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Geschlechterverteilung im DAV 2019

Seit 15 Jahren wird der Anteil von Frauen und Männern unter den Mitgliedern und Ehrenamtlichen im DAV statistisch ausgewertet. Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort: Der DAV wird weiblicher!

Der DAV wird weiblicher!

Unter den DAV-Mitgliedern steigt der Anteil der Frauen kontinuierlich: Zum Jahresende 2019 verzeichnete der DAV insgesamt 1.351.247 Mitglieder, darunter 578.334 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 42,8% im Vergleich zu 42,6% im Vorjahr. Seit Jahren nähern sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern im DAV immer weiter an.

Zum Vergleich: Gemäß DOSB-Gleichstellungsbericht ist der Anteil von Frauen und Mädchen mit knapp 40% in den Sportvereinen relativ konstant, allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den verschiedenen Sportarten.

 

Erstmals wieder mehr als 10% Vorsitzende

Ende des Jahres 2019 hatten 36 Frauen, d.h. 10,06 % den Vorsitz einer DAV-Sektion inne. Damit wurde seit 2014 erstmals wieder die Zehn-Prozent-Hürde geknackt. In vergangenen Jahren bewegte sich der Anteil weiblicher Vorsitzender auf dem Niveau von 9%.

 

Geschlechterverteilung in weiteren Sektionsämtern

Die postive Tendenz setzt sich bei den weiteren Vorstands- und Beiratsposten fort, wenn auch nur in sehr kleinen Schritten. Tradtionell hohe Frauenquoten finden sich bei den Schriftführerinnen, im Bereich des Familienbergsteigens, aber auch in der JDAV. 

 

Geschlechterverteilung im Bergsport

Auch beziehungsweise gerade im Bergsport zeigt sich ein immer bunteres Bild. Insbesondere bei den Ausbildungen rund um das Bergwandern und Klettern steigt der Anteil an lizenzierten Trainerinnen. Hochtouren, Eisfallklettern aber auch der Routenbau sind hingegen immer noch männlich dominiert. Im Vergleich: Der Anteil an Bergführerinnen in Deutschland beträgt aktuell mit elf Frauen nur 1,92% (VDBS 2019).

 

Gleichstellung in Führungspositionen

Auf der Führungsebene im Bundesverband ist der Frauenanteil rückläufig. Mit den Wahlen auf der Hauptversammlung 2019 sind aktuell zwei Frauen im siebenköpfigen Präsidium (28,57%). Im Vorjahr waren es noch drei Frauen.

Im Gleichstellungsbericht weist der DOSB in den Präsidien der Spitzenverbände einen Frauenanteil von 19% aus. Somit liegt der DAV zwar über dem Durchschnitt, aber das allgemein formulierte Ziel von mindestens 30% ist nicht mehr erreicht. Zum Vergleich: Das DOSB-Präsidium hat mit aktuell 44% fast Parität; der Frauenanteil in wirtschaftlichen Führungspositionen in Deutschland liegt bei 22,6% (Quelle: Destatis 2019; Eurostat 2019).

 

Im Verbandsrat, den Präsidialausschüssen, Kommissionen, den Landesorganisationen und in der JDAV bewegte sich die Geschlechterverteilung im Durchschnitt auf gleichem Niveau. Sehr erfreulich ist, dass mit Rita Endres-Grimm erstmals in der Geschichte des DAV eine Frau in den Kreis der dreiköpfigen Rechnungsprüfung gewählt wurde.

 

Kein Grund zum Ausruhen!

Die alles in allem positive Entwicklung täuscht nicht darüber hinweg, dass Frauen in DAV-Ehrenämtern weiterhin unterrepräsentiert sind. Mit dem durchschnittlichen Frauenanteil von gut 20% in den Bundesverbands- und rund 30% in den Sektionsgremien ist das Potential der Frauen im DAV bei weitem noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern darf also nicht aus dem Auge verloren werden. Viele Ansatzpunkte, wie z.B. spezielle Seminare und eine gezielte Ansprache sind notwendig, um den Weg für Frauen in ein verantwortungsvolles Ehrenamt zu ebnen.

 

 

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