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Start des DAV-Projekts „Klimafreundlicher Bergsport“

28.02.2014, 09:30 Uhr

Welchen Beitrag kann der DAV und jeder einzelne Bergsportler zum Klimaschutz leisten? Dies und weitere zentrale Fragen des Klimaschutzes soll das Projekt in den nächsten drei Jahren erörtern.


Das sensible Ökosystem der Alpen ist zunehmend durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet. Mit dem Projekt „Klimafreundlicher Bergsport“ stellt sich der DAV den wachsenden Herausforderungen rund um die Themen Klimawandel und Klimaschutz im Alpenraum. Die Bedeutung und Dringlichkeit des Projekts liegt dabei auf der Hand, denn Bergsport und Klimawandel stehen in einer engen wechselseitigen Beziehung. Die Veränderungen des Klimawandels wirken sich massiv auf die unterschiedlichen Aktivitäten der Bergsportler aus. So nehmen alpine Gefahren – wie beispielsweise Hang- oder Felsinstabilitäten – in Folge der ansteigenden Temperaturen im Alpenraum in Zukunft rapide zu. Gleichzeitig leistet ein Großteil der Bergsportler selbst mit ihrem Verhalten einen erheblichen Beitrag zum Klimawandel. An- und Abreise bei Bergsportaktivitäten finden meist mit dem eigenen Pkw statt und sind folglich mit einer entsprechend großen Emission von Treibhausgasen verbunden. Eines der Hauptziele des Projekts ist es nun den CO2-Fußabdruck der Bergsportler und der Aktivitäten des DAV durch wirkungsvolle Maßnahmen zu verkleinern.

 

Gefördert durch das Bayerische Umweltministerium und Globetrotter Ausrüstung

Finanzielle Unterstützung erhält der DAV dafür im Rahmen der Bayerischen Klima-Allianz vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucher-schutz. Ende August 2013 stellte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber hierfür Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus wird das Projekt durch den DAV-Partner Globetrotter Ausrüstung im Rahmen der DAV-GlobetrotterCard finanziell bezuschusst. Seit Januar 2014 ist der Diplom-Geograph Maximilian Witting als Projektleiter tätig und wird sich hauptsächlich den folgenden zentralen Projektzielen in den nächsten drei Jahren widmen:

 

  • Möglichkeiten einer umweltfreundlichen Anreise ins Gebirge aufzeigen;
  • Bergsportler, Mitglieder sowie DAV-Sektionen von Klimaschutzmaßnahmen überzeugen und zu deren Umsetzung animieren;
  • Bewusstseinsbildung im Bereich Klimaschutz und alternative Mobilität betreiben

Informationen in verschiedenen DAV-Medien sollen Bergsportler für Klimaschutz sensibilisieren und zu alternativen Anreisemöglichkeiten motivieren. Gute Ideen und bereits umgesetzte Aktionen aus DAV-Sektionen werden in einer Best- Practice-Sammlung zum Nachmachen und Weiterdenken anregen. Außerdem soll das Thema Klimaschutz künftig die Infrastruktur von DAV und Sektionen mit prägen und in die Ausbildungs- und Tourenprogramme einfließen.