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Unsere Stars für Tokyo

Alex Megos und Jan Hojer starten bei Olympia

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Erstmalig wird das Sportklettern an den olympischen Sommerspielen 2021 in Tokio als Disziplin vertreten sein. Für Deutschland im Team des DAV treten bisher zwei Athleten in den Wettkämpfen um die Medaillen an. Alex Megos (DAV Erlangen) und Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) sind die beiden deutschen Teilnehmer, die sich bereits im vergangenen Jahr für das Sportklettern bei Olympia 2021 qualifizieren konnten. Die beiden vertreten die Sportkletterer aus Deutschland.   Mehr Infos über die zwei Athleten gibt es in den beiden Steckbriefen unten. 

Olympioniken

Diese Athletinnen und Athleten haben sich qualifiziert

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Zum ersten Mal wird es 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio Sportklettern als Disziplin geben. Dabei sein dürfen insgesamt 40 Athletinnen und Athleten, von denen die Mehrheit inzwischen fest steht. Im "Sport Climbing", wie Klettern bei Olympia offiziell heißt, werden 20 Männer und 20 Frauen antreten. Jeweils 17 haben sich bereits letztes und dieses Jahr durch verschiedene Wettkämpfe qualifiziert. Dazu kommen je zwei Athletinnen und Athleten, die vom Gastgeberland und dem IOC nominiert wurden. Der verbleibende Platz sollte in den Asiatischen Kontinentalmeisterschaften im Dezember 2020 vergeben werden. Bisher konnten sie allerdings noch nicht stattfinden. Fakt ist: Deutschland schickt zwei männliche Olympioniken: Alexander Megos und Jan Hojer. Megos qualifizierte sich durch seine Leistungen an der Weltmeisterschaft in Japan bereits im August 2019. Hojer erreichte dies beim Sonderqualifizierungsevent in Toulouse Ende November des vergangenen Jahres. 

Wettkampfstätte

Der Schauplatz für die Wettkämpfe im Sportklettern bei Olympia 2020.

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Bei den Olympischen Sommerspielen 2021 in Tokio wird das Sportklettern erstmals als Disziplin dabei sein. Dafür gibt es eine neue Wettkampfstätte, die den Anforderungen der Sportart gerecht wird. Die Wettkämpfe werden im temporär bestehenden "Aomi Urban Sports Park" abgehalten. Eine große Asphaltfläche fasst 8400 Stühle für das Publikum. Die Plätze bieten Blick auf die extra für Olympia gestaltete Wettkampfwand. Die Wand ist anhand der drei Disziplinen des Olympic Combined aufgeteilt: links Lead, mittig Bouldern und rechts Speed. Zentral über der Boulderwand wird ein großer Video-Screen für die Live-Wiedergabe angebracht. Der Wettkampf wird im Freien abgehalten, wobei die Wand überdacht ist und die Bestuhlung kein Dach aufweist.   Die Struktur der Wand wird noch von der französischen Firma "Entre Prises" entworfen. Die Routenbauerinnen und Routenbauer können aus einem Pool von mehreren hundert Griffen und Tritten sowie 240 Kunststoff- und Holzvolumen wählen, die bereits von der IFSC (International Federation of Sport Climbing) zugelassen wurden. 

Wettkampf-Equipment

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Das wichtigste Utensil beim Klettern? Neben dem Gehirn als wichtigstem Muskel wohl die Schuhe. Aber Kletterer bedienen sich noch weiterer hilfreicher Utensilien bei ihrem Sport.

Was ist Olympic Combined?

Das neue Wettkampfformat

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Im Sommer 2016 beschloss das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Aufnahme von Sportklettern in das Olympische Programm. Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2021 wird die Premiere stattfinden. Der Wettkampfmodus für Tokio ist ein neu geschaffenes Kombinationsformat, das Olympic Combined, das sich aus den drei Disziplinen Lead, Bouldern und Speed zusammensetzt. Der Wettkampf bei Olympic Combined läuft über zwei Runden: Qualifikation und Finale, die an unterschiedlichen Tagen stattfinden. Jede Athletin und jeder Athlet muss in allen drei Disziplinen starten. Die Abfolge ist festgelegt: Begonnen wird mit Speed, danach kommt Bouldern und als letzte Disziplin Lead.   Die Ergebnisse aus der Qualifikationsrunde werden multipliziert und daraus ein Ranking erstellt. Kletterer A hat beispielsweise in den drei Disziplinen die Platzierungen 2, 5 und 10, die multipliziert eine Punktezahl von 100 ergeben. Kletterer B landet in allen drei Disziplinen auf Platz 6 und erhält 216 Punkte. Kletterer A hat weniger Punkte, landet in der Gesamtwertung also vor Kletterer B und hat bessere Chancen, ins Finale einzuziehen. Die acht Athleten mit der niedrigsten Punktezahl werden dort starten. Im Finale werden die drei Disziplinen mit kurzer Pause direkt hintereinander geklettert. 

"Der Routenbau hat sich professionalisiert"

Interview mit IFSC-Routesetter Christian Bindhammer

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Christian Bindhammer gehörte zu den Top-Wettkampfkletterern in Deutschland. Heute nutzt der 44-Jährige seine internationale Wettkampferfahrung beim Routenbau – und das äußerst erfolgreich: Er ist der einzige Deutsche IFSC-Chefroutenschrauber. Mit uns hat er über den Routenbau bei den kommenden Olympischen Spielen gesprochen.

Das passiert im Olympia-Jahr 2021

Übersicht der internationalen Wettkämpfe

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Im Sommer 2021 werden die besten Athletinnen und Athleten der ganzen Welt auf der wohl prominentesten Wettkampfbühne überhaupt gegeneinander antreten. Doch natürlich ist Olympia nicht das einzige Spektakel des Jahres: In der Weltcup-Serie heißt es für die Kletter-Elite vorzufühlen und ihr Können schonmal vorab auf den Prüfstand zu stellen. Von 23. Juli bis 8. August ist es endlich soweit: In Tokyo finden nach langer Wartepause die Olympischen Sommerspiele statt. Alle Kletter-Hungrigen kommen aber natürlich schon vorher in den Genuss horizontaler Bewegungskünste. Auch dieses Jahr wird wie gewohnt um die Plätze auf dem begehrten Weltcup-Treppchen gebuhlt. Doch diesmal zählt nicht nur der Titel. Die Wettkämpfe sind gewissermaßen Olympia-Beta-Test. Nach einem eher ruhigen Jahr 2020 gilt es eine wichtige Frage zu klären: Wo stehen die Athletinnen und Athleten im internationalen Vergleich?  

Ausblick: Olympische Spiele 2024

Sportklettern 2024 in Paris mit zwei Disziplinen vertreten!

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Am 7. Dezember 2020 bestätigte das Internationale Olympische Komitee IOC, dass Sportklettern auch bei den Sommerspielen 2024 in Paris dabei sein wird. In Frankreich kämpfen die Athletinnen und Athleten dann nicht mehr nur um einen Medaillensatz, sondern um zwei – in einem Kombinationswettkampf aus Bouldern und Lead sowie in der Disziplin Speed.    Zudem steigt für Paris auch die Zahl der Tickets, die pro Geschlecht vergeben werden – von 40 bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokyo – auf 68 in Paris. 

Lexikon des Wettkampfkletterns

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Klettern ist eine Welt für sich. Von A wie Affenindex bis Z wie Zone ergibt sich ein ganzes Lexikon aus Equipment, Positionen und Schrittfolgen, die im Klettersport ganz bestimmte Bezeichnungen haben. Wir führen euch einmal durch's ABC des Kletterns und erklären euch, was die Begriffe bedeuten.  Schnellnavigation: A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - Z 

Was ist Speed-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Wie es der Name sagt: beim Speed geht es um Schnelligkeit. Also darum, eine weltweit genormte Route, bei der die Länge und Neigung der Wand sowie die Größe, Form und Position der Griffe und Tritte immer identisch sind, schnellstmöglich nach oben zu klettern. Gesichert wird beim Speed mit Seilsicherung von oben, also im Toprope. Die Athletinnen und Athleten müssen am Ende der Route auf einen Buzzer schlagen, dann wird die Zeit gestoppt. Die Speedtour ist bei Wettkämpfen 15 Meter hoch, hängt fünf Grad über und hat einen Schwierigkeitsgrad von UIIA 7+. Da es sich immer um die gleiche Griffabfolge handelt, können sich die Kletterinnen und Kletterer optimal vorbereiten. Sie prägen sich bei unzähligen Gos den Bewegungsablauf so ein, dass sie ihn verinnerlicht haben und genau wissen, welchen Griff sie wie nehmen beziehungsweise wohin sie ihren Fuß setzen müssen. Beim Speedklettern ist neben einer hohen Schnell- und Maximalkraft deshalb auch eine große Greif- und Trittpräzision notwendig. Außerdem sind im Wettkampf, der über mehrere Runden geht, bei höchster Geschwindigkeit Schnellkraftausdauer und Nervenstärke erforderlich. 

Was ist Lead-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Lead, also das Klettern mit Seil, wird auch als Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern bezeichnet. Es ist die traditionellste Disziplin des Kletterns. Hier geht es darum, eine definierte Route in einer vorgegeben Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern – beziehungsweise höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen. Seit mittlerweile über 30 Jahren hat sich das Leadklettern als Wettkampfsportart etabliert – 1989 ging der erste Weltcup über die Bühne. Zu Beginn fanden die Wettkämpfe noch am Fels statt, beim „Rockmaster“ im italienischen Arco beispielsweise, einem der ältesten Sportkletterwettkämpfe überhaupt. Inzwischen aber werden Wettkämpfe in Hallen an bis zu 20 Meter hohen Kunstwänden durchgeführt. Für diese Disziplin ist vor allem Ausdauer und Kraft nötig. Daneben sind eine ausgefeilte Technik und eine gute Taktik gefragt, um an der Weltspitze mitklettern zu können. Zunehmend sieht man bei den Leadwettkämpfen aber auch spektakuläre Sprünge oder Bewegungen, wie die „Figure Four“, bei dem mangels Tritt das Bein über den Unterarm gehängt und aus dieser Position weitergezogen wird.   Das Niveau beim Leadklettern ist mittlerweile sehr hoch, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften beispielsweise sollte die männliche Jugend A den 9. UIAA-Grad beherrschen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren liegen die Schwierigkeiten bereits bei UIAA 10/10+, international sogar noch höher: Bei den Weltcups werden Touren bis zum UIAA-Grad 11-/11 geklettert. 

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher. 

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