logo-dav-116x55px

Skimountaineering: Toni Palzer holt Silber im Gesamtweltcup

08.04.2019, 09:13 Uhr

Am vergangenen Wochenende fand im italienischen Madonna di Campiglio das große Saisonfinale des ISMF Skimountaineering Weltcups statt. Mit Sprint, Vertical und einem abschließenden Individual standen noch einmal alle drei Disziplinen auf dem Programm, ehe dann zum Abschluss die begehrten Kristallkugeln für die beste Skibergsteigerinnen und Skibergsteiger der Weltcup-Saison vergeben wurden. Toni Palzer konnte nach einer erfolgreichen Saison gleich zwei Kristallkugeln mit nach Hause nehmen.

 

 

 

Für das SkimoTeamGermany in Madonna di Campiglio am Start:

  • Susi von Borstel (DAV Immenstadt)
  • Jacqueline Brandl (DAV Bad Aibling)
  • Toni Palzer (DAV Berchtesgaden)
  • Toni Lautenbacher (DAV Bad Tölz)
  • Thomas Trainer (DAV Bad Reichenhall)
  • Josef Huber (DAV Berchtesgaden)
  • Thomas Kletzenbauer (DAV Bad Tölz)
  • Josef Pelzer (DAV Berchtesgaden)
 

Sprint Rennen - Palzer und Lautenbacher in den Top 10

Bei strömendem Regen und Flutlicht fand der letzte Sprintbewerb auf dem berühmten und äußerst steilen Slalomhang „Canalone Miramonti“ von Madonna di Campiglio statt. Mit den Plätzen neun, elf und 27 in der Qualifikation konnten sich Toni Palzer, Toni Lautenbacher und Josef Huber für die Finalläufe qualifizieren.

 

Jacqueline Brandl und Junior Seppi Pelzer verpassten bei ihrem ersten Weltcup-Sprint den Einzug in die Finals.

 

Toni Palzer erreichte mit Platz zwei im Viertelfinale die nächste Runde. Mit etwas Glück und aufgrund der Disqualifikation des Schweizers Werner Marti konnte auch Toni Lautenbacher in das Halbfinale einziehen. Für Josef Huber war in dieser Finalrunde leider Schluss. Toni Lautenbacher hatte im Halbfinale etwas zu wenig Zug in der Tragepassage – damit erreichte der Athlet aus Benediktbeuern nicht die letzte Runde, am Ende landete er auf dem 10. Platz.

 

Nach einem spannenden Halbfinale wäre eigentlich auch für den Ramsauer Toni Palzer Schluss gewesen, die Disqualifikation des Schweizers Arno Lietha wegen eines zu leichten Skis aber hatte für Palzer die unerwartete Teilnahme am Finale zur Folge. Mit Platz sechs im Endklassement waren es für Palzer wieder wichtige Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup.

 

Ergebnisse Sprint Rennen

 

Senior Men

  1. Oriol Cordona Col (ESP)
  2. Robert Antonioli (ITA)
  3. Iwan Arnold (SUI)

6. Toni Palzer (GER)
10. Toni Lautenbacher (GER)
28. Josef Huber (GER)

 

Senior Women

  1. Marianna Jagercikova (SVK)
  2. Marianne Fatton (SUI)
  3. Arina Riatsch (SUI)

13. Jacqueline Brandl (GER)

 

Junior Men

  1. Giovanni Rossi (ITA)
  2. Daniele Corazza (ITA)
  3. Robin Galindo (FRA)

14. Seppi Pelzer (GER)

 

Alle Ergebnisse gibt es hier.

 

Vertical Rennen - Palzer fixiert Vertical- und Gesamtweltcup

Ein Genua-Tief hüllte das frühlingshafte Madonna di Campiglio innerhalb kürzester Zeit in ein weißes Kleid und brachte tief winterliche Verhältnisse für das Vertical-Rennen mit sich. Für die Athletinnen und Athleten aus aller Welt galt es, 600 Höhenmeter zur Bergstation des Monte Spinale zu bewältigen.

 

Vom Start weg war Toni Palzer an der Spitze des Feldes präsent und kam in einem sehr knappen Rennen auf Platz fünf. Diese Platzierung brachte für den Ramsauer viel Erleichterung und Freude mit sich: Sowohl Platz zwei im Vertical-Weltcup, als auch der zweite Rang im Gesamtweltcup waren so in trockenen Tüchern.

 

Toni Lautenbacher erreichte das Ziel am Monte Spinale auf Platz 22. Josef Huber und Thomas Trainer kämpften sich durch das Schneetreiben und kamen auf die Ränge 36 und 39. 

 

Jacqueline Brandl landete am Ende auf dem Platz 19 und Seppi Pelzer bei den Junioren auf Rang 14. Beiden konnten weitere wichtige Weltcuperfahrung sammeln. 

