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Klettern, eine Extremsportart?

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Früher wagten sich wenige Kletter*innen an die Wand. Mittlerweile hat sich Klettern als Breitensport etabliert. Allein in Deutschland gibt es über 350 Kletterhallen und auch die Kletterfelsen in der Natur erfreuen sich großer Beliebtheit, ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Doch wie gefährlich und folglich risikobehaftet ist dieser Sport in heutigen Zeiten noch ?

Bohrhakenbroschüre

Leitfaden zum Einrichten und Sanieren von Kletterrouten

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Bei der Anwendung von Bohrhaken sind zahlreiche Anforderungen zu beachten. Die DAV-Sicherheitsforschung hat alle wichtigen Punkte in einer Broschüre zusammengefasst. Bohrhaken finden in den verschiedenen Bereichen des Kletterns und Bergsteigens Verwendung. Sie werden als Verankerungsmittel in einem in den Fels gebohrten Loch angebracht. Ein korrekt gesetzter Bohrhaken verspricht beim Klettern zuverlässige Sicherheit für Jahre und eine schnelle, komfortable Nutzung zur Sicherung. Bohrhaken schaffen den Zugang zu Routen, die durch mobile Sicherungsmittel unmöglich abzusichern wären. Dies trug maßgeblich zu der rasanten Entwicklung des Klettersports bis in die höchsten Schwierigkeitsgrade bei. 

Raus an den Fels – aber sicher!

Wie Kletterunfälle vermieden werden können

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Die meisten Unfälle beim Felsklettern folgen einigen wenigen Unfallmustern, die immer wiederkehren. Die DAV Sicherheitsforschung klärt über die typischen Unfallursachen und häufigsten Fehlerquellen beim Sportklettern am Fels auf. Immer mehr Menschen zieht es zum Sportklettern (von der Halle) nach draußen. In den letzten zwei Jahren hat sich pandemiebedingt der Andrang in den Klettergebieten noch verstärkt. Im Vergleich zu anderen Bergsportdisziplinen hat das Sportklettern zwar ein geringes Unfallrisiko, beim Klettern in der Natur aber ist das Gefahrenpotenzial komplexer und größer. Denn die Natur ist kein standardisiertes Sportgerät und es gibt einige Unterschiede zum Hallenklettern. Der DAV Sicherheitsforschung werden regelmäßig Unfälle beim Felsklettern gemeldet, daraus lassen sich Verhaltensmuster und typische Fehlerquellen erkennen. Sicherheitsmanagement und Gefahrenbewusstsein helfen, die Risiken zu begrenzen.     

Standplatz III - Seilmanagement: Mit Durchblick geht's schneller

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Bei Mehrseillängen-Routen bedeutet Schnelligkeit oft auch Sicherheit. Das Klettertempo lässt sich kaum ohne Risiko beschleunigen – richtig Zeit sparen kann man dagegen mit cleverem Seilmanagement und systematischer Standplatzorganisation. Drei Kriterien sollte ein Stand erfüllen: ausreichend sicher – schnell – übersichtlich. Wie ausreichende Sicherheit mit unterschiedlichen Systemen für Bohr- oder Normalhakenstände zu schaffen ist, wurde in Heft 4 und 5/2021 ausführlich erklärt. Nun geht es vor allem um das „Schnell“ und „Übersichtlich“. Dabei ist aber nicht nur der Standplatzaufbau selbst entscheidend, sondern das gesamte organisatorische Drumrum. Wo stelle ich mich hin? Wo parke ich den oder die Nachsteigenden? Wie wechsle ich von Nachstiegs- auf Vorstiegssicherung? Wie binde ich mich in der Dreierseilschaft um? Wie versorge ich das Seil am Stand, so dass es nicht zum Chaos kommt? Und wie war das noch mal mit der Fixpunkt- und der Körpersicherung? (Vgl. auch Heft 3/2014)   

