Im Februar 2026 feierte Skimo bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Bormio Premiere. Für Team Deutschland starteten Tatjana Paller (DAV Tölz), Helena Euringer (DAV Berchtesgaden) und Finn Hösch (DAV Bergland München).
Auf dem Programm standen der Sprint am 19.2.2026 und das Mixed Relay am 21.2.2026. Werfen wir einen gemeinsamen Blick zurück auf die Wettkämpfe, Ergebnisse und das ganz besondere Olympia-Feeling.
Der Olympische Sprint
Die olympische Skimo-Premiere wurde am 19. Februar 2026 durch den Sprint eröffnet. Die Heats, Halbfinale und Finalrunden der Frauen und Männer wechselten sich ab, sodass für anhaltende Wettkampfstimmung gesorgt war.
In den Tagen vor den Rennen hat es in Bormio nochmal geschneit – genug Schnee für die Wettkämpfe, aber auch eine Herausforderung. Am ersten Wettkampftag schneite es erneut kräftig und anhaltend: Das bedeutet im Skimo vor allem weniger Fehlertoleranz. Wechselzonen müssen sauber sitzen, Linien in der Abfahrt müssen passen – und im dichten Feld kann schon ein kleiner Patzer mehrere Plätze kosten. Dennoch ließen sich weder die Athletinnen und Athleten, noch das zahlreich erschienene Publikum von den widrigen Bedingungen abschrecken und sorgten für eine elektrisierende Stimmung auf der Tribüne sowie an der Strecke.
Tatjana Paller lieferte bei der olympischen Skimo-Premiere ein starkes Rennen ab und landete auf Rang vier. Sie beschrieb die Mischung aus besonderer Atmosphäre und Nervosität – und ordnete das Resultat als „gutes Ergebnis“ ein, auch wenn der Blick auf das Podium kurz schmerzt.
„Es war einzigartig – ich habe es total genossen, auch wenn ich sehr nervös war. Platz vier ist ein richtig gutes Ergebnis, wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich es sofort genommen. Aber wenn man die Siegerehrung sieht, denkt man natürlich: Dritter wäre noch cooler – ein lachendes und ein weinendes Auge.“
Für Helena Euringer, eine der jüngsten im Feld, war es ein besonderer Moment: Die Atmosphäre mit Publikum und Stimmung sei „Wahnsinn“ gewesen. Sportlich spürte sie, dass heute nicht alles perfekt zusammenlief – sie fühlte sich „nicht ganz so explosiv“. Entscheidend aus ihrer Sicht: Sie blieb dran, schloss an die Gruppe auf und konnte sogar noch eine Athletin überholen.
„Das war eine riesige Bühne – mit den Zuschauer*innen und der Stimmung einfach wahnsinnig cool.
Finn Hösch ging im Männerfeld in Heat 3 an den Start. Dort zeigte er im Sprint, dass die Form stimmt: „Die Laufleistung war absolut da“, ordnete er sein Rennen im Anschluss ein. Entscheidend wurde jedoch eine taktische Materialentscheidung bei der Fellwahl. Durch haftenden Schnee fehlte ihm im Aufstieg die Gleitphase – vor allem aber veränderte sich dadurch das Handling in der Wechselzone deutlich. Hösch kam „ein bisschen stachsig“ in die Zone, verlor dort viel Zeit und damit im engen Feld den Anschluss.
„Vor allem überwiegt die Freude über dieses Event – ein unvergesslicher Tag, auch unabhängig vom Ergebnis.
Wer live nicht dabei war und auch den Stream verpasst hat, kann hier die Sprint-Rennen in voller Länge anschauen.
Das Olympische Mixed Relay
Am Samstag, den 21. Februar 2026 repräsentierten Tatjana Paller und Finn Hösch Team Deutschland bei einem weiteren olympischen Debüt - das Mixed Relay. In dem Staffelformat wechseln sich Athletin und Athlet in mehreren Heats ab. In Bormio waren 12 Staffeln am Start.
Wieder vor beeindruckender Publikumskulisse repräsentierte sich das deutsche Duo mit viel Mut und offensiver Renngestaltung. Tatjana Paller erwischte einen überraschend schnellen Start und lief zwischenzeitlich weit vorne mit – „voller Euphorie“, wie sie es selbst beschrieb. Das hohe Anfangstempo kostete später Kraft, dennoch blieb das Team im Rennen und hielt die Abstände nach vorn in Reichweite. Finn Hösch setzte in seiner Runde bewusst ein taktisches Zeichen, ging früh hohes Tempo mit und machte im weiteren Verlauf noch Plätze gut. Am Ende stand für Deutschland ein solider 7. Platz, den beide sportlich positiv einordneten: ein Ergebnis, auf dem sich aufbauen lässt – und ein Auftritt, der Kampfgeist und Form für die kommenden Weltcups und die EM in Aserbaidschan zeigte.
„Heute war ich deutlich weniger nervös als im Sprint und konnte das Rennen mehr genießen. Ich habe mich richtig gut gefühlt, wir haben mutig versucht, das Rennen offensiv anzugehen – und auch wenn es sehr wehgetan hat, hat es sich gut angefühlt.“
„Die Spiele waren unglaublich überwältigend – so viele Eindrücke in so wenigen Tagen. Im Mixed haben wir uns stark präsentiert, Kampfgeist gezeigt und sind mutig ins Rennen gegangen."
Wer live nicht dabei sein konnte und auch den Stream verpasst hat, kann hier das Mixed-Relay-Rennen in voller Länge anschauen.
Die Olympischen Disziplinen 2026 im Überblick
SPRINT
WIE FUNKTIONIERT DER WETTBEWERB?
Ein kurzer, technisch anspruchsvoller Kurs mit Aufstieg, Abfahrt und Tragepassage. Pro Lauf werden rund 70 Höhenmeter überwunden. Am höchsten Punkt werden die Felle entfernt, bevor die Abfahrt folgt. Mehrere Qualifikations- und Ausscheidungsläufe führen ins Finale. Renndauer: ca. 3,5 Minuten pro Lauf. Entscheidend sind diese Wechselphasen zwischen Aufstieg & Abfahrt, denn im Sprint zählt jede Sekunde.
MIXED STAFFEL
WIE FUNKTIONIERT DER WETTBEWERB?
Im Mixed Relay startet pro Nation nur ein Team. Jedes Team besteht aus einer Frau und einem Mann, gelaufen wird immer in der Reihenfolge W–M–W–M. Die Teams stehen bei einem Massenstart (alle starten gleichzeitig) in zwei Reihen, die Startpositionen werden nach der olympischen Mixed-Relay-Rangliste gesetzt.
Jede*r Athlet*in läuft zwei Runs, und jeder Run besteht aus zwei Loops mit je einem Aufstieg und einer Abfahrt. Der Wechsel erfolgt in der Handover Zone: Der ankommende Athlet bzw. die Athletin muss innerhalb der Zone den/die Nächste mit der Hand berühren (Körperkontakt), erst dann darf die nächste Person starten. Das Team, das nach der vierten Runde als erstes im Ziel ist, gewinnt.