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„Lust auf Zukunft“

Lotte Pichler beim Bürgerfest des Bundespräsidenten 2019

Am 30. und 31. August lud Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrenamtlich Engagierte aus ganz Deutschland zum Bürgerfest in den Park von Schloss Bellevue in Berlin ein. Im Mittelpunkt des Fests unter dem Motto „Lust auf Zukunft“ standen die Ehrenamtlichen, die durch ihren Einsatz und ihre Tatkraft die Zivilgesellschaft lebendig halten. Unter den rund 5000 geladenen Gästen war auch Lotte Pichler vom DAV.

Ehrenamt stärkt die Demokratie

 

In seiner Eröffnungsrede am Freitagabend dankte der Bundespräsident den geladenen Ehrenamtlichen, die stellvertretend stehen für „so viele Tausende und Abertausende in Deutschland, die sich jeden Tag, jede Woche, jeden Monat im Ehrenamt engagieren“

 

In Hinblick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland betonte Steinmeier die herausragende Bedeutung des Ehrenamts für die Stärkung und Wahrung der Demokratie. So verschieden das Engagement der Bürgerinnen und Bürger auch sei – alle würden dazu beitragen, dass die Demokratie stark bleibe und Deutschland mit Mut und Zuversicht in die Zukunft blicken könne, so Steinmeier.

 

 

"Gerade in einer Zeit des Zweifels brauchen wir neue Zuversicht! Gerade wenn die Fliehkräfte an unserer Gesellschaft zerren, dann müssen wir zusammenkommen aus Ost und West und Nord und Süd. Gerade wenn wir zu verzagen drohen, dann kommt’s auf die Beherzten an. Genau dafür stehen Sie alle in diesem Park, dafür stehen die Engagierten in diesem Land, dafür steht dieses Bürgerfest, dafür wollen wir dieses große Fest feiern."

 

Lotte Pichler beim Bürgerfest des Bundespräsidenten 2019

Lotte Pichler engagiert sich seit über 60 Jahren für den DAV. Ihr ehrenamtliches Wirken begann sie als Jungmannschaftsleiterin der Sektion Leitzachtal (1958-1974) sowie als Mitglied im Jugendausschuss und Bundesjugendleiterin (1975-1980). Ab 1971 vertrat sie zudem die JDAV beim Bayerischen Jugendring, in welchem sie von 1977 bis 1979 Vizepräsidentin war.

Lotte Pichler beteiligte sich maßgeblich an der Formulierung und vereinspolitischen Durchsetzung neuer, gesellschaftspolitischer Erziehungs- und Bildungsziele für die DAV-Jugend, um Pädagogik und Bergsteigen konsequent zu verbinden, wie z. B. bei den Richtlinien zur Jugendleiter- und Mitarbeiterbildung von 1980.

Im DAV Bundesverband war sie von 1993 bis 1999 Beauftragte für Familienarbeit und damit auch Mitglied im damaligen Verwaltungsausschuss sowie Mitglied der Leitbildkommission »DAV 2000plus« und später dann Mitglied im Verbandsrat (2003-2005).

 

Wie Lotte Pichler durch ihr Wirken die Entwicklung des DAV maßgeblich prägte, ist auch in einem Interview im Jubiläumsband „Die Berge und wir. 150 Jahre DAV“ nachzulesen.

 

Die Verbindung des Bundespräsidenten zum DAV

Traditionsgemäß gaben im Rahmen des Bürgerfests und des "Tag des offenen Schlosses" zahlreiche Initiativen, Organisationen und Unternehmen Einblicke in ihre ehrenamtliche und gemeinwohlorientierte Arbeit. Auch die Sektion Berlin – in der der Bundespräsident als leidenschaftlicher Bergsteiger seit vielen Jahren Mitglied ist – war mit einem Kletterturm vor Ort. Von Ehrenamtlichen der Sektion betreut und gesichert, schnupperten Groß und Klein so die „Berliner Höhenluft“ im Schlosspark.

Die Vielfalt des Ehrenamts im DAV konnte Frank Walter Steinmeier dieses Jahr bereits hautnah bei einer Wanderung mit Ehrenamtlichen des DAV am Spitzingsee in den bayerischen Alpen erleben.

 

Bundespräsident Steinmeier wandert mit dem DAV

Zum 150. Jubiläum

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Am Freitag, 24. Mai 2019, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem DAV am Spitzingsee in den bayerischen Alpen eine Wanderung unternommen. Bei bestem Wetter stieg das Staatsoberhaupt und Alpenvereinsmitglied mit einer Delegation, die hauptsächlich aus Ehrenamtlichen bestand, zur Schönfeldhütte auf und kehrte dort ein. In zahlreichen Gesprächen informierte sich Steinmeier über die vielen Themen und Aktivitäten im DAV. Anlass der Wanderung war dessen 150. Geburtstag am 9. Mai.

Das Buch zur Jubiläumsausstellung

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Zur neuen Ausstellung "Die Berge und wir. 150 Jahre DAV" erscheint im Prestel Verlag das gleichnamige Buch mit zahlreichen Aufsätzen und opulenter Bebilderung (320 Seiten) zum Preis von € 39 im Buchhandel (Hardcover) und von € 34 im Alpinen Museum und im DAV-Onlineshop für DAV-Mitglieder (Softcover).   Das Buch für alle, die die Berge lieben! 

Drei Generationen Frauen im Dienst des Alpenvereins

Christine Frühholz im Gespräch mit Ulrike Seifert, Sunnyi Mews und Lotte Pichler

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Der DAV ist seit seiner Gründung 1869 ein Verein, der grundsätzlich Frauen wie Männern offensteht. Er war jahrzehntelang männlich geprägt und geführt, obwohl Frauen von Beginn an ebenfalls in den Bergen unterwegs waren. Das nachfolgende Interview ist ein Auszug aus dem Jubiläumsbuch „Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein“. In diesem finden Sie nicht nur das komplette Interview zum Nachlesen, sondern auch viele weitere spannende Aufsätze rund um den DAV! (Weitere Infos am Seitenende)