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Digitale Bergkultur: Alpines Museum für zuhause

18.02.2021, 10:27 Uhr

Moderner, offener, barrierefreier - das Alpine Museum des Deutschen Alpenvereins wird umgebaut. Bis voraussichtlich Sommer 2023 bleibt das Haus geschlossen. Trotzdem muss niemand auf kulturelle Berg-Highlights verzichten: Das Alpine Museum präsentiert sich ab sofort digital, virtuell und mit einem bunten Angebot.

Das Alpine Museum schließt seine Türen. Aktuell ziehen die Bibliotheksbestände, das Archiv, die Sachgut-, Grafik- und Kunstsammlung in ein externes Depot um. Ab Juni beginnt der Umbau, durch den das Museum modernisiert wird und zukünftig größere und offenere Ausstellungs- und Bibliotheksflächen erhält. „Unsere Bibliothek bekommt einen prominenten Platz im Gebäude“, erzählt Melanie Grimm, Vize-Präsidentin des DAV. „Dadurch bekommt der Aufenthalt im Alpinen Museum für Besucherinnen und Besucher insgesamt eine neue Qualität. Außerdem schaffen wir endlich behindertengerechte Zugänge.“ Auf Bergkultur muss während der Schließung dennoch niemand verzichten. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in den vergangenen Wochen sehr fleißig und haben ein abwechslungsreiches, digitales Angebot kreiert“, freut sich Friederike Kaiser, Geschäftsbereichsleiterin Kultur beim DAV.

 

Virtueller Rundgang durch die Jubiläumsausstellung „Die Berge und wir“

Ein besonderes kulturelles Highlight ist der virtuelle Rundgang durch die Jubiläumsausstellung „Die Berge und wir“, realisiert von Thomas Rychly. „Wir freuen uns sehr über die Digitalisierung unserer Jubiläumsausstellung“, erzählt Melanie Grimm. „Ab sofort können Bergbegeisterte aus ganz Deutschland trotz Museumsschließung Alpinkultur von zuhause aus genießen.“

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Menschen, die sich im Alpenverein engagieren und ihn gestalten. Sie zeigen stellvertretend, wie sich Vorlieben, Haltungen und Werte im Lauf von über 150 Jahren wandelten, aber auch, wie die Menschen sich in den Bergen bewegten und mit wem sie unterwegs waren. Eine Reise durch anderthalb Jahrhunderte Berggeschichte, das bedeutet auch: Von der Entdeckerfreude über den Schwierigkeitsalpinismus bis hin zur Individualisierung des Bergsports – die Entwicklungen im Verein spiegeln oftmals auch gesamtgesellschaftliche Veränderungen wider. „Die Ausstellungsobjekte, Bilder und Dokumente stammen größtenteils aus den Sammlungen von ÖAV und DAV, ihrer Sektionen und Mitglieder“, erklärt Friederike Kaiser. „Viele von ihnen wurden 2019 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und ermöglichen einen neuen Blick darauf, wie sich der Alpenverein entwickelte und sich das Interesse an den Bergen und dem In-die-Berge-Gehen verschob.“

 

Historisches Alpenarchiv in modernem Design

Auch das Archivportal der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol, das Historische Alpenarchiv, wurde mittels einer fortschrittlicheren Software fit für die digitale Zukunft gemacht und ermöglicht trotz Schließung des Museums den Zugang zu einem Großteil der Sammlungen.

 

In dem Archiv werden die Bestände der drei Alpenvereine, die nach 1945 aus dem ehemaligen DuOeAV entstanden sind, virtuell vereinigt. „Dafür mussten über 200.000 Datensätze umgezogen werden“, berichtet Sandra Tesauro, Bibliothekarin beim DAV. Das Ergebnis ist eine moderne, übersichtlichere, benutzerfreundlichere Oberfläche und vor allem eine sehr schnelle Suche. „Den Nutzer erwartet eine einzigartige Sammlung aus Gemälden, Dokumenten, Grafiken, Fotografien, Plakaten und Gebrauchsgegenständen der Kulturgeschichte des Alpenraums“, freut sich Stefan Ritter, Archivar beim DAV.

 

Als Beispiel für den riesigen Fundus an Bergkultur seien folgende Zahlen genannt: rund 44.000 Fotos und Fotoalben, darunter circa 11.000 Landschaftsaufnahmen, 10.000 Hüttenfotos, 4.500 Bergsteiger und 500 Bergsteigerinnen. Oder 17.000 Objekte: 7.500 Grafiken, Aquarelle und Gemälde, circa 200 Rucksäcke, 50 Hosen, 100 Paar Skier und rund 250 Paar Schuhe.

