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Bergsport Mountainbike – nachhaltig in die Zukunft

In dem vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Projekt geht es darum, in zwei Modellregionen nachhaltige Mountainbike-Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen um die konfliktfreie Ausübung des Sports zu erreichen.

Konzepte in Modellregionen

Der Nutzungsdruck auf den Natur- und Erholungsraum wird durch die Zunahme an Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler immer größer, baut sich aber nicht nur der Natur gegenüber auf, sondern auch gegenüber Mitmenschen und den dort befindlichen Bewirtschaftungsräumen. Neben anderen Voralpen- und Gebirgsregionen verdichtet sich gerade der Lebensraum südlich von München und im Allgäu besonders an sonnigen Wochenenden durch eine Vielzahl von Besuchern. Wobei hier das Miteinander zwischen den Naturnutzern nicht immer konfliktfrei funktioniert.


In dem vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Projekt geht es darum, in zwei Modellregionen nachhaltige Mountainbike-Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen um die konfliktfreie Ausübung des Sports zu erreichen.

Das Projekt beinhaltet eine Bandbreite an Zielen, von Aufklärung und Bildung bis hin zur Besucherlenkung, die dabei helfen sollen, den Mountainbikesport als sozial- und naturverträglich zu etablieren und somit die zukünftige Ausübung des Sports in der Natur zu gewährleisten.

 

Verständnisvolles Miteinander

Dabei steht als oberstes Ziel eine Atmosphäre des verständnisvollen Miteinanders und Respekts unter allen Beteiligten vor Ort zu erzeugen und eine Diskussion auf Augenhöhe stattfinden zu lassen. Dies geschieht durch deinen partizipativen Dialogprozess der in Form von Runden Tischen in den Regionen geführt wird. Um diese Diskussionen auch Fakten basiert zu führen werden auch die Einflüsse des MTB-Sports auf Flora und Fauna erfasst.

Wanderer und MTBler vereint eine Ressource und benötigen sie gleichermaßen, nämlich den Weg. In diesem Projekt sollen, basierend auf dem „shared trail“ System Trails/Wege ausgeschildert werden um Hot Spots zu entlasten und eine Besucherlenkung zu erzeugen. Dabei soll die Lenkung aber nicht mittels Verboten arbeiten, sondern mit der Attraktivität der Angebote, die Zielgruppengerecht sein soll.

 

Haftungsfrage und MTB-Beschilderung

Wer sich mit dem Thema MTB und den dazugehörigen Diskussionen befasst hat, kommt nicht um das Thema „Haftung“ herum. Deshalb befasst sich auch dieses Projekt mit diesem Thema und möchte Aufklärungsarbeit leisten um vorhandene Ängste und Sorgen der Grundstücksbesitzer und Bewirtschafter zu mildern. Hierzu sollen zum einen ein Leitfaden zur Haftung und Verkehrssicherungspflicht erstellt werden. Zum anderen sollen aber auch Möglichkeiten geprüft und erarbeitet werden, wie die Entlastung der Grundstückseigentümer aussehen kann.

Vom Wandern ist die typische AV Wege Beschilderung im Ostalpenraum fast jedermann bekannt. Ist man jedoch mit dem MTB unterwegs so ändert sich das Bild, da es entweder keine Beschilderung gibt, und falls doch eine vorhanden ist, ist diese meist sehr unterschiedlich. Ein Blick über die Landesgrenze Richtung Süden zeigt wie eine einheitliche MTB-Beschilderung aussehen kann. Auch in diesem Projekt ist die Konzeptionierung eines einheitlichen Beschilderungskonzepts vorgesehen, die am besten nicht nur Landkreisübergreifend identisch wird, sondern auch über die Landesgrenzen hinweg.

Nach den geplanten drei Projektjahren soll das gesammelte Wissen anschließend auch auf andere Gebiete übertragen werden können. Hier geht es zu den Modellregionen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Oberallgäu.