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Bergnotfallstatistik 2018 des SAC: mehr Notfälle aufgrund schönen Wetters

11.03.2019, 08:52 Uhr

Im Jahr 2018 sind in den Schweizer Alpen und im Jura 3211 Personen in eine Notlage geraten und mussten von der Bergrettung gerettet oder geborgen werden. Dies entspricht einer Steigerung von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim klassischen Bergsport sind 135 Menschen tödlich verunfallt.


Die Bergrettungsorganisationen bargen 2018 in den Schweizer Alpen und im Jura 3211 Personen – inklusive der unverletzt Geretteten oder Erkrankten. Diese Bilanz ergibt eine Zunahme von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2712 Beteiligte). 1021 Personen konnten gesund oder nur leicht verletzt gerettet werden. Bei den klassischen Bergsportarten waren bei allen Kategorien mehr Notfälle zu verzeichnen.

 

Auch die Zahl der Todesfälle ist mit 207 (Vorjahr 154) deutlich höher. Als häufigste Ursache nennt die Statistik Abstürze, mit 120 Opfern (Vorjahr 80). Beim Bergsport kamen bei 117 Unfällen 135 Personen ums Leben, rund 30 Prozent mehr als 2017. Mit 34 Personen (Vorjahr 10) sind vor allem deutlich mehr Skitourengeherinnen und -geher tödlich verunfallt. Lawinenunfälle (15), Erschöpfung und Erfrieren (7) waren hier die Hauptursachen. Auch auf Hochtouren waren deutlich mehr Alpinisten von einem Notfall betroffen. Die Zahl der tödlich verunfallten Personen ist mit 21 jedoch im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Beim Klettern sind 6 Personen tödlich verunfallt (Vorjahr 2). Fünf davon sind wegen einer Fehlmanipulation bei der Seilhandhabung tödlich abgestürzt. Beim Bergwandern ist die Zahl der tödlich Verunfallten mit 57 Personen etwas höher als im Jahr zuvor. 54 davon kamen durch einen Absturz ums Leben, die Meisten abseits von markierten Berg- und Wanderwegen.

 

 

Ideale Wetterbedingungen lockten viele Tourengänger in die Berge  

Der SAC führt die sehr hohe Zahl von Bergnotfällen vor allem auf die hohe Tourentätigkeit zurück: Ein schneereicher Winter und ein sehr langer, trockener Sommer mit einem direkt anschliessenden sonnigen Herbst lockten viele Menschen in die Berge.

 

Unfallstatistik als Download

Die Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpenvereins (SAC) finden Sie unten in den Downloads.