alpenplan müsse als „Hüter der Erholungs- und Naturlandschaft unserer bayerischen Alpen“ erhalten werden. Zudem sollen Schutzgebiete in den Alpen gesichert und weiterentwickelt sowie der Klimaschutz vorangetrieben werden.     

Der Alpenplan: Raum für Mensch und Natur

Beitrag vom LBV

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Der Alpenplan ist ein besonderes Planungsinstrument. Weil er nicht nur eine Interessensgruppe vertritt, sondern die verschiedenen Ansprüche an die Alpen als Lebens-, Wirtschafts-, Erholungs- und Naturraum gleichermaßen berücksichtigt. Für den Naturschutz in Bayern spielt er dabei eine ganz wesentliche Rolle. Nun gibt es ja bereits eine ganze Reihe von Schutzgebietskategorien, zum Beispiel Naturschutzgebiete, National- und Naturparke, Landschaftsschutzgebiete oder die FFH- und Vogelschutz-Gebiete aus dem europäischen Natura2000-Schutzgebietsnetzwerk. Warum braucht man da also noch ein Instrument, warum ist ausgerechnet der Alpenplan unverzichtbar? 

"Der Alpenplan schützt das Funktionale und das Ästhetische"

DAV-Stellungnahme - Anhörung im Landtag, 22.6.

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Am Donnerstag, 22. Juni 2017 fand im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags eine öffentliche Expertenanhörung zur geplanten Skischaukel am Riedberger Horn statt. Es steht aber der gesamte Alpenplan auf dem Spiel. DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher brachte das in seiner Stellungnahme treffend auf den Punkt: „Der Alpenplan ist eben mehr als nur „Raumordnung“ […] Er schützt nicht nur das Funktionale, das das Überleben sichert, sondern gerade auch das Ästhetische, das das Leben bereichert.“ Die vollständige Rede ist hier zu lesen: 

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