Geburtstag
13.10.2002
Wohnort
Innsbruck
Beruf/Schule/Studienrichtung
Chemie Studium an der Universität Innsbruck
DAV-Sektion
DAV Sektion Oberland (München)
Engagement im DAV (Jugendleiter o.ä.)
Trainer C Leistungssport, Aushelfen bei den Trainings in München
Highlights
Fels + Bouldern
Schlumpfparade, Rottachberg, 8a+
Jedi Mind Tricks, Schlossbergwände, 8a
Out of Berlin, Schlossbergwände, 8a
Bouldern: Dog Town 7c
Fels alpin
Predigtstuhl Westwand „Phantom“ (250 m, VIII), Wilder Kaiser
Martinswand „Tschi-Tschi“ (180 m, VIII)
Marmolada Südwand „Don Quixote“ (800 m, VII)
Eis-/Mixedklettern
Hängende Gärten, Lüsens (140 m, WI6)
Mach 2, Valsertal (145 m, WI6+, M6)
Eis/Mixed alpin
Wildgall Nordostwand „Seltene Erden“ (350 m, M5)
Lüsener Fernerkogel Nordwand (600 m, WI4+, M6)
Florian über sich und die Welt
Wie hast Du mit dem Bergsport angefangen?
Wir haben als Familie mit dem Klettern angefangen, als ich sechs Jahre alt war. Nachdem ich dann relativ viel in der Halle geklettert bin, habe ich nach der Schule und nach meinem Umzug nach Innsbruck mehr und mehr Gefallen daran gefunden, in den Bergen unterwegs zu sein.
Was treibt Dich die Berge hinauf?
Für mich ist es erfüllend, einen Tag draußen in der Natur verbracht zu haben. Abseits von vielen Leuten und dem normalen Alltag kann man die Zeit vergessen und die Natur auf sich wirken lassen. Auch wenn es mal nicht so viel Spaß macht, ist es im Nachhinein immer wert gewesen, eine Bergtour gemacht zu haben.
Was sagen Deine Eltern/Familie/Partner/Freunde dazu? Gibt es Kritik oder Bedenken?
Meine Eltern und Freunde unterstützen mich. Dadurch, dass ein großer Teil meiner Freunde ebenfalls in die Berge geht, freut man sich natürlich, Dinge zusammen zu unternehmen. Solange sich das in einem gesunden Maß abspielt, gibt es auch keine größeren Bedenken.
Wie finanzierst Du Dich?
Ich arbeite als Skilehrer in der Vivalpin Skischule in Garmisch-Partenkirchen und mache öfter auch mal Gelegenheitsjobs rund ums Skifahren. Ansonsten werde ich noch von meinen Eltern unterstützt.
Was magst Du an Menschen? Was regt Dich auf?
Mir ist ein fairer und ehrlicher Umgang miteinander wichtig. Gerade auch die soziale Komponente ist mir wichtig, aber auch ein wenig Humor ist manchmal ganz gut.
Was braucht es für einen guten Tag am Berg?
Hauptsächlich muss bei mir selbst das Mindset passen. Wenn dann auch noch gute Freunde dabei sind und eine coole Tour ansteht, umso besser.
Was kannst Du am Berg überhaupt nicht vertragen?
Wenn es zwischen Leuten zu Konkurrenz kommt und daraus eine ungute Dynamik entsteht.
Was war für Dich ein besonders gutes / ein besonders schlechtes Erlebnis?
Ein besonders gutes Erlebnis war für mich, als ich vor eineinhalb Jahren eine Radtour durch die Alpen gemacht habe und dabei in jedem Land bergsteigen war. Zuerst scheint alles noch ziemlich ungewiss und ganz weit weg, und mit der Zeit ergibt sich das meiste von selbst. Das Ganze lebt auch von den Leuten, die man unterwegs trifft und kennenlernt.
Ein besonders schlechtes Erlebnis war auf einer meiner ersten Hochtouren. Eine Seilschaft vor uns hatte sich aufgetrennt und zwei langsamere Mitglieder ohne Seil zurückgelassen. Wir haben dann unser Seil mit ihnen geteilt, da sich das Abseilen ohne Seil eher schwierig gestaltet hätte.
Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?
Ich stehe vielen Dingen offen gegenüber und verstehe mich mit den meisten Leuten gut. Nachdem ich die letzten Jahre weniger klettern war, sehe ich dort Potenzial, wieder aufzubauen. Dadurch konnte ich aber andere Dinge wie meine Ausdauer und mein Skikönnen verbessern. Gerade Mixed- und Eisklettern sind für mich noch neu, dort sehe ich ebenfalls noch Verbesserungsbedarf.
Aktuelle bergsportliche Pläne – und mittelfristige Ziele?
Ich würde gerne im Sommer mein Kletterniveau verbessern und dadurch viele und auch schwierigere alpine Touren klettern. Im Winter möchte ich dann viel Erfahrung beim Winterbergsteigen und Mixedklettern sammeln.
Hast Du Vorbilder?
Natürlich gibt es Bergsportler*innen, die mich mit ihren Touren, Ideen und Einstellungen inspirieren. Früher waren das beim Sportklettern zum Beispiel Menschen wie Wolfgang Güllich. Mittlerweile inspirieren mich Alpinisten wie die Huberbuam, Simon Gietl und andere, die mit ihren Touren und ihrer Herangehensweise an den Bergsport beeindrucken.
Was darf im Rucksack nicht fehlen?
Gummibären.
Welche Hobbys / Interessen hast Du neben dem Bergsport?
Ich fliege gerne Gleitschirm und versuche, das möglichst mit dem Bergsteigen zu kombinieren. Ansonsten gehe ich im Winter auch gerne mal Alpinskifahren. Außerdem verbringe ich gerne Zeit mit Freunden und koche gerne.
Was erwartest Du von der Zeit im Expedkader?
Ich freue mich auf eine lehrreiche Zeit, in der wir aber auch als Gruppe zusammenwachsen und Spaß miteinander haben. Neben der Verbesserung meines Eigenkönnens geht es mir vor allem darum, Seilhandling, Planung und ähnliche Dinge besser zu beherrschen.
Wie haben Dir die beiden Sichtungscamps gefallen?
Mir haben die Sichtungscamps sehr gut gefallen. Zu Beginn hatte ich Bedenken, dass vielleicht die ganze Zeit eine ungute Stimmung herrscht und wir uns gegenseitig versuchen durchzusetzen. Genau das war nicht der Fall, und wir hatten als Gruppe eine gute Zeit miteinander. Zudem konnte ich auch schon ein paar Dinge lernen.
Der DAV-Expedkader wird unterstützt von Mountain Equipment, Petzl und Katadyn. Herzlichen Dank für die langjährigen Partnerschaften!