Alpenverein wächst auf Rekordwert: 1,64 Millionen Mitglieder und über 36.000 Ehrenamtliche

- Der Deutsche Alpenverein (DAV) verzeichnet einen neuen Höchststand: 1.638.652 Menschen sind derzeit Mitglied im größten Bergsportverband der Welt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 68.050 Mitgliedern (+4,3 Prozent). Gleichzeitig wächst auch das Engagement im Verein: 36.640 Menschen engagieren sich ehrenamtlich im DAV und in der Jugend des DAV (JDAV) und leisten gemeinsam rund 2,6 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) verzeichnet einen neuen Höchststand: 1.638.652 Menschen sind derzeit Mitglied im größten Bergsportverband der Welt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 68.050 Mitgliedern (+4,3 Prozent). Gleichzeitig wächst auch das Engagement im Verein: 36.640 Menschen engagieren sich ehrenamtlich im DAV und in der Jugend des DAV (JDAV) und leisten gemeinsam rund 2,6 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr.

Mitgliederentwicklung 2015-2025, Stand 31.12.2025, Grafik: DAV

Die neue Ehrenamtsstatistik zeigt vor allem die große Leistung der DAV-Sektionen, in denen der überwiegende Teil dieses Engagements stattfindet. Ehrenamtliche organisieren Touren und Kurse, betreuen Kinder- und Jugendgruppen, engagieren sich im Naturschutz und übernehmen Verantwortung für die Sektionen. 2.240 Ehrenamtliche arbeiten in den Vorständen der Sektionen, 5.138 engagieren sich als Referent*innen oder Beiräte, und 28.869 Trainer*innen, Fachübungsleiter*innen und Gruppenleitungen gestalten das Bergsport- und Vereinsangebot.

Alle Zahlen auf einen Blick: die Ehrenamtsstatistik 2025, Grafik: DAV/ Marmota Maps

Auch strukturell ist das Ehrenamt im DAV insgesamt gut aufgestellt: Von 355 Sektionen sind derzeit nur vier ohne ersten Vorsitz. Gleichzeitig zeigt die Statistik, dass Führungspositionen häufiger neu besetzt werden müssen: Im Jahr 2025 kam es in 51 Sektionen zu einem Wechsel im Vorsitz (2015: 28). Die Gewinnung von ehrenamtlichen Führungskräften bleibt damit eine Herausforderung – nicht nur im DAV, sondern für viele Vereine.

Einige Sektionen reagieren darauf bereits mit neuen Formen der Vereinsführung, etwa Vorsitzenden-Doppelspitzen, Dreierspitzen oder Teamlösungen im Vorstand. Diese Modelle verteilen Verantwortung auf mehrere Schultern und können helfen, ehrenamtliches Engagement langfristig zu sichern.

Unterstützt werden die Ehrenamtlichen von rund 1.600 hauptberuflichen Mitarbeitenden in den Sektionen, von denen knapp 58 Prozent auf Minijobbasis tätig sind. Auch daran zeigt sich, welchen hohen Stellenwert das Ehrenamt im Deutschen Alpenverein hat. Die Arbeit des DAV entsteht damit vor allem vor Ort in den Sektionen – getragen vom Engagement der Mitglieder.

Der Frauenanteil bei den Mitgliedern bleibt weiterhin stabil bei 44,4 Prozent. In den Führungspositionen der Sektionen sind sie jedoch deutlich seltener vertreten: 12,4 Prozent der ersten Vorsitzenden sind weiblich. Damit liegt ihr Anteil erstmals über der Zehn-Prozent-Marke.

Melanie Grimm, DAV-Vizepräsidentin, Foto: Tobias Hase

"Herzlichen Dank all jenen, die sich in unseren Sektionen mit Ideen, Visionen und Leidenschaft überall im Land aktiv sind und für unsere gemeinsamen Werte einstehen! Besonders im Naturschutz sowie in der Kinder- und Jugendarbeit, stehen derzeit Menschen und Vereine, die sich klar für Vielfalt, Offenheit und Toleranz einsetzen, vermehrt unter Druck. Danke, dass sie den Mut nicht verlieren und sich – wo immer sie können – für den DAV engagieren. Das Ehrenamt bleibt für den DAV unverzichtbar! Wir brauchen euch!"

Melanie Grimm, DAV-Vizepräsidentin

Mitgliederumfrage: Hohe Zufriedenheit und starke Verbundenheit

Die bundesweite Mitgliederumfrage aus dem Jahr 2025 zeigt eine sehr hohe Zufriedenheit und starke Bindung der Mitglieder des Deutschen Alpenvereins. Mehr als 20.500 Mitglieder aus 278 Sektionen nahmen daran teil.

Ergebnisse DAV-Mitgliederumfrage 2025, Grafik DAV/ Lana Bragin

Mit Blick auf die Ergebnisse betont DAV-Vizepräsidentin Melanie Grimm:
„Die Rückmeldungen unserer Mitglieder sind ein deutliches Signal, dass wir als DAV auf dem richtigen Weg sind. Alle Engagierten im Verein – allen voran die Ehrenamtlichen, aber auch viele im Hauptberuf – leisten großartige Arbeit. Das Angebot, das sie auf die Beine stellen, wird von unseren Mitgliedern offensichtlich sehr geschätzt.“

Die Ergebnisse zeigen auch, welche Aufgaben den Mitgliedern besonders wichtig sind. Am häufigsten nannten sie den Erhalt von Hütten und Wegen (91 Prozent), den Naturschutz (76 Prozent) sowie die Förderung des Bergsports (56 Prozent). Diese Themen prägen die Arbeit des Deutschen Alpenvereins – und werden zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen getragen, etwa im Tourenprogramm, in der Jugendarbeit oder bei der Pflege von Hütten und Wegen.

Wandern verbindet – Wunsch nach Natur- und Klimaschutz

Ein Ergebnis der Umfrage sticht besonders hervor: 95 Prozent der Befragten geben an, dass Wandern ihre bevorzugte Bergsportart ist. Damit wird deutlich, wie stark diese Form der Bewegung viele DAV-Mitglieder verbindet. Auf den weiteren Plätzen folgen Bergsteigen/Hochtourengehen (48 Prozent), Klettersteiggehen (46 Prozent), Ski Alpin/Snowboard (46 Prozent) und Mountainbiken (34 Prozent).

Die Umfrage zeigt zudem eine starke Naturverbundenheit der Mitglieder. 87 Prozent wünschen sich, dass sich der DAV aktiv für Natur- und Klimaschutz einsetzt. Besonders wichtig sind ihnen dabei: 

  • die Förderung naturverträglichen Bergsports (68%) 

  • der Erhalt der Artenvielfalt (65%) 

  • der Schutz unverbauter Naturräume (57%) 

Zu den häufig genannten Anliegen gehören außerdem klimafreundliche Anreise, nachhaltige Bewirtschaftung sowie bewusstes Konsumverhalten auf den Hütten.

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