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"Der Alpenplan schützt das Funktionale und das Ästhetische"

DAV-Stellungnahme - Anhörung im Landtag, 22.6.

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Am Donnerstag, 22. Juni 2017 fand im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags eine öffentliche Expertenanhörung zur geplanten Skischaukel am Riedberger Horn statt. Es steht aber der gesamte Alpenplan auf dem Spiel. DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher brachte das in seiner Stellungnahme treffend auf den Punkt: „Der Alpenplan ist eben mehr als nur „Raumordnung“ […] Er schützt nicht nur das Funktionale, das das Überleben sichert, sondern gerade auch das Ästhetische, das das Leben bereichert.“ Die vollständige Rede ist hier zu lesen: 

Mitmachen und gewinnen!

Kampagne zum Alpenplan

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In unserer Kampagne „Danke Alpenplan“ stellen wir in den kommenden acht Wochen auf Facebook, Instagram und an dieser Stelle Beispiele vor, bei denen der bayerische Alpenplan Berge vor Erschließung durch Bahnen oder Lifte bewahrt hat - vom Allgäu bis in die Berchtesgadener Alpen. Zu jedem der acht „Berg-Posts“ freuen wir uns über eure Beiträge auf Facebook und Instagram. Wir geben das Thema vor, ihr postet - mal ein Bergbild, mal einen Spruch, mal ein Selfie...Bitte immer Hashtag #dankealpenplan und Markierung @deutscheralpenverein verwenden.   Pro Post ermitteln wir eine Gewinnerin oder einen Gewinner, die/der am Freitag, 6. Oktober mit Begleitung zu Gast bei einer Wanderung mit Naturschützern, Politikern, Journalisten und Bloggern zum Thema Alpenplan auf eine Alpenvereinshütte eingeladen wird. Anschließend gibt es für die Gewinner noch ein Abendessen und eine Übernachtung mit Frühstück im Mehrbettzimmer.   Wichtiger Hinweis: Die besten Fotobeiträge werden in einer Fotogalerie auf alpenverein.de präsentiert. Deshalb ist ganz wichtig: Mit einem Foto-Post auf Facebook bzw. der Verwendung des Hashtags #dankealpenplan und der Erwähnung von @deutscheralpenverein erklären sich die Teilnehmer einverstanden, dass wir ihr Bild sowohl auf alpenverein.de als auch in den Social-Media-Kanälen des Deutschen Alpenvereins veröffentlichen dürfen.  

„Danke Alpenplan“

DAV startet Kampagne

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Die Bayerische Staatsregierung geht derzeit große Schritte zur Änderung und damit zur Schwächung des Alpenplans. Die fundamentale Bedeutung dieses landesplanerischen Instruments für die Bewahrung der Berge vor überbordender Erschließung ist in der Öffentlichkeit allerdings nur wenig bekannt. Deshalb startet der Deutsche Alpenverein (DAV) jetzt die Kampagne „Danke Alpenplan“. Über Social Media, Web und Print wird in den kommenden acht Wochen an acht prominenten Beispielen gezeigt, wie schön die bayerischen Berge sind – und zwar wegen des Alpenplans in seiner jetzigen Form.    Foto: Jörg Bodenbender 

Das ist der Alpenplan

Einmaliges Instrument zum Schutz der Berge

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Die Deutschen lieben ihre Berge. Den wenigsten ein Begriff ist jedoch das dafür verantwortliche Instrument – der seit über 40 Jahren gültige Alpenplan. Denn genau dieses international viel beachtete und einzigartige Konzept zur Raumplanung macht unsere Berge zu dem, was wir heute so schätzen.  

Riedberger Horn (1787m)„...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Faszinierender Artenreichtum, seltene Raufußhühner und sanfter Tourismus: Dafür steht das Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen. In den letzten Jahren ist es im Zusammenhang mit dem Bau einer Skischaukel in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte um den Alpenplan gerückt. Durch die geplante Seilbahnerschließung droht die Aufweichung des Alpenplanes. Geltendes Recht würde außer Kraft gesetzt werden, Naturschutz würde wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden und für andere Erschließungsvorhaben wäre der Weg geebnet. Das Riedberger Horn könnte so zum Präzedenzfall werden.   Foto: Jörg Bodenbender 

