DAV-Preis für „Run Again“ beim Bergfilm-Festival Tegernsee 2026

- Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat beim Internationalen Bergfilm-Festival Tegernsee den DAV-Preis an den Film „Run Again“ von Regisseur Alexis Berg vergeben. Bereits einen Tag zuvor hatte der DAV im Rahmen seines traditionellen Festivalabends das Thema „Lawinen und Risiken“ in den Mittelpunkt gestellt.

Der Film „Run Again“ von Regisseur Alexis Berg wurde mit dem DAV-Preis 2026 ausgezeichnet. Foto: Alexis Berg

Der DAV-Abend beim Bergfilm-Festival Tegernsee stand in diesem Jahr unter dem Motto „Lawinen und Risiken“ und widmete sich dem verantwortungsvollen Umgang mit alpinen Gefahren. 

DAV-Vizepräsidentin Melanie Grimm sagte in ihrer Begrüßung: „Das Risiko beim Bergsport ist nie gleich null. Der verantwortungsvolle Umgang mit diesem Risiko ist ein wesentlicher Bestandteil des Bergsports. Das gilt ganz besonders im Winter, der nun bald wieder beginnt.“ 

Gezeigt wurden die Filme „Fathom“ von Jakob und Matthias Weger sowie „Better Up There“ von Mathis Dumas. Beide Produktionen setzen sich auf unterschiedliche Weise mit Risiko, Verantwortung und den persönlichen Folgen von Entscheidungen beim Skibergsteigen und Freeriden im alpinen Gelände auseinander. Der DAV-Abend bildete zugleich den Rahmen für den Austausch über die Verantwortung im Bergsport und den Umgang mit alpinen Gefahren.

DAV-Vizepräsidentin Melanie Grimm beim DAV-Abend des Bergfilm-Festival Tegernsee. Foto: DAV/Thomas Bucher

DAV-Preis für die Kategorie "Erlebnisraum Berg"

Einen Tag später wurde im Rahmen der offiziellen Preisverleihung des Festivals der DAV-Preis für den besten Alpinfilm in der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ vergeben. DAV-Vizepräsidentin Melanie Grimm überreichte die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung an den Film „Run Again“ des französischen Regisseurs Alexis Berg. 

Im Mittelpunkt des 67-minütigen Dokumentarfilms steht Dave Pen, Sänger der britischen Rockband Archive. Nachdem die Corona-Pandemie das Tourleben zum Erliegen gebracht hat, stellt er sich einer neuen Herausforderung: dem winterlichen „Spine Race“ entlang des Pennine Way, einer der härtesten Ausdauerprüfungen Großbritanniens. Der Film begleitet ihn auf seiner körperlich und mental extremen Reise durch Kälte, Erschöpfung und Zweifel. Aus Konzertmitschnitten, persönlichen Erinnerungen und den Erfahrungen des Rennens entsteht das Porträt eines Menschen, der nach Sinn und Identität im Neuanfang sucht. 

Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung von Musik und Trailrunning: „Der Film verbindet die beiden konträren Leidenschaften des Protagonisten auf ebenso spektakuläre wie sensible Weise miteinander.“ Herausgekommen sei ein „sensibles, ehrliches und ästhetisch eindrucksvolles Porträt“. 

Positive Bilanz für das BFF

Auch Festivalleiter Tom Dauer zog eine positive Bilanz der diesjährigen Veranstaltung: „Es begeistert mich, dass wir wieder internationale Filmschaffende vor Ort hatten, die uns herausragende Filme präsentiert haben. Wir konnten mit unserem anspruchsvollen Festivalprogramm sehr viele Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen. Dieser große Zuspruch zum Festival ist bemerkenswert. Die Veranstaltungen mit unseren Gästen hatten eine besondere Strahlkraft. Die Gespräche mit ihnen nach den Filmen waren echte Highlights.“ 

Das Internationale Bergfilm-Festival Tegernsee gehört zu den renommiertesten Bergfilmveranstaltungen Europas. Die nächste Ausgabe findet vom 13. bis 17. Oktober 2027 statt.

Service für die Presse