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Hüttenkategorien, Winterräume und Selbstversorger

Hütten der Kategorie I
Eine Hütte der Kategorie I ist eine Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für den Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss. Ausstattung und Verköstigung sind einfach. Sie ist Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet und für den Besucher nur in Ausnahmefällen mit mechanischen Hilfen erreichbar; der Aufstieg erfordert in der Regel mindestens eine Gehstunde. Sie kann bewirtschaftet, bewartet, unbewirtschaftet oder ein Biwak sein.
 
Hütten der Kategorie II
Eine Hütte der Kategorie II ist eine Alpenvereinshütte mit Stützpunktfunktion in einem vielbesuchten Gebiet, die sich wegen ihrer besseren Ausstattung und Verköstigung für mehrtägigen Winter- und/oder Sommeraufenthalt, zum Skilauf und Familienurlaub besonders eignet. Sie kann mechanisch erreichbar sein (beispielsweise Zufahrtsmöglichkeit mit PKW oder Lift in Reichweite) und ist in der Regel ganzjährig bewirtschaftet.
 
Hütten der Kategorie III
In die Kategorie III fällt eine Hütte, wenn sie mechanisch erreichbar, vorwiegend Ausflugsziel für Tagesbesucher ist und nur wenige Nächtigungen aufweist. Die Verpflegung entspricht dem landesüblichen Angebot.

 

Selbstversorgerhütten

Die ersten vom Alpenverein eingerichteten Hochgebirgsstützpunkte waren Hütten für Selbstversorger mit meist sehr einfachem Komfort. Bewirtschaftete Hütten sind erst eine Einrichtung des vergangenen Jahrhunderts. Wer Selbstversorgerhütten sucht, findet die gewünschten Informationen auf der Website der DAV - Hüttensuche.

Bitte melden Sie sich vor Ihrem Besuch auf einer Selbstversorgerhütte bei der hüttenbesitzenden Sektion an, klären Sie die Zahlung und informieren Sie sich über die Zugänglichkeit: Selbstversorgerhütten können frei zugänglich oder mit einem AV-Schloss, in seltenen Fällen auch mit einem Sonderschloss, versperrt sein. Den AV-Schlüssel erhalten Sie bei Ihrer Sektion.

 

Winterräume

Der Winterraum, so zu sagen die beheizbare Miniausgabe einer Selbstversorgerhütte, ist mit Matratzenlagern, Decken, Kochgelegenheit inkl. Brennmaterial, Geschirr und einfachen Winterrettungsmittel ausgestattet. Er bietet außerhalb der Bewirtschaftungszeit der hochalpinen AV-Hütten Schutz und Unterkunft und ermöglicht somit atemberaubende Bergerlebnisse zu jeder Jahreszeit.

Grundsätzlich verfügt jede Hütte der Kategorie I über einen Winterraum, welcher, wie die Selbstversorgerhütten, entweder frei zugänglich, oder mit einem AV-Schloss versperrt ist. Der AV-Schlüssel kann bei Ihrer Sektion abgeholt werden.

 

Informieren Sie sich auf jeden Fall vor der Tour bei der hüttenbesitzenden Sektion darüber, ob die entsprechende Hütte einen zugänglichen Winterraum hat. Eine explizite Voranmeldung ist jedoch nicht nötig.

 

Bitte berücksichtigen Sie, dass pro Person und Nacht folgendes Benutzerentgelt anfällt:


Winterraumtarif für Mitglieder:

Obergrenze Nächtigungstarife Mitglied
Erwachsene 12.00 €
Junioren (19 - 25 Jahre) 9,00 €
Jugend (7 - 18 Jahre) 6,00 €
Kinder (bis 6 Jahre) frei

Nichtmitglieder bezahlen einen Aufpreis von mind. 10,00 € (siehe Hütten- und Tarifordnung).

 

Dieser Winterraumtarif enthält bereits den Brennholzbeitrag und den Infrastrukturbeitrag zur Nutzung der Selbstversorgerräumlichkeiten.

Sie können die genaue Tagesgebühr bei der jeweiligen hüttenbesitzenden Sektion erfragen. In fast jedem Winterraum befindet sich außerdem eine Hüttenkasse. Sie können die Gebühr aber auch gerne auf das Sektionskonto überweisen.

 

Wichtiger Hinweis: Wir möchten Sie dazu anhalten Ihren Beitrag ehrlich zu entrichten, sonst müssen einige Sektionen diesen Service zukünftig leider einstellen. In den vergangenen Jahren haben viele diesen Beitrag nicht entrichtet oder die Winterräume in wüstem Zustand wieder verlassen. Die Sektionen und Hüttenwirte stellen jährlich Brennholz, das teilweise mit dem Hubschrauber zur Hütte geflogen wird, und die gesamte Infrastruktur bereit. Leider haben aber viele ein Defizit von mehreren hundert Euro pro Jahr, weil nicht alle bezahlen!

 

 

Tipps für die Nutzung von Selbstversorgerhütten und Winterräumen

Besucher von Selbstversorgerhütten und Winterräume genießen einen hohen Vertrauensvorschuss. Oberstes Motto muss daher sein: Die Hütte so zu verlassen, wie man sie selbst gerne vorfinden möchte.

Wer die folgenden Tipps beachtet, trägt zu einer guten Atmosphäre auf einer Selbstversorgerhütte und in Winterräumen bei:

  • Vor dem Feuermachen nachsehen, ob Herd und Rauchabzug in Ordnung sind und das Wassergrand gefüllt ist.
  • Sparsam mit dem Holz umgehen, es weder auf dem Herd noch auf dem Fußboden zerkleinern.
  • Mit offenem Feuer und Licht vorsichtig umgehen.
  • Benütztes Geschirr spülen und wieder aufräumen.
  • Schlafstellen ordnen und die Decken an ihrem Platz verwahren. Nicht weggehen, ohne vorher Tisch und Herd zu säubern und den Raum zu lüften.
  • Ins Hüttenbuch eintragen und im eigenen Interesse das nächste Ziel angeben.
  • Vorgeschriebene Gebühren bezahlen, auch für das verbrauchte Holz - wenn keine Kasse eingebaut ist, per Zahlschein direkt an die zuständige Sektion.
  • Vor dem Verlassen der Hütte Feuer löschen, Aschenlade und Wassergrand entleeren und Fenster, wenn vorhanden, Fensterläden schließen.
  • Tür abschließen und Hüttenschlüssel bei der zuständigen Sektion abgeben.
  • Mängel, z.B. zerbrochene Fensterscheiben, beschädigtes Türschloss, kleiner Holzvorrat, unverzüglich der hüttenbesitzenden Sektion mitteilen.

 

 

Zu Gast auf Alpenvereinshütten - Wichtiges in Kürze

Mehr erfahren
Sie möchten auf einer Alpenvereinshütte übernachten? Hier bieten wir Ihnen den notwendigen schnellen Überblick. Die Alpenvereinshütten stehen allen Menschen im Gebirge offen, sowohl als Schutzraum, als auch zur Einkehr oder Übernachtung. Sie wurden von Bergsteiger für Bergsteiger gebaut, in einer Zeit wo Hanfseile und Leinenrucksäcke der aktuellen Modevorstellung entsprachen, und werden auch heute noch ehrenamtlich erhalten, gehegt und gepflegt. Die Alpenvereinshütten sind Stützpunkt, Ausgangsort für Touren, Schutzhort und Raum der Entschleunigung in einem, aber vor Allem sind sie die unverzichtbar kostbaren Bausteine der alpinen Infrastruktur.   Als Bergsportler stehen Ihnen mehrere hunderte Alpenvereinshütten zur Verfügung, von der Hochtouren-Hütte bis hin zur familienfreundlichen Hütte über MTB-, Schi- und Schneeschuhtourenhütten hin zu Ausbildungs- und Ausflugshütten. Auf unserer Seite www.alpenvereinaktiv.com finden Sie alle relevanten Hütteninformationen für Ihre nächste Bergtour. In unserem Sachstandbericht erfahren Sie kurz und kompakt wie eine AV-Hütte funktioniert, wohin Ihr Geld fließt, was uns von privaten Hütten unterscheidet und wie viel ein Liter Trinkwasser im Hochgebirge wirklich kostet. Der Sachstandsbericht steht für Sie zum Herunterladen bereit. 

Bergsteigen - Mountaineering

Wie geht das? - How does it work?

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Bergsteigen ist die Kerndisziplin des DAV. Erfahren Sie mehr über das alpine Steigen und Klettern bis zum II. Grad!   Bergsteigen - das sind die Momente, wo Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt sind und langfristig erworbene Erfahrung, Bewegungstechnik und Orientierungsfähigkeit. Die Momente, die keine Drahtseil-Installationen brauchen, um intensive Erlebnisse zu erzeugen.   Einfache Kletterstellen bis zum II. Grad, schmale Steige und auch wegloses Gelände müssen Bergsteigerinnen und Bergsteiger bewältigen können.   Als Geburtsstunde des Bergsteigens wird einerseits die Erstbesteigung des Mont Ventoux (1.912 m) 1336 durch Petrarca, andererseits 1492 die Besteigung des Mont Aiguille (2.085 m) durch Soldaten betrachtet. 1358 glückte die Besteigung des 3.538 m hohen Rocciamelone in Italien.       Bergsteigerinnen und Bergsteiger sind unterwegs:    auf anspruchsvollen Bergwanderungen auf leichten und flachen Gletschern auf einfachen kombinierte Touren in Fels und Eis im Fels mit kurzen Passagen bis II. Grad auf Klettersteigen