Standplatzbau II - Stand Alpin: Ausreichend sicher, schnell und übersichtlich

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In der zweiten Folge unserer Serie zum Standplatzbau behandelt Chris Semmel mit der DAV-Sicherheitsforschung die Möglichkeiten, in „wildem“ alpinem Gelände (ohne Bohrhaken) einen sicheren Stand für die Seilschaft zu schaffen. Zugegeben, Standplätze an fraglichen Fixpunkten müssen immer seltener gebaut werden. Die meisten der gängigen Routen in den Alpen haben mittlerweile Bohrhaken an den Ständen. Dennoch gibt es in fast jedem traditionellen Gebiet Routen, die (noch) nicht saniert wurden. In den Dolomiten sind die Routen ohne Bolts sogar in der Mehrzahl und es entstehen auch heute noch Erstbegehungen ohne Bohrmaschine, nur mit Hammer und Haken. Wer in bohrhakenfreien Kletterrouten, an kombinierten Graten oder in alpinen Wänden unterwegs ist, muss auch an fraglichen Fixpunkten situativ und schnell einen ausreichend sicheren Standplatz aufbauen können 

Standplatzbau I - Stand "Plaisir": Flott und sicher

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Am Standplatz hängt das Leben der ganzen Seilschaft. Chris Semmel schildert in drei Beiträgen wie man den Stand sicher baut und effizient managt. Los geht’s mit der häufigsten Situation: wenn an Bohrhaken vor allem gutes Handling gefragt ist. Das Thema Standplatzbau wird oft darauf reduziert, wie man abenteuerliche Fixpunkte wie Schlaghaken oder selber gelegte Cams und Keile möglichst sicher miteinander verbindet. Dabei wird gerne übersehen, dass ein optimaler Stand nicht nur ausreichend sicher sein sollte, sondern auch schnell aufzubauen und zudem übersichtlich. Ganz zu schweigen vom Seilmanagement am Standplatz. Wer schnell sein will im Gebirge, kann durch schnelleres Klettern nicht so leicht Zeit sparen, sehr wohl aber durch eine geschickte Seil- und Sicherungstechnik. Im ersten Teil der Serie „Rund um den Standplatz“ geht es um geschätzt 95 Prozent der Situationen, auf die wir stoßen: Ich komme zum Stand und finde zumindest einen ordentlichen Bohrhaken vor. Neben der Grundforderung Sicherheit ist meine Aufgabe also vor allem, schnell, effektiv und übersichtlich einen Stand passend zu meiner Seilschaftsform aufzubauen. 

Bohrhaken - Wann sind sie kritisch?

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Bohrhaken versprechen beim Klettern zuverlässige Sicherheit. Doch in jüngster Zeit wurden in deutschen Sportklettergebieten drei Fälle bekannt, wo Bohrhaken versagten. Die DAV-Sicherheitsforschung hat deshalb fast 150 Bohrhaken in deutschen Klettergärten getestet – Florian Hellberg, Christoph Hummel und Sven Thomsen berichten über die Ergebnisse und geben Tipps für die Praxis. Im Oktober 2019 entdeckte ein Kletterer auf der Lenninger Alb einen Riss an einem Haken und konnte ihn mit einem einfachen Karabiner-Drehtest (s. u.) abdrehen. Im Frankenjura versagten im Sommer und im Herbst 2020 zwei Umlenkhaken. Einmal fiel der Kletterer auf den Sicherer und verletzte diesen schwer. Der zweite Fall ging glimpflich aus, da die letzte Zwischensicherung eingehängt war und den Totalabsturz des Kletterers verhinderte. Anlass für die DAV-Sicherheitsforschung, von Mai bis Dezember 2020 in süddeutschen Sportklettergebieten eine umfangreiche Untersuchung durchzuführen. Das Ziel war ein Überblick über Haltekräfte von fraglichen Hakensystemen, um die Dringlichkeit für Sanierungen einschätzen zu können.   

Abseilen: Mit Plan geht's besser!

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Wer kennt das Szenario nicht: Am ersten Stand der Abseilpiste selbstgesichert, hängt man das Seil ein, nimmt es auf und wirft es aus – und schon hängt es an der nächsten Latsche oder Felszacke. Beim Abseilen bedeutet das ständige Stopps zum Entwirren und zusätzlichen Stress beim Hängen über der Tiefe, suchend nach dem nächsten Stand. Wenn man den dann erreicht, hängen dort womöglich schon zwei weitere Seilschaften, die sich bedanken für die beim Seilentwursteln gelösten Steine und eher ungern zusammenrutschen. Bis sie dann abgeseilt sind und ihre Seile abgezogen haben, fällt weitere Wartezeit an – und am nächsten Stand wiederholt sich das Spiel. Das ist nervenaufreibend, Hunger und Durst nagen, die Füße drücken, womöglich ballen sich schon die Gewitterwolken … Ein entspannteres alpines Leben hat, wer die Organisation des Abseilens mit einem klaren Plan im Griff hat – und sich beim Zusammentreffen mit anderen abstimmt. So können mehrere Seilschaften, die sich gut organisieren, gemeinsam fast so schnell runterkommen wie Einzelteams; das belegt langjährige Erfahrung der Autoren. Das Konzept dafür ist nicht übermäßig kompliziert – dennoch ist es sinnvoll, es in ungefährlichem Gelände durchzuspielen und zu üben, damit man es im Ernstfall kompetent variieren kann und den Überblick behält. 

Abseilen: Das richtige Setup

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Im vergangenen Jahr ereigneten sich bei Kursen von DAV-Sektionen zwei Abseilunfälle. Die DAV-Sicherheitsforschung hat die beiden Unfälle analysiert und weitergehende Unter­ suchungen durchgeführt. Christoph Hummel schildert die Erkenntnisse zu Aufhängung, Hintersicherung und Belastungstest. Illustrationen: Georg Sojer Beim Abseilen spielen viele Faktoren zusammen: vor allem Körpergewicht und Handkraft der abseilenden Person, Materialeigenschaften von Seil und Hintersicherung (Durchmesser, Steifigkeit, Rauigkeit) sowie Geometrie und Abnutzungszustand des Abseilgeräts. Weitere Faktoren wie Feuchtigkeit oder Temperatur, die sich schnell verändern können, beeinflussen den Abseilvorgang direkt. Dieser Artikel ist keine Anleitung zum richtigen Abseilen. Er richtet sich an alle, die bereits selbstständig abseilen, und an Menschen, die Kurse dazu anbieten.     

Meisterhaft Fallen

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Kontrollierte Stürze gehören beim Sportklettern dazu. Um das Restrisiko klein zu halten, kommt es nicht nur aufs gute Sichern an – das Verhalten beim Stürzen spielt eine noch wichtigere Rolle. hr.first-paragraph-separator { display: none !important; }  

So geht das: Sportkletterstürze richtig halten!

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Dank zunehmender Verbreitung von Halbautomaten ist es leichter geworden, Stürze beim Sportklettern „sicher“ zu halten. Nun heißt es daran arbeiten, dass sie auch angemessen „weich“ gebremst werden. Eine Aufgabe für den Sichernden, aber auch für den Stürzenden. hr.first-paragraph-separator { display: none !important; }  

Welches Sicherungsgerät soll ich verwenden?

Sportklettern in Kletterhallen und Klettergärten

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Sicherungsgeräte haben ihre Vor- und Nachteile. Für die Sicherung beim Sportklettern in Kletterhallen und Klettergärten empfiehlt der Deutsche Alpenverein Halbautomaten. Der Begriff „halbautomatische Sicherungsgeräte“ beziehungsweise "Halbautomaten" bezeichnet alle Sicherungsgeräte mit Blockierunterstützung. Geräte ohne Blockierunterstützung (Tube, HMS) werden als „dynamische Sicherungsgeräte“ bezeichnet. Letztere sind in besonderen Situationen von Vorteil. Ob Halbautomat oder Tube/HMS: Jedes Sicherungsgerät hat in seiner Handhabung Eigenheiten. Nur wer diese kennt und beherrscht, kann korrekt sichern und dadurch Anwendungsfehler vermeiden. Dafür sind eine qualifizierte Ausbildung und viel Übung erforderlich. 

Wie lange darf ich meine Ausrüstung verwenden?

