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Frauen im Aufstieg: Der DAV wird weiblicher!

Bergsport und Bergsteigen galt lange Zeit als rein männliche Domäne. Bis in die 1970er Jahre gab es noch einzelne DAV-Sektionen, die keine Frauen aufnahmen. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Diese Zeiten sind lange vorbei.

42% weibliche Mitglieder - mehr Frauen im Ehrenamt

Zum Jahreswechsel zählte der DAV 522.157 Frauen von insgesamt 1.237.810 Mitgliedern – das entspricht 42,2 % im Vergleich zu 41,8 % im Vorjahr. Damit setzt sich im DAV bei den Mitgliedern der seit vielen Jahren anhaltende Trend hin zu einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis fort.

 

Ein rundum positives Bild, vor allem im bundesweiten Vergleich mit anderen Sportverbänden. Der DOSB meldet sogar einen Rückgang weiblicher Mitglieder von 40,0 % in 2016 auf 39,8 % in 2017.

 

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Ehrenamt. Immer mehr Frauen engagieren sich im DAV ehrenamtlich: Sei es auf Sektions- Landesverbands- oder Bundesebene im Sektionsvorstand, im Sektionsvorstand oder Präsidium, als Referentin oder Beauftragte im Beirat, als Leiterin oder Trainerin. Möglichkeiten gibt es viele.

 

3 Frauen im Präsidium

Die Nase vorne in Sachen Geschlechtergerechtigkeit hat das Präsidium des DAV Bundesverbandes. Drei der insgesamt sieben Mitglieder sind weiblich, das entspricht einem Frauenanteil von knapp 43 %.

In den weiteren Führungs- und Fachgremien auf Bundes- und Landesebene (Verbandsrat, Präsidialausschüsse, Kommissionen, regionale Untergliederungen) sind knapp ein Viertel weiblich.

Im Vergleich: In den Präsidien der DOSB-Mitgliedsorganisationen liegt die Frauenquote durchschnittlich bei 30%.

 

30 % Frauen in Sektionsehrenämtern

Auf Sektionsebene führen die Familiengruppenleiterinnen mit 56 % und die Schriftführerinnen mit 50 %. Am anderen Ende des Skala stehen die Hüttenreferentinnen mit nur 5 % und Ausbildungs- referentinnen mit 11 %.

In rund 9 %, genau genommen in 33 Sektionen, haben Frauen den Sektionsvorsitz inne. Ein Wert, der sich nach einem starken Anstieg seit etwa 5 Jahren auf gleichem Niveau bewegt. Werden alle Sektionsämter zusammengezählt, so liegt der Frauenanteil durchschnittlich bei rund 30 %.

 

Bergsport wird weiblicher

Bergsport und Bergsteigen galt lange Zeit als rein männliche Domäne. Bis in die 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es einzelne Sektionen, die keine weiblichen Mitglieder aufnahmen.

Das ist nicht mehr so: In den vielfältigen Spielarten des Bergsports von Klettern bis Mountainbiken, von Wandern bis Hochtourengehen sind Bergsportlerinnen und Bergsportler unabhängig von Alter und Geschlcht gleichermaßen unterwegs.

Die Entwicklung im Ehrenamt zeigt dieselben Trends, doch hinken die absoluten Zahlen der Mitgliederentwicklung hinter her. Wenn der DAV auch im Vergleich mit anderen Sportvereinen gut da steht, so ist dies kein Grund zum Ausruhen. Vor allem in den Führungsgremien wird die Luft dünner und auch hier täte eine gute Mischung dem Alpenverein gut.

 

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Am 8. März 2018 wurde der Internationale Frauentag begangen. Grund genug, einmal mehr über Frauen und das gleichberechtigte Miteinander mit Männern - auch im Deutschen Alpenverein - zu sprechen. Rückblickend lässt sich – vor allem für die Jüngeren – kaum vorstellen, dass in Sachen Gleichberechtigung vieles noch vor gar nicht so langer Zeit noch ganz anders war:   Lange Jahre war das Eröffnen eines eigenen Bankkontos, das Erlangen des Führerschein und selbst das Arbeiten ohne Einwilligung des Ehemanns nicht möglich. Und das, obwohl seit 100 Jahren Frauen in Deutschland wählen dürfen und seit 1949 laut Grundgesetz mit Männern gleichberechtigt sind. 

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  So vielfältig wie die Berge und der Bergsport sind die Möglichkeiten, sich im Alpenverein zu engagieren.   Ob als Vorsitzende oder als freiwilliger Helfer, ob zwei Tage oder für mehrere Jahre, ob in den Bergen oder in der Geschäftsstelle - jeder kann beim Alpenverein anpacken, wann, wo und wie er möchte. Bei uns finden Sie Gleichgesinnte, denen die Berge und der Bergsport ebenso wichtig sind, wie Ihnen! 

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Im Deutschen Alpenverein erwirtschaften rund 26.700 Ehrenamtliche jährlich in mehr als 1,8 Millionen Stunden 27,8 Millionen Euro.

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Die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern stellt heute aus gesellschaftlicher Sicht ein zentrales Handlungsfeld dar. Neben Politik und Wirtschaft sind auch Verbände und Vereine aufgefordert, die Stellung der Frau auf Vereins- und Verbandsebene zu stärken. Auch im Bereich des Sports gewinnt das Thema an Bedeutung – hier geht der DOSB durch seine engagierte Gleichstellungspolitik mit positivem Beispiel voran. Seit 2014 sind die Durchsetzung und Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Präambel der Satzung verankert. In der Praxis soll dieser primär durch die Einhaltung einer Geschlechterquote in den DOSB-Gremien Rechnung getragen werden. Auch im DAV wird der Anteil von Frauen und Männern in DAV-Ehrenämtern seit inzwischen über 10 Jahren statistisch erfasst und die JDAV führte bereits 2015 eine Geschlechterquote ein.