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Faszination Mountainbiken

Mit einem Zweirad aus eigener Kraft in die Berge zu fahren ist umwelfreundlich, praktisch und erlebnisreich – und hat eine lange Tradition. Schon Bergvagabunden wie Hermann Buhl und Anderl Heckmair sind mit dem Drahtesel in die Berge aufgebrochen. Damals war es schlicht das günstigste Verkehrsmittel, um zu den Bergen zu gelangen.

Viele Disziplinen

Heute ist Mountainbiken eine eigene Disziplin des Bergsports. Und es gibt sogar zahlreiche Spielarten des Radelns in den großen und kleineren Bergen. Das ist ein großer Vorteil des Mountainbikens:

 

Der Sport lässt sich beinahe überall ausüben, vor der eigenen Haustüre, ohne vorher mit dem Auto fahren zu müssen. Beim Bike & Hike kann man Gipfel erklimmen, beim Cross Country wird eher kupiertes Gelände unter die Räder genommen, Tourenfahrerinnen und -fahrer lieben große Runden, All Mountain führt in die hohen Berge zu oft schwierigen Abfahrten. Beim Freeride und Downhill nutzt man gern Aufstiegshilfen und bewegt sich teilweise in Bike Parks, wärend Free- und Slopestyle viele Aktionen in der Luft beinhaltet. Eine neue Entwicklung sind E-Mountainbikes. Sie alle nennen sich Mountainbikerinnen und Mountainbiker!

 

Viele Motive

Was Mountainbikerinnen und Mountainbiker eint, ist die Leidenschaft für das Outdoor-Erlebnis auf zwei Rädern. Ob Bewegungsfreude, Naturerlebnis, Gemeinschaft oder Erholung - bei der ausdauerlastigen Sportart steht das Erleben im Vordergrund.

Genau das macht das Biken in den Bergen so einmalig: Es bietet ferner einen Ausgleich zum Beruf (insbesondere für jene, die viel sitzen einen Wohltat), schützt und stärkt die Gesundheit und auch das reine Trainingsmotiv im Sinne der Leistungssteigerung kann mit Hilfe der zwei Räder erzielt werden. Der Deutsche Alpenverein bezieht klar Position und versucht in Wort und Tat für ein tolerantes Miteinander der Radlerinnen und Radler sowie Wanderinnen und Wanderer zu etablieren.

 

Viel Service

Die DAV-Fachübungsleiter erwerben während ihrer Ausbildung fundierte Kenntnisse zur Ökologie und treten als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für umweltverträgliches Mountainbiken ein. Das DAV-Lehrteam Mountainbiken ist das zuständige Ausbildungsteam.

Willkommen sind die Bikerinnen und Biker auch auf den bikefreundlichen DAV-Hütten. Mit dem DAV-Alpin-Lehrplan Mountainbiken gibt der DAV ein Standardwerk zum Nachlesen heraus und mit dem DAV-Bike-Paß einen Infoflyer und Fahrradausweis.

 

DAV Bike Pass

Ein gutes Mountainbike ist wertvoll und kann schnell weg sein. Bei einem Diebstahl gilt: je schneller und konkreter man die Polizei informieren kann, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Bike gefunden wird.
 

Die relevanten Informationen wer­den deshalb im DAV Bike-Pass eingetragen und sind auf Touren mit dabei – so kann man im Fall des Falles umgehend die Fahn­dung einleiten lassen. Der Pass findet sich zum Heraustrennen in der Broschüre Mountainbiken unten im Download.
 

