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Plantsch-Pause

07.07.2017, 08:48 Uhr

Die Alpen sind voll von herrlich erfrischenden Bergseen und kühlen Klammen. Bei Hitze bieten sie eine perfekte Abkühlung. Hier sind unsere Top 5 – und die passenden Tipps

Der Versteckte: Alpsee mit Lechquelle

Nein, mit dem bekannten Großen Alpsee hat dieser Alpsee nichts zu tun: Unser Alpsee (siehe Foto oben) liegt oberhalb der Ravensburger Hütte (1948 m, bei Zürs, Vorarlberg) und gehört zu den Attraktionen für Bergsteiger, die die Lechquellen-Runde wandern. Auf der gewellten Wiesenlandschaft rund um den See lassen sich die herrliche Natur und das klare Wasser besonders genießen. Die Lechquellenrunde auf alpenvereinaktiv.com ansehen

 

Die Malerischen: Königssee und Obersee

Wie ein Fjord bettet sich der berühmte Königssee in die Berchtesgadener Alpen. Umrahmt wird sein grün schimmerndes klares Wasser von Wäldern, Felsen und der imposanten Ostwand des Watzmann-Massivs. Fitte Bergwanderer gehen zunächst vom Parkplatz in Schönau am Königssee über den Rinnkendlsteig nach St. Bartholomä. Dort fährt das Schiff bis in die hinterste Ecke, zur Salet-Alm. Nach einem kurzen Abstecher zum Obersee ist man hoffentlich genug aufgewärmt für ein Bad im (sehr) kühlen Nass: Der See knackt selbst im Sommer nur selten die 20-Grad-Marke. Die Tourenbeschreibung zum Rinnkendlsteig findet man auf alpenvereinaktiv.com

 

Der Verträumte: Schrecksee

Umgeben von dichtem Grün liegt der Schrecksee auf 1813 Meter. Kein Wunder, dass der See in den Allgäuer Alpen so beliebt ist. Und noch eine Attraktion zeichnet ihn aus: Er ist der einzige Bergsee mit einer echten Insel. Wer Baden möchte, muss zuvor die Waden anstrengen: Der Schrecksee ist nur zu Fuß erreichbar. Talort ist das nordwestlich gelegene Hinterstein. Von dort führt ein Weg in rund drei Stunden durch das Hintersteiner Tal zum verträumten Schrecksee. Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com

 

Der Wildromantische: Ferchensee

Unzählige kleine Bäche speisen den Ferchensee, der inmitten der wildromantischen Natur Mittenwalds liegt. Rund um den See gibt es viele leichte Wanderwege, die sich auch für Kinder eignen. Und wem das erfrischende Nass von außen nicht reicht, kann die Kehle mit Eis und Getränken kühlen – das Gasthaus Ferchensee liegt direkt in der Nähe. Tipp: In etwa 2,5 Stunden wandert man um den Lauter- und Ferchensee. Die Tour gibt es auf alpenvereinaktiv.com

 

Die Spektakuläre: Weißbachschlucht

Steile Wände über die Wasserfälle spritzen, tiefe Becken (sogenannte Gumpen) – aber auch gemütliche Bachlandschaften: Die spektakuläre Weißbachschlucht im Berchtesgadener Land eignet sich hervorragend für einen erfrischenden Tag im Hochsommer. Vorsicht: Die Wege sind oft nass und manchmal etwas absturzgefährdet. Festes Schuhwerk und ein sicherer Tritt sind notwendig. Die Tour auf alpenvereinaktiv.com ansehen

 

Plantschen in den Alpen – Dos and Don‘ts

  • Do: Abfrischen
    Wer mehr als nur die Extremitäten erfrischen möchte, sollte den Körper langsam ans kühle Nass gewöhnen: Die meisten Alpenseen sind „saukalt“. Wer mit überhitztem Körper reinspringt, riskiert ernsthafte Kreislaufprobleme.
  • Don‘t: Ein Freibad eröffnen
    Schön (und schön ruhig) sind die Berge – das erfreut Wanderer und Tiere gleichermaßen. In dieses Ambiente passt die akustische Schwimmbadatmosphäre nicht so gut hinein, oder?
  • Do: Sich informieren
    Nicht in allen Gewässern ist Baden erlaubt oder ratsam. Es gilt also, sich vorher zu informieren und Regelungen zu beachten. Bei beliebten Badeseen gibt es zum Beispiel oft ausgewiesene Badeplätze, die man zum Wohle der Natur auch nutzen sollte.
  • Don‘t: Schilf betreten
    Gerade zur Brutzeit gehört der Schilfgürtel den Vögeln.
  • Do: Auf die Sicherheit achten
    Besonders Klammen locken Badegäste mit ihrer natürlichen Schönheit. Vor dem Badespaß steht jedoch die Sicherheit: Gerade moosige Steine sind oft rutschig. Auch die Strömung und etwaige Absturzgefahren gilt es zu berücksichtigen.
  • Don‘t: Wasser verschmutzen
    Frisch eingecremt und dann gleich ins Wasser? Keine gute Idee: Wenn die Sonnencreme noch nicht eingetrocknet ist, verschmutzt ihr Öl das Wasser – schlecht für die Natur.