Seit 2004 wird der Anteil von Frauen und Männern unter den Mitliedern und Ehrenamtlichen im DAV statistisch ausgewertet. Ein Trend zu mehr Geschlechtergerechtigkeit ist zu erkennen: Der DAV wird weiblicher.
Geschlechterstatistik 2025
Im Jahr 2025 ist der Anteil der weiblichen DAV-Mitglieder wieder leicht gestiegen, der Trend der letzten Jahre setzt sich also fort - wenn auch recht langsam.
Bei den Mitgliedern des DAV steigt der Frauenanteil seit Jahren kontinuierlich an. Zum Jahresende 2025 zählte der DAV insgesamt 1.638.652 Mitglieder, davon 727.561 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 44,4%. Zum Vergleich: im Vorjahr waren es 44,2%. Bereits seit Jahren nähern sich damit die Mitgliederzahlen von Frauen und Männer im DAV immer weiter an.
Auch bei Trainer*innen leichte positive Tendenz
Die Verteilung der aktiven Trainer*innenlizenzen bleibt 2025 insgesamt weitgehend stabil. Mit einem Frauenanteil von 25,7 Prozent gegenüber 25,0 Prozent im Jahr 2024 ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Besonders hohe Frauenanteile finden sich weiterhin in den Bereichen Familiengruppenleitungen, Klettern für Menschen mit Behinderung sowie Bergwandern in der Prävention.
Demgegenüber sind vor allem Hochtouren-, Mountainbike-, Freeride-, Ski- und Alpinkletterlizenzen weiterhin deutlich männlich geprägt. Insgesamt zeigen die Daten zwar eine leichte Annäherung der Geschlechterverhältnisse, die meisten Ausbildungsbereiche werden jedoch nach wie vor von Männern dominiert.
Weibliche 1. Vorsitzende erneut steigend
Der Anteil weiblicher 1. Vorsitzender in den DAV-Sektionen ist in den vergangenen zehn Jahren insgesamt gestiegen. Lag er 2015 noch bei 9,0 Prozent, erreicht er 2025 mit 12,4 Prozent den höchsten Wert im Betrachtungszeitraum. Trotz einzelner Schwankungen zeigt die Entwicklung einen positiven langfristigen Trend. Gleichzeitig bleibt die Besetzung der höchsten ehrenamtlichen Führungsposition in den Sektionen weiterhin deutlich männlich geprägt.
Positiver Trend bei Sektionsämtern
Die Geschlechterverteilung in den Sektionenämtern zeigt sich 2025 gegenüber 2024 weitgehend stabil. Traditionell finden sich hohe Frauenquoten bei den Schriftführerinnen sowie in der Familien- und Jugendarbeit. Nur wenige Frauen gibt es dagegen bei den Hütten- und Wegewarten.
Im Vergleich zum Vorjahr sind in mehreren Funktionen leichte Zuwächse des Frauenanteils erkennbar, darunter bei den 1. Vorsitzenden (von 10,1 auf 12,4 Prozent), den 2. Vorsitzenden sowie den Digitalkoordinator*innen. Insgesamt deutet die Entwicklung auf eine langsam zunehmende Beteiligung von Frauen in den Sektionenämtern hin, auch wenn deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Funktionen bestehen bleiben.
Präsidium unverändert
Wie im Vorjahr sind weiterhin drei Frauen Teil des siebenköpfigen DAV-Präsidiums (42,86 %). Damit liegt der DAV deutlich über dem durchschnittlichen Frauenanteil in den ehrenamtlichen Führungsgremien der DOSB-Mitgliedsorganisationen, der aktuell 26 Prozent beträgt. Zudem erreichen lediglich 40 Prozent der Mitgliedsorganisationen einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent in ihren Präsidien bzw. Vorständen. Der DAV erfüllt damit das vom DOSB formulierte Ziel eines Frauenanteils von mindestens 30 Prozent in Führungsgremien deutlich. Das Präsidium des DOSB selbst ist inzwischen geschlechterparitätisch besetzt und besteht aus fünf Frauen und fünf Männern (50 % Frauenanteil).
Bundesverbandsgremien
Die Geschlechterverteilung in den Gremien des DAV-Bundesverbands bleibt 2025 insgesamt weitgehend stabil. Der Frauenanteil im Präsidium liegt wie in den beiden Vorjahren bei 42,9 Prozent und ist damit deutlich höher als in den meisten anderen Gremien. Auch im Verbandsrat, in den Präsidialausschüssen und in der Rechnungsprüfung zeigen sich keine Veränderungen gegenüber 2024.