 

Elektro-Mountainbikes

Die Unterstützung des Fahrradfahrens durch Elektroantrieb eröffnet aus Sicht des DAV neue Anwendungsperspektiven für die Ausübung des Bergsports. Ob allein zum Mountainbiken, als alternative Anfahrtsmöglichkeit zu anderen Bergsportaktivitäten oder als Verkehrsmittel im Alltag. Durch die Nutzung von rechtlich dem Fahrrad gleichgestellten Pedelecs, die die eigene Leistung bei der Ausübung des Natursport Mountainbiken unterstützen, kann das Erlebnis Mountainbike leichter zugänglich gemacht werden. Dennoch beobachtet der DAV die Entwicklung der Nutzung von E-Bikes und Pedelecs in den Alpen und Mittelgebirgen durchaus kritisch. Er setzt sich für Bewegung aus eigener Kraft ein. Das Radfahren in den Bergen mit E- Bikes, die ohne eigene körperliche Betätigung genutzt werden können, unterstützt der DAV nicht. Bei der Nutzung von Pedelecs im Gebirge ist eine ausreichende Unterrichtung über Natur- und Um-weltschutzaspekte, Handling, Reichweite und Risiken sowie eine Einführung in die nötige Basis-Fahrtechnik für Einsteiger unabdingbar.

 

Literaturempfehlung

Alpin-Lehrplan Band 7, Mountainbiken, BLV-Verlag, ISBN 978-3-8354-1587-4

 

Informationen zum Thema Mountainbiken sind erhältlich im DAV-Shop.

 

Positionspapier

Mountainbiken im DAV

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Der Verbandsrat hat 2015 das Positionspapier Mountainbike des DAV verabschiedet. Damit ist eine hervorragende Grundlage für die weitere Arbeit des DAV im Bereich Mountainbike geschaffen worden. Die rasante Entwicklung und Ausdifferenzierung des Mountainbikens sowie die inzwischen hohe Anzahl der Aktiven erfordert ein breites Grundverständnis für ein gelingendes Miteinander von Fußgängern und Radfahrern und ein verantwortungsbewusstes Ausüben der Sportart im Einklang mit Natur und Umwelt. Mit dieser Erklärung bezieht der DAV Position, spricht Handlungsempfehlungen aus und bietet eine partnerschaftliche Zusammenarbeit an. 

Fahrradmitnahme in den Alpenländern

Mit dem Rad in die Berge

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Ob Mountainbiker, Kletterer oder Wanderer, die Fahrradmitnahme im Zug bietet sich in vielen Fällen an. Länderspezifische Unterschiede sind zum Teil erheblich, der DAV gibt hilfreiche Tipps.

Mountainbiken: Mit Tempo über die Berge

Bergsportarten & Gesundheit

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Das „Radeln“ war früher Mittel zum Zweck, um lange „Talhatscher“ zu verkürzen. Heute ist Mountainbiking eine eigenständige, erlebnisreiche und gesunde Bergsportdisziplin. Heute ist Mountainbiking eine eigenständige, erlebnisreiche und gesunde Bergsportdisziplin. Sicheres und naturverträgliches Fahren ist heute an vielen Orten möglich. 

Bike und Berg

Naturverträglich Mountainbiken

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Mit Sensibilität und Rücksichtnahme wird das Mountainbiken im Gebirge zu einem umweltverträglichen Vergnügen. Hier finden Sie die wichtigsten Verhaltensregeln. Auf Schotterpisten, Waldwegen, Singletrails können Mountainbikes ihre Fähigkeiten optimal ausspielen. Natürlich nur, wenn ein entsprechend versierter Fahrer im Sattel sitzt. Aber nicht nur fahrtechnisches Können ist entscheidend, sondern auch rücksichtsvolles Verhalten in Natur und Umwelt. Schließlich sollen Wege nicht beschädigt, Wildtiere und Pflanzenbewuchs ungestört bleiben und andere Wegenutzer nicht beeinträchtigt werden. Gerade im Gebirge ist die Pflege des Wegenetzes besonders anspruchsvoll. Jäger, Förster, Grundeigentümer und DAV-Sektionen erfüllen wichtige Aufgaben beim Unterhalt der Wege. Schon kleine Schäden können beim nächsten Unwetter schwerwiegende Folgen haben. Als Mountainbiker gilt es deshalb die Wege zu schonen und keine Spuren zu hinterlassen.