Alterung von Bergsportausrüstung

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Wie lange darf ich meine Ausrüstung verwenden, wann muss ich sie aussondern? Die DAV Sicherheitsforschung informiert.   Die DAV Sicherheitsforschunng stellt Ihnen an dieser Stelle die inhaltlich erweiterte Zusammenführung der beiden Artikel zur Alterung von Ausrüstung aus DAV Panorama 4/2019 und 5/2019 zum Download zur Verfügung. Der Beitrag soll keine Hysterie auslösen und erst recht nicht zum vorschnellen Aussortieren eigentlich noch intakter Ausrüstung führen. Unfälle im Bergsport sind heute nur mehr selten auf Materialversagen zurückzuführen, überwiegend passieren sie aufgrund menschlicher Verhaltensfehler. Der im Bergsport teilweise hartnäckig überlebenden „Passtschonnoch“-Mentalität soll das Geschriebene aber deutlich ihre Grenzen aufzeigen. Beschädigte, verschlissene oder veraltete Schutzausrüstung ist eine unnötige Gefahrenquelle. 

Ich hab dich?!

Kletterhallenstudie 2015

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Obwohl Klettern in der Halle ein relativ risikoarmer Sport ist, schafft es nur ein kleiner Teil der Kletterer, anspruchsvolle Stürze ordentlich zu halten. Julia Janotte, Florian Hellberg, Christoph Hummel und Martin Schwiersch berichten über die Ergebnisse und klären, worauf es beim guten Sichern ankommt. Sicherungsfehler beim Hallenklettern sind häufig. Die DAV-Kletterhallenstudie 2012 zeigte: Rund die Hälfte der Beobachteten sicherte mit erheblichen Mängeln. Trotzdem sind schwere Unfälle äußerst selten. Unsere Vermutung: Kletterinnen stürzen meist nicht unerwartet (sondern sagen vorher „Zu“), was die Aufmerksamkeit des Sichernden fokussiert, so dass er das fehlerhafte Sicherungsverhalten vor dem Sturz korrigieren kann. Es könnte aber auch sein, dass unser Fehlermodell nicht stimmt, Sicherungsfehler also weniger schlimm wären als angenommen. Um das zu klären, führten wir im Herbst 2015 eine weitere Kletterhallenstudie durch – die DAV-Kletterhallentour sollte zeigen, wie gut Hallenkletterer überraschende Stürze halten können und ob Sicherer bei einem erwarteten Sturz weniger Fehler machen. 

Ansprechen oder wegschauen?

Sicherungsfehler in Kletterhallen

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Das Klettern in Hallen ist wenig unfallträchtig, das belegt die Statistik. Doch es wird nicht immer sorgfältig genug gesichert, um auch einen unerwarteten Sturz gut halten zu können. Was sollen Kletterinnen und Kletterer tun, wenn sie bei anderen Fehler beobachten? Wir plädieren für Eigenaktivität, geben Entscheidungshilfen und schlagen ein Vorgehen vor. hr.first-paragraph-separator { display: none !important; } Fehler anzusprechen wird schon lange empfohlen: Walter Britschgi hat sich diesem Thema schon vor zehn Jahren zugewandt. Beobachtungsstudien der DAV-Sicherheitsforschung zeigen, dass in Hallen tendenziell besser gesichert wird, wenn die Nutzer davon ausgehen, dass ihr Sicherungsverhalten von anderen wahrgenommen wird. Deshalb erarbeitete der DAV für Kletterhallenbetreiber und -angestellte eine Handreichung zu Fehlerrückmeldungen und Intervention im Hallenbetrieb. Doch sollen auch „einfache Kletterhallennutzer“ Rückmeldungen geben, wenn sie Sicherungsfehler sehen? Immerhin ist man ja nicht zuständig. Und in die Autonomie anderer einzugreifen, obendrein auch noch kritisierend, ist unangenehm. Schließlich ist mit Verhaltensänderung oder gar Dank nicht unbedingt zu rechnen.   Wir wollen trotzdem dafür werben und ein mögliches Vorgehen vorschlagen. Auch der „Vieraugencheck“ (Partnercheck) galt zunächst als Eingriff in die Hoheit des Einzelnen – mittlerweile ist er selbstverständlich. Rückmeldungen an andere Seilschaften sollen keine Überwachungskultur etablieren, sondern die Kultur stärken, dass Kletterer eine „Community“ sind und sich gegenseitig unterstützen. 

