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Lästige Begleiter - auch auf Bergtouren!

23.07.2020, 08:09 Uhr

Bettwanzen sind mittlerweile auch in den Berghütten angekommen. Mit ein paar einfachen Regeln kann ihre Ausbreitung aber zumindest eingedämmt werden. Damit Hüttengäste die unliebsamen Begleiter nicht im Gepäck mitschleppen, geben wir Empfehlungen an die Hand.

Egal ob Nobelhotel, Jugendherberge oder Berghütte, seit einigen Jahren breiten sich Bettwanzen vermehrt in Übernachtungsbetrieben aus. Alpenweit müssen immer wieder aufwändige Bekämpfungsmassnahmen in betroffenen Unterkünften ergriffen werden. Grund genug, dass die Alpinvereine neben den Wirtsleuten auch die Hüttengäste zu Präventionsmaßnahmen informieren.

 

 

Bettwanzen wandern mit!

Wie lässt sich Bettwanzenbefall erkennen, was ist zu tun, welche Behandlungsmethoden gibt es und welche Präventionsmassnahmen sind zu treffen, mit all diesen Fragen müssen sich die Hüttenwirtsleute auseinandersetzen. Wichtig zu sagen ist, dass Bettwanzenbefall nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat, sondern vor allem durch die globale Reisetätigkeit begünstigt wird.

Darum können auch Hüttengäste einen entscheidenden Teil dazu beitragen, einen Befall zu verhindern oder die Weiterverbreitung einzudämmen.

 

Informationen dazu stehen im Flyer "Bettwanzen wandern mit!"

 

CAA_Bettwanzen_Flyer_deutsch [757 kb]

 

Ein alpenweites Thema

Da sich das Thema nicht auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, wurde der Informationsflyer auch in englischer, französischer und italienischer Sprache übersetzt.

Ein Flyer in slowenischer Sprache ist in Vorbereitung. 

 

CAA_Bettwanzen_Flyer_englisch [795 kb]

CAA_Bettwanzen_Flyer_französisch [796 kb]

CAA_Bettwanzen_Flyer_italienisch [754 kb]

 

„Wir werden von den Bettwanzen links überholt!“

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Bereits zum 3. Mal trafen sich am 27. November 2019 Alpenvereinsfunktionäre, Hüttenwirtsleute und Experten und Expertinnen, um über die unliebsamen Bettwanzen auf Alpenvereinshütten zu reden und Lösungen zu finden. Robert Kolbitsch, Ressortleiter Hütten und Wege vom Deutschen Alpenverein (DAV), hat das Thema „Bettwanzen“ 2017 ins Rollen gebracht, nachdem mehrere Hütten vor allem im Kaisergebirge von Bettwanzen befallen waren. Rasch war klar, es ist kein Problem der Hütten alleine, sondern betrifft öffentliche Verkehrsmittel ebenso wie die Hotellerie im Tal. Aber während das Thema im Tal möglichst totgeschwiegen wurde und wird, entschied sich der Alpenverein für die Flucht nach vorne. Aufklärung und Bewusstseinsbildung sowie eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit sollten auf das Problem aufmerksam machen und gemeinsam zu Lösungen führen. 

Alpenverein geht bei Bekämpfung der Bettwanzen in die Offensive

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Der boomende Tourismus macht’s möglich: Bettwanzen sind weltweit auf dem Vormarsch – und zwar umso mehr, je weniger darüber geredet wird. Denn für effiziente Gegenmaßnahmen müssen alle Bescheid wissen und zusammenhelfen, Gastgeber und Gäste. Die Alpenvereine gehen deshalb in die Offensive und machen das Problem öffentlich. „Wir haben Wanzen auf unseren Berghütten. Ich schätze, dass mindestens zehn Prozent betroffen sind“, sagt Robert Kolbitsch, der beim DAV für die Hütten verantwortlich ist. „Die gute Nachricht ist: Es gibt sehr wirksame Maßnahmen gegen Wanzen. Dabei sind sowohl die Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte als auch die Gäste gefragt.“