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Planen für eine gelungene Hüttentour

11.04.2019, 09:17 Uhr

Nirgends lässt sich besser Abstand von der Hektik des Alltags finden als draußen in der Natur. In den Ostalpen, verteilt über die Täler und Gipfel befinden sich die Alpenvereinshütten des DAV, ÖAV und AVS. Unsere Hüttenwirte und –wirtinnen laden euch ein, eine Weile zu bleiben, für eine kleine Verschnaufpause auf dem Weg oder über Nacht. Sie heißen euch willkommen im einfachen Leben inmitten der wilden Bergnatur mit ihren Bewohnern.

 

Damit ihr eine erlebnisreiche Tour und einen entspannten Hüttenaufenthalt genießen könnt, ist eine gute Planung wichtig. Wir haben euch einige Tipps und Hinweise zusammengestellt.

 

  • Jahreszeit: Die meisten Hütten öffnen ihre Türen im Mai. Die genauen Hüttenöffnungszeiten findet ihr im Internet auf den Homepages der Hütten. Viele Hütten im Hochgebirge starten erst spät in die Saison, weil der Schnee bis in die Sommermonate liegt. Die Hütten in den bayrischen Voralpen öffnen früher. Mit der Jahreszeit verändern sich die Sonnenstunden und die Temperaturen. Je tiefer es in den Sommer geht, desto länger kann man die Abende draußen genießen.

 

  • Anreise: Viele Ausgangorte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, so wird die Anreise klimafreundlich. Sollte es keine Möglichkeit geben mit Bus und Bahn anzureisen, bildet man am einfachsten Fahrgemeinschaften, um Treibhausgase und Benzin einzusparen. 

 

  • Reservieren: Besonders am Wochenende oder zu Ferienzeiten sind die Alpenvereinshütten gut besucht. Sichert euch im Voraus einen Schlafplatz per Telefon, Mail oder Onlinenreservierung.

 

  • Tourenvorbereitung: Bevor die Tour gestartet werden kann, muss die Strecke festgelegt sein. Informationen sind über entsprechendes Kartenmaterial (vom Alpenverein in den Maßstäben 1:50.000 und 1:25.000 verfügbar), Gebietsführer oder online z.B. über alpenvereinaktiv.com erhältlich. Je nach Länge, Wegebeschaffenheit und Höhe der Etappen variieren die Gehzeiten. Daneben sollten Pausen und Pufferzeiten beachtet werden. Die Strecke muss dem Fitnessgrad und den alpinen Fähigkeiten (Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, etc.) angepasst sein.
 

  • Rucksack und Gepäck: Hier gilt das Prinzip weniger ist mehr. Jeder Mensch ist anders gebaut und der Rucksack sollte zum Rücken passen. Lasst euch im Fachgeschäft beraten. Damit das Wandern über mehrere Tage hinweg Spaß macht, darf der Rucksack nicht schwerer als ca. 10 Kilo sein. Hier findet ihr eine Packliste mit Dingen die ihr unbedingt mitnehmen solltet.

 

  • Eure Begleitung: Die Strecke sollte so gewählt werden, dass auch der/die Schwächste sie ohne Überforderung gehen kann. Er/sie bestimmt das Tempo.