Standplatz: Fixpunkt- oder Körpersicherung?

DAV-Sicherheitsforschung informiert

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Ob man am Stand einer Mehrseillängentour den Vorsteiger besser über Körper oder am Fixpunkt sichert, ist eine alte und vehement geführte Diskussion unter Kletterern wie Ausbilderinnen. Die DAV-Sicherheitsforschung gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile der beiden Methoden und über mögliche Einsatzbereiche. Wie man den Nachsteiger am besten zum Stand hochsichert, darüber herrscht weitgehend Einigkeit im Alpenraum: Das Sicherungsgerät wird im Zentralpunkt des Standes eingehängt, nicht am Körper, weil sonst bei einem Sturz das volle Gewicht am Sichernden nach unten zieht (im angelsächsischen Raum wird das zum Teil anders gehandhabt). Ein selbst blockierendes Sicherungsgerät (Plate) bietet den Vorteil, dass man den Nachsteiger entspannt nachsichern und nebenbei fotografieren oder im Topo nachschauen kann. Spannender wird es, wenn die Vorsteigerin in die nächste Seillänge startet. Dafür bieten sich prinzipiell zwei Sicherungsarten an: Fixpunkt- oder Körpersicherung. Bei der Fixpunktsicherung (Abb. 1) ist das Sicherungsgerät am Stand befestigt; der Sturzzug wirkt direkt auf den Stand und nicht auf den Körper des Sichernden. Anders bei der Körpersicherung (Abb. 2): Hier ist das Sicherungsgerät am Gurt des Sichernden befestigt und der Körper des Sichernden nimmt einen Teil der Sturzenergie auf, indem er vom Sturzzug nach oben gezogen wird. Beide Methoden haben ihre Vorteile und Grenzen – nur wer sie kennt, kann die situationsbedingt bessere auswählen. 

Besorgniserregende Unfallserie im Frankenjura

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In den vergangenen Monaten ereignete sich im Frankenjura eine besorgniserregende Serie an Kletterunfällen an der Elfenwelt, am Röthelfels, am Napoleon und zuletzt am Richard-Wagner-Fels. Bei allen vier Unfällen rutschte dem Sicherer das Seil aufgrund fehlendem Hintersicherungsknoten zunächst durch die Sicherungshand und dann durch das Sicherungsgerät. Dabei gelten die Sicherer als erfahren. Autor: Sven König 

Risikokultur

Eintrittsprozedere, Fehlerrückmeldung, Ad-hoc-Schulung

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In Hallen mit gut gelebter sozialer Aufmerksamkeit werden weniger Fehler gemacht. Eine positive Risikokultur bestehend aus Eintrittsprozedere, Fehlerrückmeldung und Ad-hoc-Schulung hilft Unfälle zu vermeiden. Jede Kletterhalle sollte daher versuchen, eine positive Risikokultur zu etablieren, um dadurch mögliche Kletterunfälle zu vermeiden.   Die positive Risikokultur soll sichtbar werden durch: Ein Eintrittsprozedere, das die Kompetenzen der Besucherinnen und Besucher erfasst und dementsprechende Empfehlungen gibt. Fehlerrückmeldung anstatt Wegschaumentalität. Ad-hoc-Schulung zum korrekten Sichern.  

