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Erhöhte Unfallgefahr auf Hochtouren

28.06.2022, 09:14 Uhr

Die Saison für Hochtouren beginnt erst langsam, doch bereits jetzt im Frühsommer muss vor besonderen Gefahren gewarnt werden. Das Unfallrisiko ist derzeit stark erhöht. Darauf weist das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit (ÖKAS) hin.

Auf den Gletschern in den Alpen herrschen besondere Bedingungen. Im Winter hat es nicht viel geschneit und die warmen Temperaturen haben dafür gesorgt, dass Schneebrücken auf den Gletschern gar nicht vorhanden oder so schwach sind, dass Spaltenstürze leicht passieren können. Dies bestätigt Alexander Radlherr von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Viele Gletscher in den Alpen sind bereits am Beginn der Saison komplett schneefrei. Bergsteiger*innen treffen außerdem vielerorts auf ausgeapertes Blockgelände. Auch hier ist die Gefahr von Unfällen höher als sonst.

Die Gletscherbäche führen bereits so viel Wasser wie im Hochsommer. Normalerweise wird der Abfluss um diese Jahreszeit durch die Schneeauflage gebremst. Das muss bei der Planung berücksichtigt werden. „Vorsicht ist geboten und eine gute Tourenvorbereitung sowie ein Umdenken werden erforderlich“, erklärt Peter Paal, Präsident des ÖKAS.

Die Statistik des ÖKAS zeigt: Die Hauptursache bei Unfällen in der vergangenen Saison ist Sturz, Stolpern oder Ausgleiten (48 Prozent). Bei tödlichen Unfällen sind es im 10-Jahres-Mittel 27 Prozent. 8 Prozent gehen auf Spaltenstürze zurück.

 

Weitere Infos zu Präventivmaßnahmen und Unfallzahlen gibt es auf der Seite des ÖKAS.