DAV begrüßt Olympia-Entscheidung: Skimo bleibt und wächst weiter

- Skibergsteigen (Skimo) bleibt bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich im Programm und wird sogar erweitert: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat entschieden, zusätzlich die Individual-Disziplin aufzunehmen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.

Skimo bleibt auch 2023 olympisch. Foto: Frank Heinen/VOIGT
„Das sind wirklich großartige Neuigkeiten und eine ausgezeichnete Entscheidung! Die erneute Aufnahme und die Erweiterung der Disziplinen werden dem Skibergsteigen und seinen Athlet*innen eine herausragende Plattform bieten, die Sichtbarkeit erhöhen und neue Wachstumschancen schaffen. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Sport auf die nächste Stufe zu heben. Frankreich 2030, wir kommen!“
- Stefan Knirsch, Geschäftsführer der DAV Leistungssport gGmbH

Mit dem Beschluss knüpft das IOC an das erfolgreiche olympische Debüt von Skimo bei den Winterspielen 2026 an und setzt zugleich ein deutliches Signal für die Weiterentwicklung der Sportart. Für 2030 sind aktuell fünf Entscheidungen in zwei Disziplinbereichen vorgesehen – neben den kurzen Sprint- und Mixed-Relay-Formaten nun auch die Individual-Rennen.

Aus Sicht des DAV ist diese Entwicklung ein konsequenter Schritt. Der Individual-Wettbewerb gilt als die klassische Disziplin des Skibergsteigens: Die Athlet*innen absolvieren mehrere Aufstiege und Abfahrten im freien Gelände und bewältigen dabei große Höhendifferenzen.

„Grundsätzlich ist das eine fantastische Entwicklung. Es stand im Raum, dass Skimo wieder ganz aus dem Programm genommen werden könnte – umso wichtiger ist dieses klare Bekenntnis. Dass wir das Individual dazubekommen, macht es besonders spannend“, so Knirsch weiter.

Noch Fragen offen

Gleichzeitig verweist der DAV auf offene Fragen bei der konkreten Ausgestaltung:
Da das IOC die Gesamtzahl der Athletinnen traditionell begrenzt, könnte es dazu kommen, dass Sportler*innen sowohl in Kurz- als auch in Langdistanzen antreten müssen. „Das bleibt ein spannender Punkt. Die Anforderungen im Sprint und im Individual sind sehr unterschiedlich. Ein Top-Sprinter ist nicht automatisch auch im Individual konkurrenzfähig“, erklärt Knirsch.

Freude bei den Athlet*innen

Aus Athlet*innensicht wird die Entscheidung sehr positiv aufgenommen. Der deutsche Skimo-Athlet und Olympia-Teilnehmer 2026, Finn Hösch, betont:

„Die IOC-Nachricht ist super erfreulich und auch ein Stück weit erleichternd für den Sport, dass wir die Zusage bekommen und nicht weiter in der Schwebe bleiben – und dann gleich auch noch mit einer zusätzlichen Disziplin. Jetzt gilt es, den genauen Modus auszuarbeiten: Wie das Individual konkret aussehen wird und wie sich das mit den bisherigen 72 Athlet*innen ausgeht. Aber wir freuen uns riesig – es geht weiter.“

Auch Tatjana Paller, ebenfalls Olympia-Teilnehmerin 2026, sieht darin einen großen Schub für die gesamte Sportart:

„Ich hab mich brutal gefreut. Das gibt uns sehr viele Chancen – vor allem für die Förderung unserer Sportart und die Möglichkeit, unser Leben als Leistungssportlerinnen und -sportler weiter so zu gestalten, mit voller Konzentration auf den Sport und den olympischen Gedanken.“

Zur neuen Disziplin ergänzt sie:

„Es ist super, dass jetzt auch das Individual dabei ist. Bisher lag der Fokus stark auf den kurzen Formaten. Viele kommen aber aus dem klassischen Skibergsteigen mit längeren Rennen – für die ist das ein wichtiges Signal.“

Für den DAV bedeutet die IOC-Entscheidung einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft des Skibergsteigens – sowohl im Leistungssport als auch in der Wahrnehmung der Sportart insgesamt. Sie unterstreicht die wachsende Bedeutung von Skimo im internationalen Wintersport und eröffnet neue Chancen für Athlet*innen aus Deutschland.

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