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Sport auf steilen Bahnen

Skitouren auf Pisten

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Tourenskifahrer tun heute das, was ihre skibegeisterten Vorfahren schon taten: Sie suchen sich das zum Skifahren beste Gelände. Dies liegt heute oft innerhalb von Skigebieten. Tourenskifahrer tun heute das, was ihre skibegeisterten Vorfahren schon taten: Sie suchen sich das zum Skifahren beste Gelände. Früher stiegen sie dort grundsätzlich zu Fuß auf, heute gibt es Lifte und Bahnen. Denn deren Erschließer haben ähnlich gehandelt und die Anlagen eben genau ins beste Skigelände gebaut. So einfach könnte man es erklären, doch hinter dem Trend steckt mehr: Sport treiben, sich fit halten, frische Bergluft atmen. Skifahren, wo es guten Schnee gibt und keine Lawinen – ohne schweren Rucksack und teuren Skipass. Nicht im Lift frieren, stattdessen etwas für die Kondition tun. Das schnelle Tourenvergnügen zwischendurch, nach Büroschluss mit Freunden am Tourenabend. Doch warum boomt der Trend gerade jetzt? 

Die 10 Regeln des DAV

Skitouren auf Pisten

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Was muss ich beachten, wenn ich über Pisten aufsteige? Der Deutsche Alpenverein hat 10 Regeln formuliert, um Konflikte und Unfälle zu vermeiden. Aufstieg und Abfahrt erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung. Nur am Pistenrand aufsteigen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten. Besondere Vorsicht an Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen und bei Vereisung der Piste. Bei Pistenquerung möglichst einzeln gehen bzw. Abstände zueinander halten. Keine Querung in unübersichtlichen Bereichen. Pistensperrungen, Warnhinweise und lokale Regelungen immer beachten. Bei Pistenarbeiten sind die Pisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Insbesondere bei Einsatz von Seilwinden besteht Lebensgefahr. Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren. Bei Dunkelheit stets mit eingeschalteter Stirnlampe gehen, reflektierende Kleidung tragen. Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind. Nur geöffnete Pisten sind vor Lawinen gesichert. Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden. Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Tiere empfindlich gestört. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen. Regelungen an den Parkplätzen beachten, Parkgebühren bezahlen, umweltfreundlich anreisen.   Allerdings stoßen diese Regeln dort an ihre Grenzen, wo Pisten von einer zu großen Anzahl Tourengeher frequentiert werden. Aufgrund des Gefährdungspotentials und der Nutzungseinschränkung für die Abfahrer können hier zukünftig auch strikte Trennungen von Aufstieg und Abfahrt notwendig werden. Die Ausgestaltung muss jedoch individuell vor Ort festgelegt werden. Seit 2003 bemüht sich der DAV um einvernehmliche Lösungen in allen bayerischen Skigebieten. Dabei arbeitet er mit allen Beteiligten eng zusammen: dem Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS), dem Bayerischen Innen- und Umweltministerium, dem Landesamt für Umwelt, dem Deutschen Skiverband, dem Lawinenwarndienst sowie den Lift- und Bahnbetreibern, Gemeinden und zuständigen DAV-Sektionen.   

Skitouren auf Pisten - wo geht was?

Regelungen der Skigebiete im Überblick

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Nicht nur bei Schneemangel sind immer mehr Tourengeher auch auf Skipisten unterwegs. In den Skigebieten der Bayerischen Alpen gelten allerdings spezielle Vereinbarungen. Skitouren auf Pisten zu unternehmen ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Konflikte entstehen vor allem dann, wenn Skitourengeher auf Skipisten in der Zeit nach dem täglichen Betriebsschluss der Bahnen unterwegs sind. Pistenpräparierung und Lawinensprengungen können behindert werden, z.T. sind damit erhebliche Gefahren für Skitourengeher verbunden. Wildtiere können von Tourengehern und deren Hunden empfindlich gestört werden. Vom DAV initiiert, wurden mit den beteiligten Bergbahnen, zuständigen DAV-Sektionen, Verbänden und Behörden einschl. der zuständigen Bayerischen Ministerien Vereinbarungen getroffen. Zehn Verhaltensregeln  gelten für alle Skitourengeher auf Pisten. Sie wurden in Zusammenarbeit von Deutschem Alpenverein und seinen Sektionen, dem Verband Deutscher Seilbahnen, den zuständigen Ministerien, dem Deutschen Skiverband sowie der Bergwacht erarbeitet. Im Bereich Broschüren finden Sie ein Faltblatt zum Thema Skitouren auf Pisten.   