Hochplateau Koblat „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Allgäuer Grasmatten, zahlreiche malerische Seen und ein karstiges Plateau. Über das Koblat führt ein schöner Höhenweg vom Nebelhorn zum Giebelhaus in Hinterstein bei Bad Hindelang. Vom bekannten Seilbahngipfel ist in kurzer Zeit die „wilde Seite“ des Allgäus erreicht. Die Karstebene hat einen besonders hohen ökologischen Wert und ist ein wichtiges Schneehuhnrevier. In den 1980er Jahren planten die Nebelhorn-Seilbahnbetreiber Lifte über das Plateau hinweg ins Hintersteiner Tal. Die Ruhezone C des Alpenplan brachte das Projekt zum Erliegen, seit 1992 ist das Koblat teil des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen.   Foto: Wolfgang B.Kleiner/Bad Hindelang Tourismus 

Alpspitze (2628 m) „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Schroffer Fels, steile Nordwand und rauschende Höhe: Die Alpspitze mit ihrem pyramidenförmigen Gipfel ist eines der Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen. Im Gegensatz zur voll erschlossenen Zugspitze ist sie zwar auch mit Steiganlagen, aber nicht mit einer Seilbahn erschlossen. Die Alpspitze ist gut besucht und ein Klettersteigklassiker im bayerischen Alpenraum. Pläne für eine Seilbahn bis zum Gipfel gab es selbstverständlich auch dort, doch bevor es soweit kam, hat der Alpenplan gegriffen: Die einzige Seilbahn endet schon am Osterfelderkopf an der Grenze zur Ruhezone C und lässt den markanten Gipfel frei im Himmel stehen.   Foto: Jörg Bodenbender 

Hochgern (1748 m) „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Chiemgauer Wanderklassiker, Blick auf das Bayerische Meer und eine Gipfelbuch-Kapelle: Am Hochgern geht es meist ruhiger zu als an seinem Nachbarn Hochfelln. Der Grund ist die fehlende Seilbahn, die Aussichtssuchende und Skifahrer auf den Gipfel befördert. Das Nebeneinander von unerschlossenem Berg und Gipfel mit Bahnstation  ist kein Zufall. Ganz bewusst wurde der Hochfelln der Erschließungszone A und der der Hochgern der Ruhezone C des Alpenplans zugeordnet. Das Resultat ist gelungener Kompromiss und ein friedliches Nebeneinander, das den Bedürfnissen von Bergsportlern, Tourismus und Naturschutz gerecht wird.   Foto: Chiemgau Tourismus 

Watzmann (2713 m) „...einfach schön!“

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Steinböcke, alte Sagen und die berühmte Ostwand: Das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen ist bis heute ein Revier für Bergsteiger und Kletterer, dessen Gipfel nur aus eigener Kraft bestiegen werden können. Dabei gab es schon in den 1920er Jahren und bis in die 1960er Jahre hinein Pläne, den Watzmann mit einer Seilbahn leichter zugänglich zu machen. 1978 wurde die Region zum Nationalpark Berchtesgaden erklärt – bereits 1972 hatte der in Kraft getretene Alpenplan die Seilbahnpläne endgültig unterbunden.   Foto: Jörg Bodenbender 

Geigelstein (1808 m) „...einfach schön! “

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Seltene Orchideen, Kohlröschen, Tüpfel-Enzian: Als Chiemgauer Blumenberg ist er bekannt, dabei war er bis Anfang der 1990er hart umkämpft: Seit den 1970er Jahren gab es Pläne, ihn als Skigebiet zu erschließen – unter anderem mit Bergbahnen und einer Skischaukel, die Sachrang im Westen mit Schleching im Osten verbinden sollte. 1991 wurde der Geigelstein als Naturschutzgebiet erklärt. Der 1972 in Kraft getretene Alpenplan und die Bügerinitiative „Rettet den Geigelstein“ konnten eine Erschließung verhindern.   Foto: Gemeinde Schleching 

Rotwand (1884 m) „...einfach schön! “

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Münchner Hausberg, gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und ein perfekter Aussichtspunkt. Auf den Voralpengipfel führen viele Wege, im Winter zieht er Skitourengeher und Rodler an. Im Rotwandhaus finden alle eine gemütliche Einkehrmöglichkeit. In dem Gebiet wurden bis in die 1970er Jahre zahlreiche Nachbargipfel für den Skibetrieb erschlossen und auch für die Rotwand gab es seit Anfang der 1960er Jahre Pläne für eine Seilbahn und zahlreiche Schlepplifte. Mit dem Alpenplan 1972 waren diese vom Tisch.   Foto: hansiheckmair.com 

Sonntagshorn (1961 m) „...einfach schön! “

Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan.