 

Ergebnisse Vertical Rennen

Senior Men

  1. Werner Marti (SUI)
  2. Robert Antonioli (ITA)
  3. Michele Boscacci (ITA)

5. Toni Palzer (GER)

 

Senior Women

  1. Axelle Mollaret Gachet (FRA)
  2. Victoria Kreuzer (SUI)
  3. Alba de Silvestro (ITA)

19. Jacqueline Brandl (GER)

 

Junior Men

  1. Guichardaz Sebastien (ITA)
  2. Aurelien Gay (SUI)
  3. Paul Verbnjak (AUT)

14. Seppi Pelzer (GER)

 

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

Individual Rennen

Wie schon so oft in dieser Saison musste der Individual-Bewerb den vorherrschenden Witterungs- und Lawinenverhältnissen angepasst werden. Auch wenn es nicht möglich war, das Rennen im spektakulären Gelände der Brenta-Dolomiten auszurichten, so schafften es die Veranstalter zum großen Saisonfinale ein würdiges und anspruchsvolles Rennen auf die Beine zu stellen: Drei lange Anstiege und 1670 Höhenmeter versprach das Höhenprofil für die Herren, 1458 Höhenmeter für die Damen und Junioren.

 

Im letzen Rennen ihrer Weltcup-Karriere zeigte die Allgäuerin Susi von Borstel eine starke Vorstellung und lief am Ende auf Platz 15.

 

Jacqueline Brandl kämpfte sich durch ihr erstes Weltcup-Individual und kam auf Rang 23. 

 

Für Toni Palzer fand das letzte Individual der Saison leider bereits am ersten Anstieg ein vorzeitiges Ende. Wegen eines Infekts musste der Ramsauer entkräftet aussteigen. Toni Lautenbacher und Josef Huber mussten ebenfalls verletzt aufgeben. Thomas Trainer verpasste mit Platz 32 sein angepeiltes Ziel, unter die die Top-30 zu kommen, nur knapp. 

 

Bei den Junioren erreichten Thomas Kletzenbauer und Seppi Pelzer die Ränge 13 und 15.

 

Ergebnisse Individual Rennen

Senior Men

  1. Matteo Eydallin (ITA
  2. Michele Boscacci (ITA)
  3. Davide Magnini (ITA)

32. Thomas Trainer (GER)
DNF Toni Lautenbacher (GER)
DNF Josef Huber (GER)
DNF Toni Palzer (GER) 

 

Senior Women

  1. Axelle Mollaret Gachet (FRA)
  2. Alba de Silvestro (ITA)
  3. Lorna Bonnel (FRA)

15. Susi von Borstel (GER)
23. Jacqueline Brandl (GER)

 

Junior Men

  1. Giovanni Rossi (ITA)
  2. Fabien Guichardaz (ITA)
  3. Sebastien Guichardaz (ITA)

13. Thomas Kletzenbauer (GER)
15. Seppi Pelzer (GER)

 

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

Stimmen zum Weltcup-Wochenende

Dr. Thomas Bösl – Bundestrainer Skibergsteigen

„Das war er also der letzte Weltcup der Saison. Mit den zweiten Plätzen von Toni Palzer im Vertical-Weltcup sowie im Gesamtweltcup können wir mehr als zufrieden mit dem Verlauf der Saison sein. Unser Ziel auch den Nachwuchs Stück für Stück an den Weltcup heranzubringen haben wir ebenfalls erreicht und so konnten einige unserer jungen Athleten bereits Erfahrungen im Weltcup sammeln. Als Mannschaft sind wir in dieser Saison definitiv zusammen gewachsen und ich denke, dass dies eine wichtige Basis für die weitere Arbeit, den kommenden Sommer und den nächsten Winter ist. Wir wissen wo wir arbeiten müssen und genau dort werden wir nach einer kurzen Erholungsphase anknüpfen und aufbauen. Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und bin mir sicher, dass dieser Winter nur der Anfang einer erfolgreichen Zusammenarbeit war."

 

Toni Palzer

„Etwas Glück im Sprint, ein solides Vertical und ein Individual das ich an diesem Tag einfach nicht zu Ende bringen konnte – so meine Zusammenfassung der Rennen in Madonna di Campiglio. Viel wichtiger aber war es für mich, bei dieser letzten Weltcupstation meinen bis dahin zweiten Rang im Gesamtweltcup nach Hause zu bringen. Das ist mir gelungen und darüber freue ich mich sehr! Nach einer Weltmeisterschaft, die nicht nach meinen Vorstellungen verlaufen ist, war es für mich extrem wichtig, meine Konstanz in der Weltcupsaison auch in mindestens eine Kristallkugel umzuwandeln. