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Engagement für naturverträgliche Skitouren seit 1995

Historie „Natürlich auf Tour“

Seit 1995 engagieren sich der DAV und der Freistaat Bayern mit dem Ziel, das immer beliebter werdende Skitouren- und Schneeschuhgehen naturverträglich zu gestalten.

Hintergründe

Bereits Anfang der 1990er Jahre wurde deutlich, dass es immer mehr Menschen in die Berge zieht und auf Dauer mögliche Konflikte mit dem Naturschutz vorprogrammiert waren. Im Nachgang der DAV-Naturschutztagung 1994 bildete sich daher die Projektgruppe „Skibergsteigen umweltfreundlich“, die das Nebeneinander von Naturschutz und Sport auslotete. – Nach den Erfahrungen mit Kletterverboten in den Mittelgebirgen sollte es beim Tourengehen durch Lenkung und präventive Maßnahmen erst gar nicht so weit kommen. Zeitgleich hatte das Bayerische Umweltministerium eine Studie „Wildtiere und Skilauf im Gebirge“ in Auftrag gegeben, sodass die Synergien auf der Hand lagen.

 

Kooperation

Seit 1995 läuft das DAV-Projekt zum naturverträglichen Skitourengehen in enger Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und den beteiligten Interessengruppen; neben dem DAV-Engagement kamen bislang 800.000 Euro an staatlichen Projektgeldern zusammen.

 

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Heute gibt es Routenempfehlungen für rund 500 Skirouten und Vari​anten im gesamten bayerischen Alpenraum (sowie einzelne, lokale im Bayerischen Wald) und 225 ausgewiesene Schongebiete, die Tourengeher und Freerider ganz meiden sollen.

 

Verbote und Strafen gibt es nicht, das Projekt setzt auf die freiwillige Einsicht der Sportler. Tatsächlich sind die Aktivitäten durch die ausgearbeiteten Routenführungen nicht wesentlich beeinträchtigt: Alle bayerischen Tourenberge blieben weiterhin zugänglich.

 

Weitere Projektpartner

Neben der staatlichen Unterstützung war und ist auch die Zusammenarbeit mit den Vertretern aller vor Ort betroffenen Organisationen ein wichtiges Element für den erfolgreichen Projektverlauf.

 

Um von Wintertourengehern genutzte Räume auf mögliche Konflikte mit überwinternden, schutzbedürftigen Wildtieren zu prüfen, haben Experten aus Forst-, Naturschutz- und Jagdbehörden sowie Grundeigentümer, Gemeinden, der Deutsche Skiverband, die Bayerische Bergwacht, der Landesjagdverband Bayern, Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz ebenso wie Bundeswehr und Polizei ihre fachliche Expertise eingebracht.

 

Projekt und Kampagne

Das Projekt zum naturverträglichen Skitouren- und Schneeschuhtourengehen startete 1995 unter dem Namen „Skibergsteigen umweltfreundlich“. Um die Ergebnisse und damit tourenrelevanten Details breiter bekannt zu machen und alle, die sich im Winter in der Bergwelt aufhalten, für die Themen zu sensibilisieren, startete der DAV 2015 die Kampagne „Natürlich auf Tour“.

 

Das „Natürlich auf Tour“-Logo steht seither für alle Ergebnisse des Projekts „Skibergsteigen umweltfreundlich“ und wirbt um Akzeptanz. Kurzum: Wo „Natürlich auf Tour“ draufsteht, steckt „Skibergsteigen umweltfreundlich“ drin.