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Notfall-App: SOS-EU-ALP

17.09.2019, 15:59 Uhr

Ein Notfall beim Klettern in Tirol, beim Wandern in Bayerns Bergen oder beim Mountainbiken durch Südtirols Landschaft: Mit der neuen, kostenlosen SOS-EU-Alp App kann schnell und einfach ein Notruf abgesetzt werden, der samt Standortdaten (GPS-Koordinaten) und Kontaktdaten (direkte Telefonnummer) an die jeweilige Rettungsleitstelle übermittelt wird.

Die App funktioniert auf allen Android- und iOS-Geräten und kann ab sofort im App- und Playstore auf heruntergeladen werden.

 

App Store iOS: apple.co/2klqArO

Play Store Android: bit.ly/2k2Guah

 

Bei Notfallsituationen am Berg und im Tal

Die App kann bei allen Notfällen verwendet werden - egal ob am Berg (von Wanderern, Bergsteigern, Tourengehern, Kletterern oder Bikern), im Tal (von Radfahrern, Spaziergängern oder Wassersportlern), auf der Straße (z.B. beim Verkehrsunfall) oder bei Bränden. In diesem Video erklärt Bernd Noggler von der Leitstelle Tirol die Funktionsweise der neuen SOS-EU-Alp-App.

 

Rettungsdienste erhalten genaue Daten des Standortes

Die Daten werden dann übers Internet (sofern verfügbar) oder über eine SMS an die für die Region zuständige Leitstelle übermittelt. Neben den GPS-Daten erhalten die Leitstellen auch Informationen über den GPS-Abrufzeitpunkt, die entsprechenden Höhendaten sowie den Akkustand des Handys. Anschließend versuchen die Mitarbeiter in den Leitstellen, eine direkte Sprachverbindung aufzubauen (dies gilt nur für Tirol und Südtirol). Rettungsdienste, Berg- und Wasserrettung oder die Feuerwehr werden alarmiert und können die Unfallstelle zielgenau ansteuern. In Österreich zeigt die App auch die nächstgelegenen Defibrillator-Standorte an.

Auch außerhalb von Tirol, Südtirol und Bayern wird eine Notfallmeldung an die zuständigen Leitstellen übermittelt. Dies erfolgt direkt durch einen Anruf über den Euro-Notruf 112 - jedoch ohne Übermittlung von Positionsdaten.

 

Entwickler und Förderer

Mit Federführung der Leitstelle Tirol wurde gemeinsam mit der Agentur für Bevölkerungsschutz in Südtirol die App so programmiert, dass die Mehrsprachigkeit, die Ausweitung auf die Leitstellen der Länder sowie die Datensicherheit gewährleistet sind.

Die Applikation wird von der EU-Alpenstrategie (EUSALP) unterstützt und entstand in Zusammenarbeit der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol, der Agentur für Bevölkerungsschutz der Autonomen Provinz Bozen in Südtirol und dem Katastrophenschutz des Bayerischen Innenministeriums des Innern, Sport und Integration.

Die APP wurde am 6. September 2019 in Wörgl offiziell vorgestellt.

 

 

Für Bayern hat das Bayerische Kuratorium für alpine Sicherheit e.V. die Kooperation und Einführung der APP in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Innenministrium und den Rettungsleitstellen initiiert. Das Kuratorium ist ein Netzwerk der führenden Alpinverbände in Deutschland.