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Vail: letzter Boulderweltcup der Saison

03.06.2019, 12:53 Uhr

Nach knapp dreiwöchiger Pause geht es für die besten Boulderinnen und Boulderer der Welt ins sonnige Colorado: In Vail (USA) findet der 6. und letzte Boulderweltcup 2019 statt. Beim Finale der Serie geht es nicht nur um den Tagessieg, es ist auch die letzte Möglichkeit, das Punktekonto für die Gesamtwertung noch einmal aufzufüllen. Im Olympia-Qualifikationsjahr spielt zudem noch ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle: Vail bietet den Olympia-Aspiranten aus aller Welt die letzte Chance, im Bouldern wertvolle Punkte für die Qualifikation zu sammeln. Das wissen auch die Trainer des DAV-Teams und nehmen die derzeit sieben stärksten Athletinnen und Athleten mit in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Das deutsche Team für Vail

Der deutsche Kader reist mit einer starken Mannschaft nach Vail. Mit dabei ist das gesamte Olympia-Fokusteam und drei weitere, hoch motivierte Athletinnen und Athleten.

 

Herren: 

  • Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) - Fokusteam
  • Yannick Flohé (DAV Aachen) - Fokusteam
  • Alex Megos (DAV Erlangen) - Fokusteam
  • Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten)

 

Jan Hojer ist aktuell der absolute Spitzenreiter im deutschen Team: Bei seinem souveränen Auftritt in München erkämpfte sich der gebürtige Kölner im Finale den dritten Platz und feierte damit seinen Einzug unter die Top-10 im Gesamtranking! Auch sein persönlicher Weg nach Tokio sieht im Moment nicht schlecht aus: Mit zwei Finalteilnahmen bei Boulderweltcups und zwei guten Ergebnissen bei Speedcups hat er zwei wichtige Hürden gemeistert. Um beim Olympia-Qualifizierungsevent im November in Toulouse antreten zu können, muss jeder Athlet mindestens zwei Wettkämpfe im Lead, Speed, und Bouldern bestreiten. Die beiden besten Ergebnisse aus jeder Disziplin werden miteinander multipliziert. Die 20 Damen und Herren mit den niedrigsten Werten dürfen in Toulouse starten.

 

Auch Alex Megos konnte in München wieder einmal demonstrieren, dass im Kletter-Weltgeschehen stets mit ihm zu rechnen sein muss. Auch wenn er seinen Teamkollegen Jan Hojer in München nicht mit ins Finale begleiten konnte, sicherte er sich dennoch einen absolut soliden zehnten Platz und gehört damit zu den 20 Bestplatzierten in der gesamten Wettkampf-Serie! Um beim Olympia-Qualifizierungsevent in Toulouse sicher an den Start gehen zu dürfen, wäre eine Finalteilnahme in Vail wichtig. Der 25-jährige wird deshalb noch einmal alles geben!

 

Damen: 

  • Alma Bestvater (DAV Weimar) - Fokusteam
  • Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln) - Fokusteam
  • Afra Hönig (DAV Landshut)

In dieser Saison hat sich unter den Damen vor allem eine Boulderin immer wieder hervorgehoben und hält weiterhin an ihrem Erfolg fest: Afra Hönig kletterte auch in München ins Halbfinale – und hat damit in fünf Weltcups drei Mal die Runde der besten 20 erreicht! Wird sie auch beim letzten BWC der Saison wieder vorne mitklettern können? 