Ein Arm voll Seil macht's weicher

Weich sichern bei geringem Sturzzug - die Sensorhanddynamik

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Dank der zunehmenden Verbreitung von Halbautomaten ist die Hauptaufgabe beim Sichern erleichert: den Sturz sicher zu halten. Nun geht es ums Detail: beispielsweise leichte Stürzende ausreichend „weich“ zu bremsen. Eine vielversprechende Option für sehr erfahrene Sicherer ist die Sensorhanddynamik. Korrekt bedient, haben Halbautomaten eine höhere Sicherheitsreserve als dynamische Sicherungsgeräte (Tube, HMS). Daher empfiehlt sie der DAV seit 2015 als primäres Sicherungsgerät zum Sportklettern (Halle wie Fels) – und ihr Verbreitungsgrad hat seitdem stark zugenommen. Zwei Ausnahmen sieht die aktuelle Empfehlung vor:   Anwendungen in Mehrseillängenrouten als Allroundgeräte (Platefunktion, Abseilen, Fixpunktoder Körpersicherung). Situationen, in denen gerätedynamisches Sichern wertvoll ist, etwa bei sehr leichten Vorsteigern, insbesondere Kindern. Bei Vorstiegssturz einer leichten Person kann ein ausreichend erfahrener Sichernder bei einem dynamischen Sicherungsgerät etwas Seil ins Gerät führen und so den Fangstoß verringern, um Anprallverletzungen zu verhindern. Bei Wettkämpfen mit Kindern und Jugendlichen beispielsweise, wo auch weite Stürze üblich sind, wird normalerweise mit Tube gesichert. Die Option, Kinder und sehr leichte Vorsteiger mit dynamischen Geräten zu sichern, mag aber noch nicht die optimale Lösung sein: Denn nur die wenigsten Sichernden beherrschen die Gerätedynamik in ausreichendem Maß, um sie in der Praxis gewinnbringend einsetzen zu können. Andererseits kann zu hartes Sichern mit Halbautomat zu Anprallverletzungen, etwa am empfindlichen Sprunggelenk, und zu Prellungen führen. Die Gewichtung dieser beiden Szenarien spiegelt sich auch in der jüngeren Geschichte der Sicherungsausbildung wider: Das Ziel der Halbautomaten-Empfehlung war, deutlich mehr Sicherheitsreserven beim Sichern zu haben. Nun geht es darum, dass dies nicht auf Kosten von Anprallverletzungen geschieht. 

Kompetent sichern

Wie stark sicherst du?

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Stark klettern mag jeder. Aber stark sichern? Was soll das überhaupt heißen? Eine Expertengruppe hat sich mit diesen Fragen beschäftigt – Jochen Haase beantwortet sie; zunächst anhand dreier fiktiver Beispiele. hr.first-paragraph-separator { display: none !important; } Szenario 1: Hans (35 Jahre, 75 kg), Monika (28 Jahre, 54 kg): Hans ist gerade sein 7b+-Projekt durchgestiegen, das er einige Zeit probiert hatte. Er ist zufrieden mit sich. Jetzt ist seine Frau Monika an der Reihe. Sie steigt in die senkrechte Platte ein, Hans sichert routiniert mit dem Smart. Am Ende der Schlüsselsequenz am sechsten Haken verfehlt Monika den Clipgriff und schlägt mit lautem Scheppern in der senkrechten Platte ein. Au, das tut weh! Wie stark sichert Hans?  Szenario 2: Peter (45 Jahre): Peter ist regelmäßig in der Halle, um sich fit zu machen für die Projekte draußen. Die erste 8b sollte bald fallen. Er sichert gerade seinen Kletterpartner Franz, der durch den Überhang spult. Er steht ein paar Meter von der Wand weg, bedient sein Grigri „französisch" (mit der Hand umgreifend), wie schon seit Jahren. Wie stark sichert Peter?   Szenario 3: Elena (25 Jahre, 50 kg), Tim (26 Jahre, 68 kg): Elena klettert begeistert seit zwei Jahren meistens mit ihrem Freund Tim, der um einiges schwerer ist als sie. Sie hat vor Kurzem ihre erste 6b geschafft und sich sehr gefreut. Von Anfang an war es ihr sehr unangenehm, ihren deutlich schwereren Freund zu sichern, und sie hat sich auf die Suche nach guten Lösungsmöglichkeiten begeben. Die Verwendung eines Sandsacks war ihr immer zu unhandlich. Dann hat sie mit Reibungsclip experimentiert. Das hat schon gut funktioniert, war aber immer ungünstig, wenn die Halle voll war. Jetzt verwendet sie das Ohm und sichert Tim mit Click Up. Klettert sie mit ihrer Freundin Mara, die gleich schwer ist wie sie, braucht sie das Ohm natürlich nicht, sondern kann durch aktive Körpersicherung Mara schön weich sichern. Wie stark sichert Elena?  

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