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Risikomanagement

Eigenverantwortung und Selbständigkeit

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Es gibt keine Bergtour ohne Risiko und Unsicherheit. Verantwortungsbewusste Bergsteiger*innen sind sich dessen bewusst und bemühen sich, Gefahren zu erkennen und ihnen mit Können und Verstand zu begegnen. Dieses "Risikomanagement" systematisch zu erlernen und zu verinnerlichen, ist eine wichtige Aufgabe der alpinen Ausbildung – für die Arbeit in den Sektionen, wie für jede private Unternehmung.

Risikokommunikation

Begriffe und Definitionen

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Risikokommunikation und Begriffsklärung gehören zu den Aufgaben des DAV. Es geht dabei darum, Risiken klar zu benennen und Abwägungen transparent zu kommunizieren. Denn es gibt eine Vielzahl von Veröffentlichungen, die die Begriffe „rund ums Risiko“ teilweise unterschiedlich deuten und benutzen.

Risikomanifest

Positionen des DAV

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„Risiko – Gefahr oder Chance“ – unter diesem Blickwinkel erarbeiteten Alpin- und Sicherheitsprofis, Pädagog*innen und Psycholog*innen das „Risikomanifest“ des Deutschen Alpenvereins. Es wurde auf der DAV-Hauptversammlung am 28. Oktober 2005 in Berchtesgaden verabschiedet. Unterwegs in naturbelassenen Räumen kann der Mensch seine Kompetenzen eigenverantwortlich entwickeln und erleben. Wer Bergsport betreibt, ist bereits im Eigeninteresse angehalten, sich sorgfältig auf Unternehmungen vorzubereiten, sich angemessen auszurüsten und auf Tour verantwortungsvoll zu handeln. Diese Verpflichtung gilt erst recht, wenn auch andere vom Handeln betroffen sein können. 

Lawinenrisiko beim Schneesport

Wie männlich ist der Lawinentod?

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"Skitouren sind nicht gefährlicher als Autofahren“, hört man oft. Die Schweizer Lawinenforscher Kurt Winkler und Frank Techel haben nun umfassende Daten analysiert und manch Überraschendes herausgefunden.

Wieder nichts gelernt

Lernen aus Bergunfällen?

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Warum Unfallanalysen zur Optimierung der eigenen Handlungen in der Praxis weit schwieriger sind als allgemein angenommen – das analysiert der Bergführer und Unfallforscher Walter Würtl.

Berechnen oder Beurteilen?

Risikomanagement philosophisch betrachtet

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Wer sich beim Umgang mit Unsicherheiten nur auf Regeln verlässt, entmündigt sich selbst. Eigenverantwortlicher Bergsport beruht auf geschulter Urteilskraft – und dazu braucht es Erfahrungen, die auch mal abseits des Normierten stattfinden. Der Philosoph Jens Badura plädiert darüber hinaus für die Bereitschaft, sich auf das Unerwartete im Leben einzulassen.

Neue Risikokultur statt Heldenepos

Risikokultur philosophisch betrachtet

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Risiken und Gefahren gehören zum Bergsport wie Erfolg und Freude. Und hundert Prozent Sicherheit sind nie zu haben. Deshalb brauchen wir eine neue Kultur, die eigenverantwortliche Entscheidungen zum Risiko fördert und akzeptiert.