 

Die internationale Konkurrenz

Damen: Janja Garnbret sichert sich vorzeitig den Gesamtweltcup

Der Drops im Gesamtranking ist gelutscht? Keineswegs! Auch wenn die Slowenin Janja Garnbret in München einmal mehr ihre einzigartige Klasse demonstrierte und mit fünf Siegen in fünf Wettkämpfen bereits verfrüht den Gesamtsieg der Weltcup-Serie mit nach Hause nehmen konnte, bleibt es spannend: Auf den folgenden Plätzen scheint noch alles möglich zu sein. Fanny Gibert (FRA) und Akyo Noguchi (JPN) kamen der Siegerin des Öfteren gefährlich nahe und werden noch ein letztes Mal zeigen, was in ihnen steckt! Doch auch für alle Anderen heißt es noch einmal dran bleiben – schließlich steht mehr als nur der Weltcup auf dem Spiel... Genau: Auch der letzte Boulderwettkampf bietet noch einmal die Möglichkeit, wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln. Kein Grund also die Hände in den Schoß zu legen! 

 

Herren: Es bleibt spannend!

Obwohl er den Sieg im Münchener Olympiastadion doch noch knapp an Jakob Schubert (AUT) abtreten musste, bleibt Adam Ondra (CZE) auch weiterhin auf der führenden Postition im Gesamtranking. Dicht gefolgt von Tomoa Narasaki (JPN). Die beiden Athleten trennen dabei nur etwas mehr als 20 Punkte! Und das, obwohl der Japaner am letzten Weltcup aussetzen musste – das japanische Team hatte einen nationalen Wettkampf zu bestreiten. Beide Superstars konnten bislang jeweils einen Sieg auf ihrem Konto verzeichnen. In den USA kommt es also zum Showdown dieses beständigen Kopf-an-Kopf-Rennens! Trotzdem sollte diese Rechnung nicht ohne die Nächstplatzierten gemacht werden: Auch Aleksey Rubtsov (RUS) und Anze Peharc (SLO) sind hoch motiviert, ihren Rückstand aufzuholen und haben bereits mehrfach bewiesen, dass sie nicht zu unterschätzen sind. Bei den Herren ist damit also noch nichts entschieden! Viele Anwärter und doch nur einmal Gold – wer wird sich am Ende dieser Saison den Boulder-Thron sichern können?

 

Programm Vail:

Freitag, 07.06.2019

  • 08.00 Uhr: Damen Qualifikation
  • 13.30 Uhr: Herren Qualifikation

 

Samstag, 08.06.2019

  • 09:30 - 11:45 Uhr: Halbfinale Damen und Herren (Livestream)
  • 15.00 - 16:30 Uhr: Finale Damen (Livestream)
  • 16.45 - 18:15 Uhr: Finale Herren (Livestream)

Deutsche Zeit = angegebene Zeit minus acht Stunden

 

Weitere Infos

 

Logo Edelrid

Offizieller Ausrüster der Deutschen Nationalmannschaft Klettern ist unser Partner EDELRID, der die Kader seit 2019 mit einer eigens mit den Athletinnen und Athleten gestalteten Wettkampfbekleidung ausstattet.

 

Boulderweltcup München 2019

Hojer gewinnt Bronze!

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Eine tobende Menge, starke Athletinnen und Athleten und spannende Boulder waren die exquisiten Zutaten für den Boulderweltcup München. Am Ende gab es aus deutscher Sicht viel Grund zum Jubeln: Jan Hojer holte beim Heimweltcup Bronze! Nach der Qualifikation, in der sich drei Deutsche für die nächste Runde empfehlen konnten, kletterten die besten 20 gegeneinander. Afra Hönig (DAV Landshut), Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) und Alex Megos (DAV Erlangen) gingen für das deutsche Team an die Griffe (Nachbericht zum Qualifikations-Tag). Der Druck im Halbfinale war wie immer groß: Nur sechs Männer und Frauen gehen aus dieser Runde hervor. Sie haben für die vier Boulder jeweils fünf Minuten Zeit.   Begrüßt wurden die 40 Athletinnen und Athleten von einer frenetisch jubelnden Menge: Der Stopp in München ist immer etwas Besonderes. Tausende Kletterbegeisterte zieht es jedes Jahr zu diesem Event. Auch 2019 bildet hier keine Ausnahme: Mehr als 4000 Menschen kamen auf das Gelände, bereits mittags war der Wettkampf ausverkauft!