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DM Bouldern Qualifikation: Die Hitzeschlacht von Dortmund, Teil 1

29.06.2019, 15:00 Uhr

Beim größten nationalen Boulder-Event des Jahres in der Boulderwelt in Dortmund sind die Favoritinnen und Favoriten erwartungsgemäß ins Halbfinale eingezogen. Ein Spaziergang war der Qualifikationstag aber für niemanden: Gnadenlose 35 Grad forderten viel Haut und Hirn. Das mitfiebernde Publikum sah außerdem einige wunderbar überraschende Momente, wie es sie vielleicht nur beim Bouldern gibt. Am morgigen Sonntag geht es mit Halbfinale und Finale weiter.

Bestvater, Flohé & Co. überzeugen

Schwitzen war angesagt. Für alle. Am meisten aber vielleicht für die Routensetzer, denn es waren ihre Boulderprobleme, die in der Ruhrpott-Hitzeschlacht den Praxistest zu bestehen hatten. Würden die Boulder zu schwierig sein, oder zu leicht? Tatsächlich taten sich die Damen vormittags und noch mehr die Herren am Nachmittag zunächst wirklich schwer, viele Tops sah das Publikum erst einmal nicht. Letztlich durften die Routensetzer aber aufatmen: Alle Boulder wurden getoppt, die Probleme waren selektiv und es gab einige spektakuläre Momente. In souveräner Manier qualifizierten sich die erwartbaren Damen und Herren für die nächste Runde. Bei den Damen landeten Alma Bestvater (DAV Weimar), Lucia Dörffel (Sächsischer Bergsteigerbund) und Afra Hönig (DAV Landshut) auf den Rängen eins, zwei und drei. Bei den Herren holten Yannick Flohé (DAV Aachen), Max Kleesattel (DAV Schwäbisch Gmünd) und Elias Arriagada Krüger (DAV AlpinClub Berlin) diese Plätze. Eine Vorentscheidung ist das freilich nicht, die Karten werden morgen im Halbfinale und Finale neu gemischt. Und wer die wirklich enorme Hitze am besten aushält, ist sowieso noch völlig offen. Den zwischenzeitlich Führenden sind jedenfalls einige starke Leute auf den Fersen.

 

Herren-Quali: Überraschung an Boulder eins

Und dann sind da noch die überraschenden Momente. Zum Beispiel am ersten Herrenboulder. Dabei handelte es sich nämlich exakt um den ersten Damenboulder vom Vormittag, den Lucia Dörffel und Roxana Wienand (DAV Aschaffenburg) lösen konnten. Wer jetzt dachte, die Herren würden da einfach raufspazieren, wurde schnell eines besseren belehrt. Erst Linus Raatz vom DAV Berlin und damit der 13. Starter schaffte es, den Topgriff zu erreichen. Und nach ihm kamen nur noch zwei von insgesamt 33 Herren ebenso weit. Ähnlich gestaltete sich die Herrenkonkurrenz bei den restlichen vier Bouldern: Immer galt es, komplexe Probleme zu lösen, erfolgreiche Begehungen gab es daher eher selten. Letztlich reichte es in der Herren-Quali, einen einzigen Boulder zu schaffen, zwei Herren kletterten sogar mit drei geschafften Zonengriffen ins Halbfinale der besten Zwanzig.

 

Vier Zonengriffe zum Damen-Halbfinale

Wie bei den Herren, so bei den Damen: Das Erreichen eines Topgriffes sicherte den Einzug ins Halbfinale. Und genau zwei Damen kamen weiter, indem sie eine ausreichende Anzahl an Zonengriffen erreichten. Einziger Unterschied: Es mussten schon vier Zonengriffe sein. Mit solchen Rechnereien mussten sich Hannah Pongratz vom AlpinClub Hannover und Roxana Wienand vom DAV Aschaffenburg nicht auseinandersetzen. Die beiden schafften ebenso drei Tops wie die drei vor ihnen liegenden Konkurrentinnen und erreichten die Plätze vier und fünf. Damit setzten sie ein deutliches Ausrufezeichen und machten klar, dass die Vergabe des Meistertitels keineswegs ausgemachte Sache ist. Die kompletten Ergebnisse der Qualifikationsrunden gibt es unter www.digitalrock.de. Morgen beginnt das Halbfinale um 10 Uhr. Resttickets für die Dortmunder Hitzeschlacht Teil 2 sind noch zu haben, den Livestream gibt es hier.

 

 

 

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