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Alpenkonvention

Die Alpenkonvention ist ein internationaler Staatsvertrag zwischen allen Alpenländern mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung und Schutz des Alpenraums. Grundsätze, Leitlinien und (Entwicklungs-)Ziele sind in insgesamt 9 fachbezogenen Protokollen ratifiziert. Mit der Unterzeichnung der Protokolle bekennen sich die Unterzeichner zu Zielen und Maßnahmen zur Förderung von sanften Tourismusformen, zur Einhaltung von hohen Naturschutzstandards oder zum Klimaschutz.

 

 

 

Die Protokolle

Am 7. November 1991 unterzeichneten die Alpenländer (Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Schweiz, Monaco, Slowenien trat 1993 bei) und die Europäische Union die Alpenkonvention.

In den nächsten Abschnitten erfahren Sie mehr über die wichtigsten geforderten Maßnahmen der einzelnen Protokolle.

 

Raumplanung und nachhaltige Entwicklung:

  •  Integration der ökologischen Bedürfnisse in die Raumplanung
  • umweltverträgliche Nutzung der Ressourcen
  • Bewahrung regionaler Identität
  • Bewahrung von kulturellen Besonderheiten
 

Berglandwirtschaft

Erhalt der Berglandwirtschaft um folgende Funktionen auch in Zukunft zu gewährleisten:

  • Aufrechterhaltung der Besiedlung und nachhaltiger Bewirtschaftung
  • Sicherung der natürlichen Lebensgrundlage
  • Schutz vor Naturgefahren
  • Bewahrung der Schönheit und des Erholungswerts der Natur- und Kulturlandschaft
  • Bewahrung der Kultur im Alpenraum
 

Tourismus

  • Tourismusförderung berücksichtigt die Anliegen des Naturschutzes
  • Verpflichtung nur landschafts- und umweltschonende Projekt zu fördern
  • nachhaltige Politik, zu Stärkung des naturnahen Tourismus
  • in Regionen mit intensiven Tourismusformen: Anpassung der touristischen Infrastruktur an ökologische Erfordernisse
  • in Regionen mit extensiven Tourismusformen: Entwicklung von naturnahen Tourismusformen
  • Aufwertung des natürlichen und kulturellen Erbes
 

Energie

  • umweltfreundliche Energienutzung
  • Förderung der Effizienssteigerung und Energieeinsparung
  • Förderung erneuerbarer Energieträger unter umwelt- und landschaftsverträglichen Bedingungen
  • Einsatz dezentraler Anlagen
  • Ökologische Funktionsfähigkeit der Fließgewässer und Unversehrtheit der Landschaft beim Bau von Wasserkraftanlagen

 

 

 

Dafür steht die Alpenkonvention:

Naturraum Alpen

Geologie, Flora & Fauna

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Die Alpen sind ein einzigartiger Naturraum und bedeutender Lebensraum für endemische Flora und Fauna. Zahlreiche Einflüsse prägen die Ökologie und das heutige Landschaftsbild der Alpen. Neben der Jahrtausende langen Nutzung durch den Menschen, sind dies vor allem folgende Faktoren.    

DAV als Naturschutzverband

Beteiligung bei Anhörungsverfahren

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Der DAV ist bereits seit 1984 als Naturschutzverband in Bayern anerkannt, seit 2005 auch auf Bundesebene und seit 2008 als Umweltorganisation in Österreich. Daraus erwächst dem DAV die Verpflichtung, sich qualifiziert und mit Nachdruck für die Belange des Natur- und Umweltschutzes einzusetzen. Er kooperiert dazu mit anderen Verbänden und Initiativen und befürwortet ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Politik, Behörden und Wirtschaft. Der DAV ist parteipolitisch unabhängiger Anwalt der Bergwelt. Er regt eine offene Diskussion über Umweltfragen an und trägt damit zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft bei. Die Anerkennung des DAV als Naturschutzverband ermöglicht eine Beteiligung an Anhörungsverfahren und die Abgabe einer naturschutzfachlichen Stellungnahme. Der DAV beteiligt sich in der Regel an Verfahren, wenn die Natur und Landschaft der Alpen sowie die Ausübung des Bergsports betroffen sind. 

Grundsatzprogramm

Verbindliche Leitlinie

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Das "Grundsatzprogramm zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums sowie zum umweltgerechten Bergsport" ist Positionspapier und Handlungsrahmen.