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Expeditionsversicherung

Immer wieder finden größere Bergunfälle (wie z.B. am Nanga Parbat und K2) ein sehr großes Medienecho. Eine der damit verbundenen Fragen richtet sich dabei auf den Versicherungsschutz bei Expeditionen und auch die Kostenübernahme für die aufwendigen Rettungseinsätze mit Hubschraubern.

 

 

 

Neben den viel wiederholten und oft perfekt erschlossenen Touren in den heimischen Alpen, stellt auch das Bergsteigen und Klettern in den Bergen der Welt einen hohen Reiz dar. Alle Betätigungen, die dabei über das unschwierige Wandern bzw. Trekking hinausgehen, werden im Allgemeinen als Expeditions- oder Höhenbergsteigen bezeichnet.

 

 

Was ist eine Expedition?

Eine Bergbesteigung ab 7000 Meter Höhe wird beispielsweise immer als Expedition eingestuft, da es sich ab hier in der Regel um stark vergletschertes und nicht mehr einfach zu begehendes Wandergelände handelt. Hinzu kommt die starke Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit wegen des niedrigeren Sauerstoffpartialdrucks in der Umgebungsluft. Zusätzlich sind die große Entfernung von der Zivilisation und somit fehlenden Infrastrukturen wie Straßen, Krankenhäuser, Unterkünfte u.v.a.m. typische Merkmale. Im Hinblick auf Letzteres lassen sich auch Touren im extrem abgeschiedenen Flachland wie an den beiden Polen oder beispielsweise in Spitzbergen oder Grönland den Expeditionen zuordnen. Ein übergeordnetes Merkmal für alle Expeditionen ist der den Unternehmen teilweise innewohnende explorative, und auch erforschende Charakter, wenigstens aber das Betreten von Neuland bzw. sehr selten besuchten Gegenden.


 Eine für alle einsehbare Grundlage stellt die Begriffsdefinition für Expeditionen in der offiziellen Lehrschrift des DAV dar: Alpin Lehrplan Band 3 „Hochtouren – Eisklettern“ von Peter Geyer und Andi Dick, BLV-Verlag, München 2001, S. 126-127.

 

Expeditionsgefahren und -risiken

Aufgrund der Tatsachen vor Ort entsteht für Bergsportler während einer Expedition ein völlig anders geartetes und vor allem höheres Risiko, als es bei Touren in den Alpen gegeben ist. Als besondere und das höhere Risiko erzeugende Gefahren seien beispielsweise die Höhenakklimatisationsproblematik ab 5500 Meter Meereshöhe oder die zum Teil extremen Temperaturen und die damit verbundene Erfrierungs- und Unterkühlungsgefahr genannt. Zu den Expeditionsgefahren in heutiger Zeit zählen vermehrt auch die teilweise unsicheren politischen Verhältnisse in den Zielländern. Verzicht ist leider manchmal die einzige Wahl, um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen (Aktuelle Informationen zu den Reiseländern können beim Auswärtigen Amt eingeholt werden: www.auswaertiges-amt.de). Daraus resultiert, dass in der Folge einer Notsituation (z.B. Unfall, Erkrankung) eine notwendige Suche, Rettung und Bergung immer mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden ist.
 

Informationen der Deutschen Botschaft in Pakistan für Touren in Pakistan

Es wird empfohlen, sich auch bei einem nur vorübergehenden Aufenthalt in die Krisenvorsorgeliste (ELEFAND) der Botschaft eintragen zu lassen.