Leichte Verbesserungen sind bei den Kommissionen sowie bei den Vorsitzenden der Landesverbände zu verzeichnen. Dagegen bleiben die Vorsitzenden der Sektionenverbände wie bereits 2024 ausschließlich männlich besetzt. Insgesamt sind die Führungs- und Entscheidungsgremien des Bundesverbands weiterhin überwiegend männlich geprägt, auch wenn in einzelnen Bereichen Fortschritte erkennbar sind. Auf dem Weg zur Geschlechterparität ist somit noch viel zu tun.
Das Bild am Berg ist bunt!
Der Anteil der Frauen und Mädchen unter den DAV-Mitgliedern steigt und die Parität rückt in erreichbare Nähe. Sehr erfreulich: Immer mehr Frauen absolvieren Bergsportausbildungen und qualifizieren sich als Trainerin oder Übungsleiterin. Wenig bewegen sich die Quoten in den Vorstands- und Beiratsämtern in den Sektionen.
Insgesamt ist der DAV noch nicht da angekommen, wo er in Sachen Gleichstellung sein könnte. In den DAV-Ehrenämtern sind Frauen insbesondere in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Mit einem durchschnittlichen Frauenanteil von gut 25% in den Bundesverbands- und unter 24% in den Sektionsgremien ist das vorhandene Potenzial der Frauen im DAV sicherlich noch nicht ausgeschöpft.
Wir leben Vielfalt. [...] Wir fördern Diversität in Ehrenamt und Hauptberuf!
(Auszug DAV-Leitbild 2022)
"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Trend zu mehr Geschlechtergerechtigkeit im DAV fortsetzt. Allerdings ist noch Luft nach oben. Um die Worte des DAV-Leitbildes mit Leben zu füllen, dürfen wir nicht müde werden, insbesondere Frauen und Mädchen anzusprechen, sie zu motivieren und für ein Ehrenamt im DAV zu gewinnen. Wir wollen Vielfalt leben!“
Zur Statistik
Im Jahre 2004 wurde im Rahmen des Projekts "Gender Mainstreaming im DAV" begonnen, die Besetzung relevanter Ehrenämter und Gremien im DAV statistisch nach Geschlechtern zu erheben. Im Verlauf der Jahre wurde die Statistik ausgebaut und erweitert.
Datenbasis sind die von den Sektionen über das DAV-Portal gemeldeten Ehrenamtlichen, die lizenzierten Trainer*innen, die aktiven Familiengruppen- und Jugendleiter*innen sowie die in den Gremien des Bundesverbandes ehrenamtlich Engagierten. Erhebungszeitpunkt ist jeweils der Jahreswechsel mit dem 31. Dezember.
Aktuell wird die Statistik im binären Geschlechtermodell veröffentlicht. An der Möglichkeit der Erfassung und Auswertung weiterer Geschlechtsidentitäten wird gearbeitet.
Alle veröffentlichten Grafiken sowie weitere Vergleichsgrafiken sind im PDF „Geschlechterverteilung 2024“ im Download zu finden.
Geschlechterstatistik 2024
Zum Jahresende 2024 zählte der DAV insgesamt 1.570.662 Mitglieder, darunter 693.852 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 44,2 %; im Vorjahr waren es 43,9 %. Seit Jahren nähern sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern im DAV kontinuierlich an. Die detaillierten Grafiken sowie der DOSB-Gleichstellungsbericht 2021 stehen hier zum Download bereit.
Geschlechterstatistik 2023
Zum Jahresende 2023 zählte der DAV insgesamt 1.520.381 Mitglieder, darunter 667.447 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 43,9 %; im Vorjahr waren es 43,6 %. Seit Jahren nähern sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern im DAV kontinuierlich an. Die detaillierten Grafiken sowie der DOSB-Gleichstellungsbericht 2021 stehen hier zum Download bereit.
Geschlechterstatistik 2022
Zum Jahresende 2022 zählte der DAV insgesamt 1.450.881 Mitglieder, darunter 631.882 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 43,6 %; im Vorjahr waren es 43,3 %. Seit Jahren nähern sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern im DAV kontinuierlich an. Die detaillierten Grafiken sowie der DOSB-Gleichstellungsbericht 2021 stehen hier zum Download bereit.
Geschlechterstatistik 2021
Zum Jahresende 2021 zählte der DAV insgesamt 1.402.067 Mitglieder, darunter 606.606 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 43,3 %. Seit Jahren nähern sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern im DAV kontinuierlich an. Die detaillierten Grafiken sowie der DOSB-Gleichstellungsbericht 2021 stehen hier zum Download bereit.
Geschlechterstatistik 2020
Zum Jahresende 2020 zählte der DAV insgesamt 1.385.440 Mitglieder, darunter 596.354 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 43,0 %. Seit Jahren nähern sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern im DAV kontinuierlich an. Die detaillierten Grafiken sowie der DOSB-Gleichstellungsbericht 2020 stehen hier zum Download bereit.