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2014-02-07 14:00:00

Probleme bei der Markierfunktion

Sicherheitshinweis für LVS-Geräte

Bild pieps Arva

Markierfunktionen bei LVS Geräten zur Lösung von Mehrfachverschüttungen haben Grenzen und können nicht immer verläßlich eingesetzt werden. Im Zuge von Praxisversuchen der DAV Sicherheitsforschung ist allerdings ein bisher noch nicht bekanntes Sicherheitsproblem bei Geräten mit Markierfunktion im Suchmodus aufgetreten. Dieser Fehler tritt auf, wenn zwei oder mehr Sender so angeordnet sind, dass ihre Signale sich nicht überlagern (mind. 60 m Abstand). Nach Auffinden des ersten Senders unterdrückt die Markierfunktion der betroffenen Geräte die Signale der weiteren Sender, sodass diese nicht gefunden werden können. Dieser Fehler ist für den Suchenden nicht zu erkennen. Betroffen sind die Modelle „DSP Sport“ und „DSP Pro“ der Firma Pieps und die Modelle der „Evo“-Familie („Evolution+”,  „Evo 3“, „Evo 3+“) und das „ 3 Axes“  der Firma Arva. Die Suche nach einem einzelnen Verschütteten und der Sendebetrieb wird durch den Fehler nicht beeinträchtigt.

 

betroffene Geräte von Pieps

 

 

Die Firma Pieps bietet zur Behebung des Problems folgende Möglichkeiten an (mehr Informationen dazu auf www.pieps.com):

 

  1. Über das Firmware-Update v1.5

Das Firmware-Update (Version v1.5)  ist bei allen PIEPS Service Centern und PIEPS Kompetenzpartnern flächendeckend ab spätestens 17.02.2014 kostenlos verfügbar. PIEPS Service Center in Österreich und Deutschland finden Sie unter „Händler“ auf www.pieps.com. Kontaktdaten für andere Länder finden Sie unter „Kontakt“.

 

  1. Über die persönliche Arbeitsweise

Für Anwender, die die Möglichkeit eines Firmware-Updates nicht sofort nutzen können:

Markiere den ersten Sender und folge umgehend dem neuen stärksten Signal am Display zur zweiten verschütteten Person. Sollte nach dem Markieren des ersten Senders kein weiterer Verschütteter im maximalen Empfangsbereich angezeigt werden, jedoch weitere Verschüttete in der Lawine vermutet werden, hebe die Markierung auf  („DEMARK“ oder „SCAN“ oder „Kurzes Umschalten SEARCH=>SEND=>SEARCH“). Nach dem Aufheben der Markierung suche in der empfohlenen Suchstreifenbreite nach den weiteren Vermissten.

 

 

betroffene Geräte von Arva

 

 

Die Firma Arva empfiehlt folgendes Vorgehen um diese Situation zu lösen:

 

Wird bei der Suche nach mehreren Verschütteten nach dem Markieren des ersten Signals im Display ‘CE’ angezeigt und bleibt das ‘CE’-Zeichen im Display länger als 3 Sekunden (d.h. kein weiteres Signal im Empfangsbereich), so muss die Markierung wieder aufgehoben werden. Danach werden wieder alle Signale empfangen, auch das des bereits gefundenen Senders. Für die Suche nach weiteren Verschütteten muß der Anwender Suchstrategien beherrschen, um sich vom bereits gefundenen Sender zu entfernen und gegebenenfalls weitere Sender im Signalsuchraster zu unterscheiden.

 

Hinweis: Mit den Geräten der „Evo“-Familie und dem “3 Axes” kann nur ein Sender ausgeblendet werden.

 

 

Hinweis zur Suchstreifenbreite (bei Mehrfachverschüttung):

 

Probleme, die bei Geräten aller Hersteller mit einer Markierfunktion auftreten können, sind die reduzierte Empfangsreichweite nach dem Markieren des ersten Signals, eine instabile Markierfunktion (beispielsweise Verlieren oder Vertauschen von bereits markierten Sendern) oder eine Markierung die nicht angenommen wird. Trotzdem sind Markierfunktionen bei der Lösung einer Mehrfachverschüttung sehr hilfreich. Um diesen Begrenzungen der Markierfunktionen Rechnung zu tragen, empfehlen wir eine maximale Suchstreifenbreite von 20 m einzuhalten damit weitere Verschüttete nicht übersehen werden.

 
 

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