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Gesund die Berge genießen

„Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ (Arthur Schopenhauer).

Gesundheit erfährt in der Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Sport, wie zum Beispiel Wandern und Klettern, gehört nach Expertenmeinung zu einer gesunden Lebensweise dazu. Wie gesund sind diese Sportarten wirklich und was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Gesundheit?

 

 

Gesundheit

Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Hier kommt der mehrdimensionale Aspekt von Gesundheit zum Ausdruck, wenngleich sich nur wenige Menschen über vollständiges Wohlergehen erfreuen dürften. Analog zum Bergwetter ist auch die Gesundheit diversen Hochs und Tiefs unterworfen. Diese gilt es auszubalancieren; was bedeutet, man ist nicht entweder gesund oder krank, sondern mal mehr vom einen oder mehr vom anderen. Gesundheitsforscher appellieren deshalb, das Thema ganzheitlich zu betrachten und sowohl persönliche Stressoren zu identifizieren und zu bekämpfen als auch stark machende Faktoren zu pflegen; zu letzteren gehört für viele der Bergsport.

 

Gipfelglück

Regelmäßige körperliche Bewegung ist zweifelsfrei eine Quelle für Gesundheit. Passionierte Bergsteigerinnen spüren dies und gehen nicht zuletzt deshalb ihrer Leidenschaft so gerne nach. Vorausgesetzt die Passung stimmt, dann hilft Wandern und Klettern auch nach Ansicht von Medizinern zur Stressbewältigung und zum „Krafttanken“. Das war schon vor über hundert Jahren bekannt. Bergsteigen galt als präventive Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit. Die Wirkung auf Funktion von Herz und Lunge, die Ausbildung der Muskulatur, die Festigung der Knochen, die Kräftigung der Bänder und Gelenke, die Anregung der Verdauungsorgane, des Blutkreislaufs, der Hauttätigkeit und der Nerven galten als wissenschaftliche und medizinische Begründungen des Bergsteigens (Anneliese Gidl in „Alpenverein. Die Städter entdecken die Alpen“). Dass gerade „sanftes“ Bergsteigen diese positiven Effekte erwirken kann, hat dazu geführt, dass Wandern in der Prävention und Rehabilitation und Klettern in der Physiotherapie heute sogar „verschrieben“ werden.

 

Gesundes Risiko

Das Besondere am Bergsport ist das Zusammenspiel von Wetter, Flora und Fauna, Höhe, Abgeschiedenheit und das Angewiesen-Sein auf die Tourenpartner. Je nach Ort und Schwierigkeit sind objektive und subjektive Gefahren zu berücksichtigen, die ein unterschiedliches Risiko für die Gesundheit ergeben. Abhängig vom persönlichen Können kann eine Tour Genuss sein, aber auch gesundheitliches Wagnis. Liegt die Tour im optimalen Risikobereich jenseits von Angst oder Langeweile, dann stellt sich für Bergsteiger eine hohe Selbstwirksamkeit ein, welche manch einer als Gipfelglück bezeichnet. Und ist Glücklich-Sein nicht sogar die höchste Stufe von Gesundheit?

 

Fordern statt überfordern

Ist Bergsport also per se gesund? Sicher nicht, vor allem, wenn man überholten pseudo-leistungssportlichen Maximen wie „Viel hilft viel“ oder „gesund ist, was hart macht“ auf den Leim geht. Dann stehen den positiven Auswirkungen auch Überlastungen und unfallbedingte Verletzungen gegenüber. Dennoch sollte man sich gelegentlich die Fragen stellen: Gehe ich nicht viel zu schnell den Berg hoch? Muss ich den Griff bis zum Anschlag durchziehen? Mehr Leistung braucht auch mehr Erholung und Regeneration; und die fehlen im hektischen Alltag zwischen Beruf und Familie häufig, so dass die Wahl der richtigen Intensität zur Gratwanderung wird.