Sicherheit gemeinsam schaffen

Risikokultur in Kletterhallen

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Auch beim Hallenklettern kann man sterben. Aber man muss es nicht: wenn sich alle Aktiven bemühen, informiert und gut zu agieren. Martin Schwiersch skizziert die Kultur einer Kletter-Community, die Sicherheit gestaltet, statt von Vorgaben und Restriktionen gesteuert zu werden. Klettern ist ein entwickelter Sport: Er besteht seit weit über 100 Jahren, und seit jeher wird an Ausrüstung und Technik entwickelt und gefeilt. Das Sportklettern gab sich zwar ein neues Set von Regeln, übernahm jedoch im Wesentlichen die bereits bestehenden Sicherungstechniken. Der Schritt zum Klettern indoor war dann nur mehr klein, denn es lag ja schon alles bereit – es mussten nur noch die Hallen gebaut werden, die den Fels nachbildeten, wie die Kletterer ihn von draußen kannten. Hallenklettern war somit Klettern „so wie draußen“, nur drinnen: eigenverantwortliches Handeln selbstständiger Seilschaften an fix angebrachten Sicherungspunkten und Umlenkungen.   Diese Selbstverständlichkeit wurde in den vergangenen Jahren brüchig: Kletterer und Verbände sahen sich vor die Frage gestellt, ob „dynamische Sicherungsgeräte“ noch empfohlen werden können, Hallenbetreiber wurden mit „Fallschutzböden“ konfrontiert. Klettern in der Halle sei eben nicht mehr das Klettern im freien, ungeregelten alpinen Raum. Statt nur mit den Augen des Alpinisten sollte es auch aus der Perspektive der Sicherheitstechnik betrachtet werden – und diese stelle die Unfallvermeidung durch Regeln und Verfahren an oberste Stelle: Immerhin seien regelmäßige Sicherungsmängel zu beobachten, und es würden auch Dritte gefährdet. Die Freiheit des Einzelnen und ein gewisser Widerwille, sich Regeln zu unterwerfen, könne keine Haltung in der Halle sein.   Diese Veränderungen veranlassten die Sicherheitsforschung des DAV, beim Expertensymposium „Risikokultur der Zukunft“ im Oktober 2014 auch das Hallenklettern zu thematisieren: Wie soll Hallenklettern betrieben werden? Wie gehen wir mit den Risiken um, die es dort gibt? 

Weißt du, dass du nichts weißt?

Zur Psychologie beim Umgang mit Lawinenrisiko

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Die menschliche Erkenntnisfähigkeit ist begrenzt – und wird leicht zum Opfer psychologischer Fallstricke. Wie können wir dann gute Entscheidungen gegenüber der Lawinengefahr treffen? Dazu hat sich der Psychologe Manfred Ruoß Gedanken gemacht. (Der Text ist ursprünglich in DAV Panorama 6/2020 erschienen. In seinem ergänzenden Beitrag "Wer bremst, verliert" stellt er seine Gedanken in größere Zusammenhänge und geht auf Details näher ein.)   Es gibt jährlich eine dreistellige Zahl von Lawinentoten. Oft sind erfahrene Tourengeher unter den Opfern. Lawinen sind multifaktoriell verursachte Naturphänomene, die Beurteilung von Lawinengefahr ist entsprechend komplex. Lawinenwarndienste in Europa benutzen fünf Lawinengefahrenstufen und benennen zudem fünf Lawinenprobleme (typische Gefahrenmuster), regionale Gefahrenstellen und Informationen zur Schneedecke. Zur Entscheidung vor Ort kann man die Schneedecke analysieren und Stabilitätstests durchführen. Irgendwann sind das zu viele Informationen, um vom normalen Skitourengeher ausgewertet zu werden. 

Notfälle und Rettung in den Alpen

Alle wichtigen Rufnummern

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Wer in den Bergen unterwegs ist, sollte wissen, welche Nummer man in Notsituationen und bei Unfällen wählt. Wir bieten hier eine Übersicht der europäischen Rettungsdienste. Europaweiter Notruf: 112   Unter der Nummer 112 können Menschen in Notsituationen in allen EU-Mitgliedsstaaten gebührenfrei anrufen, um die Notrufzentralen der Rettungsdienste, Feuerwehr oder Polizei zu erreichen. Auch alle Bergsportler*innen wählen unterwegs diese Nummer. Zusätzlich zur 112 gibt es in verschiedenen Ländern und Regionen spezielle Bergrettungs-Notrufnummern. Damit erreicht man die jeweilige Bergrettung direkt und nicht über allgemeine Rettungsleitstellen.   Deutschland: Einheitlicher Notruf: 112 Bergwacht Österreich: Alpin-Notruf Bergrettungsdienst Österreich aus dem Inland: 140 Aus dem Ausland mit Vorwahl 0043-512 z.B. für Innsbruck Italien und Südtirol: Einheitlicher Notruf: 112 Bergrettung CNSAS Bergrettung Südtirol Bayern, Österreich und Südtirol: Notruf-App SOS-EU-ALP Schweiz: Alpine Rettung Schweiz und Rettungsflugwacht Rega aus dem Inland: 1414 Aus dem Ausland: 0041-333-333 333 Sanitätsnotruf Erste Hilfe (bei medizinischen Notfällen): 144 Frankreich: Zentraler Notruf aus dem Inland: 15 Rettungsleitstelle Chamonix (PGHM) aus dem Ausland: 0033-450-53 16 89 Liechtenstein Bergrettung aus dem Inland: 117 Slowenien: Einheitlicher Notruf: 112 Bergrettung  

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