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Der neue Austragungsort: Das Olympia-Eissportzentrum

Sie war die Allererste. Noch vor allen anderen Stätten im Olympiapark. Bereits 1967 wurde das Olympia-Eisstadion eröffnet und zählt seitdem insgesamt 1.536 Veranstaltungen mit 4,1 Millionen Zuschauern. Ob für packende Eishockey-Duelle, als Leistungszentrum für Eiskunst oder als Hotspot für Olympische Boxkämpfe - das Olympia-Eissportzentrum hat sich als hochkarätiger Veranstaltungsort bewährt. Dieses Jahr wird es zum ersten Mal die neue Heimat des Boulderweltcup in München und damit Pilgerstätte für tausende Boulderbegeisterte.

 

Das Bouldern gehört mittlerweile schon lange zu den etablierten Sportarten im Olympiapark: Nach bisher zehn Auflagen des Boulder-Weltcups, der WM 2014 und der EM 2017 unter der Glaskuppel des Olympiastadions, wird es Zeit für einen Tapetenwechsel: „In diesem Jahr sind wir nicht unter dem Vordach des Münchner Olympiastadions, sondern im Eissportzentrum nebenan. Dort, wo eine Woche zuvor auch die DM Bouldern stattfindet“, so Chef-Organisatorin Julia Zschiesche vom Deutschen Alpenverein.

 

Der Boulderweltcup 2020 und die DM 2020 werden damit erstmals im Olympia-Eissportzentrum ausgetragen. Und die Vorteile der neuen Halle liegen auf der Hand: Im Gegensatz zur alten Wettkampfstätte ist das Eissportzentrum für Sportevents konzipiert. Das Publikum hat dort eine bessere Sicht auf die Wand, es gibt mehr Sitzplätze, Rollstuhlplätze und eine breite Tribüne mit Stehplätzen. Eine Woche, zwei Mega-Veransltaltungen, eine Location - die Munich Boulder Week im Mai ist absoluter Boulder-Blockbuster.

 

Und außerdem dürfte es nur wenige Wettkampflocations im internationalen Kletterzirkus geben, die derart geschichtsträchtig sind und die einen ähnlich spektakulären Rahmen bieten. Für alle Live-Besucher des Weltcups lohnt es sich in jedem Fall, eine Runde durch den Park mit all seinen Angeboten zu drehen - gerade im Sommer ist der Olympiapark als eine der grünen Oasen Münchens ein echtes Highlight.

 

Regeln und Modus Bouldern

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Bouldern bedeutet Klettern in Absprunghöhe ohne Seil (bis ca. 4m Höhe), wobei Weichbodenmatten die Stürze abfangen. Bouldern verlangt häufig akrobatische und spektakuläre Bewegungsabläufe. Im Wettkampf versuchen die Athleten, verschiedene vorgegebene Boulder (sogenannte Probleme) von den markierten Startgriffen und –tritten bis zum letzten, ebenfalls markierten Topgriff zu durchsteigen. Der Topgriff muss dabei mit beiden Händen drei Sekunden gehalten werden.  Etwa in der Mitte des Boulders befindet sich die sogenannte Zonenwertung, ein ebenfalls markierter Griff. Ziel des Kletterers ist es nun, in möglichst wenigen Versuchen den Boulder zu durchsteigen.