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Klettern mit Handicap in Wiesbaden

Inklusive Klettergruppe "hoch hinaus"

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Seit 2015 gibt es in der DAV-Sektion Wiesbaden eine Klettergruppe für behinderte und nichtbehinderte Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene.   

Mit Rollstuhl am Berg

Chancen und Grenzen

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Einige Hütten und Wege in den Alpen sind auch für Rollstuhltouren gut nutzbar. Wie für jede Tourenplanung braucht es entsprechende Information, um zu entscheiden welchen Weg man einschlagen will und auf welcher Hütte sich eine Pause oder Übernachtung anbietet. Gemeinsam mit ExpertInnen und dem ÖAV wurden Kriterien entworfen, die bei der Vorbereitung von Touren mit Rollstuhl unterstützen sollen.   Rollstuhlgerechte Wege Als Angabe für Schwierigkeit wird auch für Rollstuhltouren die Kategorisierung LEICHT, MITTEL und SCHWER verwendet – diese errechnen sich aus Kondition und Technik.   Kondition / Zeitplanung - Bei Schwierigkeit 1+2 wird die Zeitberechnung wie bei „Wandern zu Fuß“ verwendet. - Schwierigkeit 3+4 bedeutet für Rollstuhltouren die Verdoppelung der Zeit. - Verdreifachen der benötigten Zeit bei Wanderungen mit Rollstuhl gilt für Schwierigkeit 5+6. Schwierigkeit / Technik: - Die Bewertungsfaktoren für Rollstuhlfahrer sind Steigung, Bodenbelag, Hindernisse, Querneigung, Breite. - Diese werden in einer Matrix in 6 Stufen unterteilt die auch als Text formuliert ist. Die Wege die bereits beschrieben wurden, sind unter www.alpenvereinaktiv.com zu finden.   Rollstuhlgerechte Hütten Die rollstuhlgerechten Kriterien für Hütten sind eine reduzierte Auswahl der ÖNORM B1600. Die gesamte Norm ist nicht für Alpenvereinshütten anzuwenden. Um sich als „rollstuhlgerecht“, bzw. „bedingt rollstuhlgereicht“ deklarieren zu können, muss die Hütte nach den beschriebenen Kriterien der Wegbeschreibung (leicht/mittel/schwer) für Rollstuhlfahrer erreichbar sein!! Hütten die die Kriterien erfüllen sind unter www.alpenvereinshuetten.at zu finden. 

Schnupperklettern für Menschen mit Behinderung

Sektion Coburg

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Es muss nicht die VI im Vorstieg sein: In der Kletterhalle der Sektion Coburg fand ein Schnupperklettern für Menschen mit Behinderung der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken und deren Betreuer und Betreuerinnen statt.   Die Helferinnen und Helfer der Sektion, allesamt aktive Kletterer, hatten Topropes eingerichtet, Flaschenzüge aufgebaut und eine riesige Seilschaukel ins Dach gehängt, sodass sich die Gäste je nach Interesse und Können austoben und ihre Grenzen austesten konnten. Vorausgegangen waren der Aktion viele Gespräche, sowohl mit den Verantwortlichen der OBO als auch im Verein. Dabei stellte sich heraus, dass es viele begeisterte Unterstützer, aber auch Skeptiker gab, die bezweifelten, dass Menschen mit Behinderungen in eine Kletterhalle gehören – und das, obwohl es seit eineinhalb Jahren eine gut laufende integrative Klettergruppe für Kinder gibt.   „Schwimmen – ja, aber Klettern?“ – solche und ähnliche Bedenken wurden im Vorfeld von verschiedenen Seiten geäußert. Doch schnell geschah, was vielen anfangs in der Arbeit mit Behinderten passiert: Auch wenn mancher Gast sich nur mit Hilfe eines Flaschenzugs und einem nebenher kletternden Helfer mühevoll mit dem einen noch beweglichen Bein die Wand hocharbeiten konnte - das Strahlen im Gesicht, als die Decke erreicht war, war für alle Beteiligten überraschend bereichernd. Im Laufe des Nachmittags wurden alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer – auch die vormaligen Zweifler – von der ungebremsten Begeisterung der Teilnehmer an der neuen Erlebniswelt bezaubert.     