 

Genussbergsteigen

Ein Messinstrument für die richtige Dosierung ist das Genussempfinden: Kann ich mich beim Gehen noch unterhalten? Fühle ich mich erholt? Das Ausbalancieren von Belastung und Überlastung erfordert eine Menge Erfahrung. Es ist keine Schande, diese in erfahrene Hände von Tourenleiterinnen und Trainern in einer Alpenvereinssektion zu legen. Dies fördert einen weiteren gesundheitlichen Schutzfaktor: den sozialen Austausch. Denn was ebenso wie körperliche Überlastung krank macht, ist Einsamkeit. Diese kann vermeiden, wer in Seilschaft klettert, in der Gemeinschaft wandert oder etwas im Verein unternimmt. Wenn der Begriff auch etwas aus der Mode ist, die Bergkameradschaft hat auch für die „soziale Fitness“ der Bergsteiger im 21. Jahrhundert noch eine große Bedeutung. Wenn man also bewährte Weisheiten mit neuen Erkenntnissen kombiniert, dann dürften die größten positiven Effekte für die Gesundheit herausspringen. Und so brauchen sich arrivierte Bergsportlerinnen und Bergsportler nicht schämen, wenn er oder sie nach der Tour etwas Wellness betreibt.

 

Bergwandern: Einfach gehen und genießen

Bergsport & Gesundheit

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Bergwandern ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Neben dem großen Erholungswert genießen Bergwanderinnen und Bergwanderer die Natur. Dem Gehen wird nicht umsonst auch eine meditative Wirkung zugeschrieben. Wer nicht alleine unterwegs Gedanken und Natur freien Lauf lässt, sondern lieber in Gesellschaft wandert, wird ebenfalls schnell feststellen, welch wunderbare Gespräche dabei entstehen können. Die Hauptmerkmale – ob alleine oder in der Gruppe – sind vor allem:   

Achtsam in die Berge

Bergpodcast Folge 29

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Folge 29 des Bergpodcasts befasst sich mit dem Thema Gesundheit. Warum ist Wandern so förderlich für die physische und psychische Gesundheit? Darüber spricht Julie Schäfer vom Podcast "Lass quatschen!" mit dem Berg- und Gesundheitscoach Toni Abbattista. Unser Alltag birgt viel Stresspotential. Stress ist nicht immer negativ: Er setzt Energiereserven des Körpers frei und macht uns leistungsfähig. Bis zu einem gewissen Grad. Stehen wir ständig unter (negativem) Stress, kann das ernsthafte Folgen für unsere Gesundheit haben. Für das körperliche und geistige Wohlbefinden ist ein Ausgleich zum Alltag deshalb wichtig – zum Beispiel in Form von Wanderungen. Im Interview spricht Julie Schäfer vom Podcast „Lass quatschen“ mit Berg- und Gesundheitscoach Toni Abbattista über Gesundheit und Achtsamkeit und was das eigentlich mit Bergsport zu tun hat.   Mehr Infos, Tipps und Anregungen rund um gesundheitsorientierten Bergsport liefert die Kampagne „Spüre dich selbst“, die der DAV gemeinsam mit seinem Partner Bergader ins Leben gerufen hat. 

Allgemeine Tipps und Empfehlungen

... für gesundheitsbewusste Bergtouren

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Für die richtige Ernährung, die richtigen Trainingsmethoden bis hin zu Gesundheitstipps fürs Unterwegssein mit den Kleinsten finden Sie hier nützliche Informationen. Im Hobby die eigene Leistung zu optimieren, ist für viele Bergsportlerinnen und Bergsportler ein lohnenswertes Ziel geworden. Oft sind es kleine Anpassungen in Auswahl und Einkauf von Lebensmitteln sowie dem Aufbau des Trainings, die zur Zielerreichung führen können. An welchen Stellschrauben gedreht werden muss beziehungsweise sollte, ist eine individuelle Entscheidung.  Für die richtige Ernährung, die richtigen Trainingsmethoden bis hin zu Gesundheitstipps fürs Unterwegssein mit den Kleinsten liefern wir hier nützliche Informationen: