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Video: Klettern bei Olympia 2020: Was ist Olympic Combined?

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Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio feiert das Sportklettern seine Premiere. Der Wettkampfmodus für Tokio ist ein neu geschaffenes Kombinationsformat, das Olympic Combined. Hier erfahrt ihr, was genau es damit auf sich hat.

Schlag den Nationalkader!

Edelrid und Vertical-Life starten die #climbtotokyo-Challenge

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Am 15. März starten Edelrid (Offizieller Ausstatter des Nationalkader Klettern) und Vertical-Life gemeinsam mit dem DAV eine #climbtotokyo-Challenge in deutschen Kletterhallen. In dieser Challenge treten Kletterhallen und Nationalkader gegeneinander an.   Wir haben ausgerechnet, dass der gesamte Nationalkader pro Monat rund 12.300 Höhenmeter klettert (ohne Speed). Die Hallen-Communities müssen also innerhalb des Challenge-Zeitraums (15. März – 10. Mai) diese Marke überbieten. 

Unsere Stars für Tokio

Diese Athleten sind für Deutschland bei Olympia 2020 dabei.

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Erstmalig wird das Sportklettern an den olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio als Disziplin vertreten sein. Für Deutschland im Team des DAV treten bisher zwei Athleten in den Wettkämpfen um die Medaillen an. Alex Megos (DAV Erlangen) und Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) sind die beiden deutschen Teilnehmer, die sich bereits im vergangenen Jahr für das Sportklettern bei Olympia 2020 qualifizieren konnten. Die beiden vertreten die Sportkletterer aus Deutschland.   Mehr Infos über die zwei Athleten gibt es in den beiden Steckbriefen unten. 

Olympioniken

Das sind die qualifizierten Athletinnen und Athleten für das Sportklettern bei Olympia 2020.

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Zum ersten Mal wird es 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio Sportklettern als Disziplin geben. Dabei sein dürfen insgesamt 40 Athletinnen und Athleten, von denen die Mehrheit inzwischen fest steht. Im "Sport Climbing", wie Klettern bei Olympia offiziell heißt, werden 20 Männer und 20 Frauen antreten. Bereits 14 haben sich jeweils im vergangenen Jahr durch verschiedene Wettkämpfe qualifiziert. In den fünf Kontinentalmeisterschaften von März bis Mai 2020 werden entsprechend fünf weitere Kandidatinnen und Kandidaten ermittelt. Der letzte zu vergebende Platz ist noch ungewiss. Für Deutschland treten bisher Alexander Megos und Jan Hojer an. Megos qualifizierte sich durch seine Leistungen an der Weltmeisterschaft in Japan bereits im August 2019. Hojer erreichte dies beim Sonderqualifizierungsevent in Toulouse Ende November des vergangenen Jahres. 

Wettkampfzeiten

Hier gibt es die Zeiten, zu denen die olympischen Wettkämpfe im Sportklettern 2020 stattfinden.

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Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio hat das Sportklettern sein Debüt als Disziplin. Gleich an mehreren Tagen hintereinander finden die Wettkämpfe statt.

Wettkampfstätte

Der Schauplatz für die Wettkämpfe im Sportklettern bei Olympia 2020.

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Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio wird das Sportklettern erstmals als Disziplin dabei sein. Dafür gibt es eine neue Wettkampfstätte, die den Anforderungen der Sportart gerecht wird. Die Wettkämpfe werden im temporär bestehenden "Aomi Urban Sports Park" abgehalten. Eine große Asphaltfläche fasst 8400 Stühle für das Publikum. Die Plätze bieten Blick auf die extra für Olympia gestaltete Wettkampfwand. Die Wand ist anhand der drei Disziplinen des Olympic Combined aufgeteilt: links Lead, mittig Bouldern und rechts Speed. Zentral über der Boulderwand wird ein großer Video-Screen für die Live-Wiedergabe angebracht. Der Wettkampf wird im Freien abgehalten, wobei die Wand überdacht ist und die Bestuhlung kein Dach aufweist.   Die Struktur der Wand wird noch von der französischen Firma "Entre Prises" entworfen. Die Routenbauerinnen und Routenbauer können aus einem Pool von mehreren hundert Griffen und Tritten sowie 240 Kunststoff- und Holzvolumen wählen, die bereits von der IFSC (International Federation of Sport Climbing) zugelassen wurden. 

Lexikon des Wettkampfkletterns

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Klettern ist eine Welt für sich. Von A wie Affenindex bis Z wie Zone ergibt sich ein ganzes Lexikon aus Equipment, Positionen und Schrittfolgen, die im Klettersport ganz bestimmte Bezeichnungen haben. Wir führen euch einmal durch's ABC des Kletterns und erklären euch, was die Begriffe bedeuten.  Schnellnavigation: A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - Z 

Was ist Speed-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Wie es der Name sagt: beim Speed geht es um Schnelligkeit. Also darum, eine weltweit genormte Route, bei der die Länge und Neigung der Wand sowie die Größe, Form und Position der Griffe und Tritte immer identisch sind, schnellstmöglich nach oben zu klettern. Gesichert wird beim Speed mit Seilsicherung von oben, also im Toprope. Die Athletinnen und Athleten müssen am Ende der Route auf einen Buzzer schlagen, dann wird die Zeit gestoppt. Die Speedtour ist bei Wettkämpfen 15 Meter hoch, hängt fünf Grad über und hat einen Schwierigkeitsgrad von UIIA 7+. Da es sich immer um die gleiche Griffabfolge handelt, können sich die Kletterinnen und Kletterer optimal vorbereiten. Sie prägen sich bei unzähligen Gos den Bewegungsablauf so ein, dass sie ihn verinnerlicht haben und genau wissen, welchen Griff sie wie nehmen beziehungsweise wohin sie ihren Fuß setzen müssen. Beim Speedklettern ist neben einer hohen Schnell- und Maximalkraft deshalb auch eine große Greif- und Trittpräzision notwendig. Außerdem sind im Wettkampf, der über mehrere Runden geht, bei höchster Geschwindigkeit Schnellkraftausdauer und Nervenstärke erforderlich. 

Was ist Olympic Combined?

Das neue Wettkampfformat

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Im Sommer 2016 beschloss das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Aufnahme von Sportklettern in das Olympische Programm. Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020 wird die Premiere stattfinden. Der Wettkampfmodus für Tokio ist ein neu geschaffenes Kombinationsformat, das Olympic Combined, das sich aus den drei Disziplinen Lead, Bouldern und Speed zusammensetzt. Der Wettkampf bei Olympic Combined läuft über zwei Runden: Qualifikation und Finale, die an unterschiedlichen Tagen stattfinden. Jede Athletin und jeder Athlet muss in allen drei Disziplinen starten. Die Abfolge ist festgelegt: Begonnen wird mit Speed, danach kommt Bouldern und als letzte Disziplin Lead.   Die Ergebnisse aus der Qualifikationsrunde werden multipliziert und daraus ein Ranking erstellt. Kletterer A hat beispielsweise in den drei Disziplinen die Platzierungen 2, 5 und 10, die multipliziert eine Punktezahl von 100 ergeben. Kletterer B landet in allen drei Disziplinen auf Platz 6 und erhält 216 Punkte. Kletterer A hat weniger Punkte, landet in der Gesamtwertung also vor Kletterer B und hat bessere Chancen, ins Finale einzuziehen. Die acht Athleten mit der niedrigsten Punktezahl werden dort starten. Im Finale werden die drei Disziplinen mit kurzer Pause direkt hintereinander geklettert. 

Was ist Lead-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Lead, also das Klettern mit Seil, wird auch als Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern bezeichnet. Es ist die traditionellste Disziplin des Kletterns. Hier geht es darum, eine definierte Route in einer vorgegeben Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern – beziehungsweise höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen. Seit mittlerweile über 30 Jahren hat sich das Leadklettern als Wettkampfsportart etabliert – 1989 ging der erste Weltcup über die Bühne. Zu Beginn fanden die Wettkämpfe noch am Fels statt, beim „Rockmaster“ im italienischen Arco beispielsweise, einem der ältesten Sportkletterwettkämpfe überhaupt. Inzwischen aber werden Wettkämpfe in Hallen an bis zu 20 Meter hohen Kunstwänden durchgeführt. Für diese Disziplin ist vor allem Ausdauer und Kraft nötig. Daneben sind eine ausgefeilte Technik und eine gute Taktik gefragt, um an der Weltspitze mitklettern zu können. Zunehmend sieht man bei den Leadwettkämpfen aber auch spektakuläre Sprünge oder Bewegungen, wie die „Figure Four“, bei dem mangels Tritt das Bein über den Unterarm gehängt und aus dieser Position weitergezogen wird.   Das Niveau beim Leadklettern ist mittlerweile sehr hoch, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften beispielsweise sollte die männliche Jugend A den 9. UIAA-Grad beherrschen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren liegen die Schwierigkeiten bereits bei UIAA 10/10+, international sogar noch höher: Bei den Weltcups werden Touren bis zum UIAA-Grad 11-/11 geklettert. 

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher. 

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