Unterschätzte Lebensgefahr: Windenseile

Skitouren auf Pisten

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Die Windenseil-Technik wird auf den meisten Pisten sämtlicher Skigebiete angewendet. Für Skitourengeher ist sie eine große Gefahr. Deshalb heißt es: Meiden Sie Pisten, die präpariert werden! Die Windenseil-Technik wird inzwischen auf den meisten Pisten sämtlicher Skigebiete angewendet, damit der Schnee durch das Gewicht der Pistenraupe nicht den Hang hinab geschoben, sondern zum Hang hin verdichtet wird. Auf der Pistenraupe ist dazu eine Winde mit Schwenkarm und einem mehrere hundert Meter langen, fingerdicken Stahlseil montiert. Das Seil wird am oberen Pistenende fixiert, beim Abwärtsfahren der Raupe rollt es sich über die Piste aus, aufwärts kommt die Raupe durch Aufwickeln des Seils.     

Kollision mit Abfahrern - eine "überzeichnete" Gefahr?

Skitouren auf Pisten

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Immer wieder wird auf diese Unfallgefahr hingewiesen – doch sie ist in der Praxis zum Glück begrenzt: Schwere Zusammenstöße Aufsteigender und Abfahrender sind dem DAV bis heute nicht bekannt. Immer wieder wird auf diese Unfallgefahr hingewiesen – doch sie ist in der Praxis zum Glück begrenzt: Schwere Zusammenstöße Aufsteigender und Abfahrender sind dem DAV bis heute nicht bekannt. Auch der Bergwacht liegen bis heute keine Informationen über schwere Unfälle vor. Das heißt natürlich nicht, dass solche völlig ausgeschlossen wären. Das weiß man spätestens seit dem tödlichen Zusammenstoß einer Skifahrerin mit dem damaligen Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus.   Wichtig ist, dass aufsteigende und abfahrende Skifahrer vor allem zwei Regeln beachten: nur am Pistenrand und hintereinander, nicht nebeneinander aufsteigen (DAV-Regel Nr. 2 und FIS-Regel Nr. 7); abfahren stets auf Sicht und mit angepasster Geschwindigkeit (FIS-Regel Nr. 2). Falls trotzdem ein Unfall passiert, wird in der juristischen Aufarbeitung sicher gefragt werden, ob sich die Beteiligten an die Regeln gehalten haben oder nicht. 

Skitouren auf Pisten - der Clip vom DAV

Sicher durch die Skitouren-Saison

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Immer mehr Skitourengeher nutzen für den Aufstieg präparierte Pisten. Der neue Clip des DAV sensibilisiert für die Gefahren.

Lawinen im Pistengebiet?

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Pisten sind vor Lawinen gesichert, solange sie für den Skibetrieb geöffnet sind. Doch was ist in der Nacht, bei Schneefällen, Sturm oder starker Erwärmung? Pisten sind vor Lawinen gesichert, solange sie für den Skibetrieb geöffnet sind. Doch was ist in der Nacht, bei Schneefällen, Sturm oder starker Erwärmung? Geschlossene Pisten sind nicht lawinensicher! Hinzu kommt, dass Lawinen in Skigebieten nachts, aber auch tagsüber abgesprengt werden und dabei auch grö­ßere Pistenabschnitte verschütten können.   Geschlossen sind Pisten auch in der Zeit vor und nach der Skisaison. Bei Touren auf geschlossenen Pisten gilt generell dasselbe wie im alpinen Gelände: Obligatorisch sind eigenverantwortliches Einschätzen der alpinen Gefahren, besonders der Lawinengefahr, und dass man die vollständige Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel) dabeihat – und damit umgehen kann! Zu beachten ist, dass Pisten fast immer „oben“ gesperrt werden, Tourengeher aber von unten kommen. Im Zweifel informieren (z. B. Skigebiets-Homepage)! Wenn Aufstiegsrouten abschnittsweise oder ganz von der Piste weg ins freie alpine Gelände führen, gelten ohehin die Regeln normaler Skitouren. Keine Lawinensicherheit gibt es auch bei spontanen oder geplanten „Ausflügen“, etwa auf einen Aussichtsgipfel oder über die Freeride-Abfahrt ins Nachbartal.  

Unfair: Abfahren auf frisch gewalzten Pisten

Skitouren auf Pisten

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Muss es wirklich sein, die Arbeit des Pistenraupenfahrers in Minuten kaputt zu machen? Wer nach Abschluss der Pistenpräparierung noch abfahren sollte, bleibt am äußersten Pistenrand! Muss es wirklich sein, die mehrstündige Arbeit des Pistenraupenfahrers in Minuten kaputt zu machen? Schon drei Skifahrer, die genüsslich ihre Spuren durch die frisch präparierte Piste fräsen, schaffen das. Besonders fies im Frühjahr, wenn der Schnee weich ist und die Abfahrtsspuren über Nacht zu Eiswülsten werden, die Pistenskifahrern am nächsten Morgen den Schwung verhageln. Wer nach Abschluss der Pistenpräparierung (keinesfalls währenddessen!) noch abfahren sollte, bleibt fairerweise bitte am äu­ßersten Pistenrand! 

Dauer-Wurscht: Hunde auf Pisten

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Hundefreunde, die ihr Tier während des Skibetriebs auf Pistentouren mitnehmen, verstoßen klar gegen die Regeln, denn das ist nicht erlaubt – egal ob an der Leine oder nicht.  Hundefreunde, die ihr Tier während des Skibetriebs auf Pistentouren mitnehmen, verstoßen klar gegen die Regeln, denn das ist nicht erlaubt – egal ob an der Leine oder nicht. Das ist eigentlich bekannt, aber leider einigen auf Dauer „Wurscht“, was Bahnbetreiber und Wintersportler zurecht verärgert. Hunde bewegen sich oft unkontrolliert, sollte es zum Unfall kommen, haftet der Hundehalter. Hundekot verschmutzt den Schnee und lässt sich nur mit Mühe aus dem Profil der Tourenstiefel kratzen. Wer seinen Hund außerhalb des Skibetriebs dabei hat, sollte, wie woanders auch, den Hundekot bitte in die dafür vorgesehene Tüte befördern. Alle Beteiligten danken es! 

Potenzial durch Vielfalt

Skitouren auf Pisten

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Immer mehr Tourismusregionen erkennen, dass im Trend „Skitouren auf Pisten“ auch positive Potenziale liegen: Wer beispielsweise eine Woche Winterurlaub im Bergsteigerdorf Ramsau verbringt, kann wählen zwischen Pistenskifahren, hochalpinen Skitouren oder einer Tour in einem der vier umliegenden Skigebiete, die dafür ausgewiesene Routen anbieten. Die Zahl derer, die daran Freude finden, wächst! Denn so hat man, egal wie Wetter und Schneelage sind, jeden Tag eine Option für Aktivität. 

Pistenskitouren in den Alpenländern: Was darf man wo?

Skitouren auf Pisten

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Die Rechtslage zum Thema „Skitouren auf Pisten“ ist in den einzelnen Alpenländern sehr unterschiedlich. Hier finden Sie ausführlichere Informationen. Die Rechtslage zum Thema „Skitouren auf Pisten“ ist in den einzelnen Alpenländern sehr unterschiedlich. Hier finden Sie ausführlichere Informationen zur Tabelle in DAV Panorama 1/2016, Seite 40. 

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