Aktiver Bergsport mit Behinderung

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"Ich wünsche mir, dass wir auf die Stärken von Menschen mit Behinderung schauen und nicht nur über ihre Schwächen sprechen." Gerd Weimer, Behindertenbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Erleben, wozu man fähig ist und die Natur genießen - das sind sicherlich die wesentlichsten Leitmotive im Bergsport. Dabei ist es egal, ob wir einen Kletterkurs für Anfänger besuchen, zum ersten Mal einen 3000er Gipfel betreten oder eine Wanderung im Rollstuhl wagen. Es geht um den Umgang mit Herausforderungen durch Bewegung. „Behinderung ist Ansichtssache“, überschrieb Hajo Netzer, Sozialpädagoge und Bergführer, seinen Artikel in DAV Panorama über Inklusion im Bergsport. Übersichtlich und mit Einfühlungsvermögen erläutert er einen wichtigen Prozess im DAV: Herausfinden, wie Behindertenaktivitäten im Bergsport aussehen könnten. Langsam greifen die ersten Projekte. Diese müssen für Sicherheit sorgen und verhindern, dass es zu Übertreibungen kommt. Erste Schritte in Praxis und Theorie sind getan. Die folgenden Beispiele zeigen, was für Menschen mit Behinderung im Bergsport zu beachten ist. 

"Es kommt auf die Grundeinstellung an"

Die Fledermäuse - inklusive Klettergruppe der JDAV Bad Tölz

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Wie ist eure Gruppe entstanden? Angefangen hat alles damit, dass ein Tölzer Osteopath drei Kindern empfohlen hat, aus therapeutischen Gründen mit dem Klettern zu beginnen. Die Mütter der Kinder versuchten eine Klettergruppe zu finden und landeten irgendwann bei unserer Sektion und dann bei mir. Ich hatte erst mal keine Erfahrung mit integrativer Arbeit und wusste auch, dass ich das nicht alleine stemmen kann. Erster Schritt war mit dem Therapeuten der Mädchen zu sprechen, um zu erfahren, was ich machen darf und was nicht. Das ist überhaupt der wichtigste Tipp: mit den Therapeuten abklären, was individuell bei jedem Kind möglich ist. In unserem Fall war es einfach, denn er meinte, dass die Kinder selbst spüren, was ihnen gut tut. Damals dachte ich noch, die Kinder mit Behinderung probieren das mal ein halbes Jahr aus, dann wird es für sie zu anstrengend. Aber wir haben 2007 begonnen und die drei sind heute immer noch dabei. Inzwischen kam sogar noch ein Junge dazu. 

Wandern

Bergsport mit Behinderung

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(Berg-)Wandern ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Im Gehen findet der Wanderer Naturgenuss und Erholung. Nicht umsonst wird dem Gehen auch eine meditative Wirkung zugeschrieben. Es gibt viele Wanderwege, die ebenfalls für Behinderte gut zu bewältigen sind, einige davon sogar mit dem Rollstuhl (siehe z. B. www.behindertenkompass.de). Darüber hinaus engagieren sich immer mehr Touristenregionen für ein barrierefreies Wandern in den Alpen sowie im Mittelgebirge. Dazu zählen z. B. Südtirol, Vorarlberg oder Mittelgebirgsregionen wie das Niedtal im Saarland. 

Klettern

Bergsport mit Behinderung

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Ob Hallenklettern, Sportklettern im Klettergarten oder Alpinklettern, die Bewegung in der Vertikalen ist die Krönung des Bergsteigens – egal ob mit oder ohne Behinderung. Mit den künstlichen Kletteranlagen existiert mittlerweile eine optimale Variante, Menschen mit Behinderung das Klettern wohnortnah mit guter Infrastruktur näher zu bringen. Je nach Behinderung bedarf es einer angepassten Ausrüstung. Dies ist im Vorfeld mit den Kletterbetreuern vor Ort zu klären, was gebraucht wird und was gestellt werden kann. 

Schneesport

Bergsport mit Behinderung

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Dieser Sport bedarf einer guten Fitness, guter Schneekenntnisse und gutem Orientierungsvermögen, bietet dafür aber großen Spaß an Bewegung im Schnee. Zudem ist für Menschen mit Behinderung teilweise eine spezielle Ausrüstung notwendig, damit z. B. Skier und Schneeschuhe überhaupt getragen werden können. Eine Beratung bei medizinisch-orthopädischen Ausstattern ist je nach Art der Behinderung zu empfehlen. Darüber hinaus gibt es bereits Leihausrüstung für Behinderte sowie einige wenige barrierefreie Skigebiete. 

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