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Sonne pur, wertvolle Biotope und Trinkwasserquelle für die Umgebung. Das Sonntagshorn ist als höchster Gipfel der Chiemgauer Alpen ein beliebter Skitourenberg mit bester Aussicht. Die Südseite ist auffallend gering geneigt und wird von der Sonne angestrahlt – so entstand der Name in Anlehnung an „Sonnendach“. Die ökologisch sensible Region liegt im Naturschutzgebiet Östliche Chiemgauer Alpen und ist Teil der Zone C des Alpenplans. So konnten Pläne zur Erschließung mit Skiliften und Seilbahnen bisher nicht durchgesetzt werden.   Foto: Jörg Bodenbender 

Mediathek

Zum Thema Alpenplan

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Die Themen Riedberger Horn und Alpenplan sind in den Medien omnipräsent. Auf dieser Seite finden Sie Hintergrundberichte, Artikel, Beiträge und Publikationen, die sich mit diesen Themen befassen. Viel Spaß beim Stöbern! 

Hände weg vom Alpenplan

Initiative des Bund Naturschutz in Bayern e.V.

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Unter diesem Motto stand die Delegiertenversammlung 2017 des BUND Naturschutz (BN), die am 6. und 7. Mai in Miesbach stattfand. Aus gegebenem Anlass: Für eine geplante Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu soll der Alpenplan geändert werden. Der Alpenplan ist ein Bestandteil des bayerischen Landesentwicklungsprogramms und schützt  seit 1972 definierte  Ruhezonen in den Alpen vor Erschließung. „Eine ganze Reihe von Gemeinden wartet nur auf diesen verhängnisvollen Präzedenzfall“,  so BN-Vorsitzender Hubert Weiger.   Die über 200 Delegierten, die die rund 225.000 BN-Mitglieder vertreten, stimmten geschlossen dem Leitantrag zu. Darin heißt es: „Der BUND Naturschutz fordert die Staatsregierung und die Abgeordneten im bayerischen Landtag auf, die Ruhezonen im bayerischen Alpenplan vollumfänglich zu erhalten und das aktuell laufende Änderungsverfahren des Landesentwicklungsprogramms umgehend zu beenden.“ Der Alpenplan müsse als „Hüter der Erholungs- und Naturlandschaft unserer bayerischen Alpen“ erhalten werden. Zudem sollen Schutzgebiete in den Alpen gesichert und weiterentwickelt sowie der Klimaschutz vorangetrieben werden.     

Bayerisches Kabinett ändert Alpenplan im Eiltempo

Frist für Stellungsnahmen endete gerade erst

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Erst vergangene Woche, am 22. März, endete die Frist für Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger zur Änderung des Alpenplans. Etwa 4000 großteils kritische Stellungnahmen sind beim bayerischen Innenministerium eingegangen. Nach nur drei Arbeitstagen hat die bayerische Ministerrunde jetzt die Änderung des Alpenplans in die Wege geleitet. "Gravierende fachliche Argumente können in der kurzen Zeit kaum gewürdigt worden sein“, kommentiert Rudi Erlacher den Vorgang. Der vollständige Kommentar des DAV-Vizepräsidenten findet sich in einer Pressemitteilung, die die Alpenschutzorganisation CIPRA gemeinsam mit dem DAV und anderen Naturschutzorganisationen verfasst hat. Die Pressemitteilung findet sich im Downloadbereich unten. 

DAV-Resolution zur Bewahrung des Alpenplanes

Ein klares Bekenntnis zum Naturschutz

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„Die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins fordert die Bayerische Staatsregierung auf, den Alpenplan zum Schutz des bayerischen Alpenraums nicht zu verändern!“ – diesen klaren Appell hat die DAV-Hauptversammlung 2016 gesetzt. In der Resolution heißt es: „Der Alpenplan darf keinesfalls, weder heute noch in Zukunft, wirtschaftlichen Belangen geopfert und in seiner strengen Zonierung aufgeweicht werden.“ Die einstimmige Verabschiedung der Resolution zur Bewahrung des Alpenplans ist ein deutliches Zeichen gegenüber Öffentlichkeit und Politik.  

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