 

Bautagebuch: Das Alpine Museum ändert seine Gestalt

Neu im digitalen Bergkultur-Angebot ist auch ein Bautagebuch. Es informiert alle Interessierten über den Fortschritt im Museumsumbau. Berichte der verantwortlichen Architekten, Michael Feil Architekten Regensburg, sind ebenso geplant wie eine Web-Kamera, die die Veränderungen visuell dokumentiert. Aktuell erzählen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Museum und Archiv, was es bedeutet, wenn rund 50 Tonnen Bergkultur eingepackt und für die Dauer des Umbaus umgezogen werden müssen. Für Stefan Ritter ein ungewohnter Anblick: „Waren die alten Archivräume stets abgedunkelt, sehen wir nun große, sonnendurchflutete Räume, in denen sich lediglich noch die Stahlskelette der Regale befinden. Das Museum hingegen hat sich in eine riesige Lagerfläche verwandelt, fast wie bei Indiana Jones. 47 Paletten und circa 100 Umzugskartons warten nun auf den Weitertransport und Wiederaufbau im neuen Depot.“

 

Geschichte online erzählt

Inhalte im Museum aufarbeiten und für ein Bergsteigerpublikum inszenieren, das kann der DAV seit Eröffnung des Alpinen Museums am 17. Dezember 1911. Seit dem Jubiläumsjahr 2019 existiert drüber hinaus die Webseite alpenverein.de/geschichte, auf der sich der DAV umfassend in verschiedenen Themenblöcken mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Verbandes auseinandersetzt. "Unsere Idee war es, die Geschichte des Alpenvereins für eine möglichst breite Zielgruppe attraktiv zu gestalten. Dabei ging es uns explizit darum, dass man sich nicht durch einen endlosen Zeitstrahl klicken muss, sondern die mehr als 150 Jahre Alpenvereinshistorie, die in weiten Teilen auch die Geschichte des Bergsteigens ist, in kleinen Happen zu sich nehmen kann,“ erklärt Friederike Kaiser. Und so erzählt alpenverein.de/geschichte die spannendsten Geschichten über viele verschiedene Themenbereiche hinweg: Von der Faszination, die das Hochgebirge auf die Menschen vor 150 Jahren ausübte, über die Erschließung mit Hütten und Wege oder die Gründung und Etablierung des Naturschutzes im DAV bis hin zur Geschichte des Bergsports und Olympia sowie dem Antisemitismus im Alpenverein.

 

Rückblick Sonderausstellungen und digitaler Abschied

"Das Alpine Museum lebt natürlich nicht allein von Ausstellungen“, merkt Friederike Kaiser an. „Sondern in erster Linie von den Besucherinnen und Besuchern, die sich für Bergkultur interessieren. Deshalb wollten wir anlässlich der Schließung auch ihnen ein Forum geben. Quasi ein digitaler Abschied, da ein Adieu vor Ort aufgrund von Corona nicht realisierbar war.“ Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DAV erzählen sie, warum das Alpine Museum sie begeistert und worauf sie sich in 2023 freuen.

 

Wer Sonderausstellungen der vergangenen Jahre verpasst hat, erhält ab sofort einen Überblick über 35 Ausstellungen, die das Alpine Museum in den vergangenen 25 Jahren verwirklicht hat. Darunter "gerade wild. Alpenflüsse", "Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918 - 1945", "Ungeheuer - Zauberhaft. Märchen, Sagen und Geschichten aus den Alpen" oder "Heidi. Mythos - Marke - Medienstar. Eine Ausstellung zum Phänomen Heidi".

 

Service für die Presse

 

Bautagebuch

Umbau des Alpinen Museums

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Wie ist der aktuelle Stand der Baumaßnahmen auf der Praterinsel? Wie geht es voran? Was wurde bisher geschafft, was sind die kommenden Herausforderungen? Mitarbeiter*innen des Alpinen Museums berichten von der Baustelle.

Virtueller Rundgang durchs Alpine Museum

Alpines Museum wird während Umbau digital

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Das Alpine Museum ist zwar geschlossen, doch möchten wir Sie herzlich zu einem digitalen Rundgang einladen. Beim digitalen Besuch des Alpinen Museums sehen Sie die DAV-Jubiläumsausstellung „Die Berge und wir!“ und können zusammen mit dem Fotografen die „Ur-Hölle“, den ersten Bau der Höllentalangerhütte, der in den Garten des Alpinen Museums transferiert wurde, erkunden.   Die Ausstellung „Die Berge und wir!“ ist auch Basis für unsere neue Dauerausstellung, die wir 2023 eröffnen möchten. Wenn Sie Anregungen und Kritik haben oder einfach einen Kommentar schicken wollen, schicken Sie uns ein Mail unter alpines[Punkt]museum[Klammeraffe]alpenverein[Punkt]de. Wir veröffentlichen Ihre Mails auf dieser Seite in unserem elektronischen Gästebuch.  

Eure Wünsche ans Alpine Museum

Wir verabschieden uns für die Zeit des Umbaus

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Gesammelte Kommentare von Freund*innen, Besucher*innen, Unterstützer*innen und anderen Weggefährt*innen des Alpinen Museums in München. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen nach unserem großen Umbau. Wir sind gespannt und Ihr/Sie dürft es auch sein. body.desktop .article .text .cmswysiwyg .embed-responsive, body.desktop #museumiframe{ height: 3300px !important; } body.tablet .article .text .cmswysiwyg .embed-responsive, body.tablet #museumiframe { height: 4800px !important; } body.mobile .article .text .cmswysiwyg .embed-responsive, body.mobile #museumiframe { height: 9300px !important; }  

Das Historische Alpenarchiv - Recherchetool für Archiv und Sammlungen

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Ab sofort ist die neue Onlinesuche des Historischen Alpenarchivs online. Es erwartet Sie eine neue Suchoberfläche, ein modernes Layout und eine schnellere Suche.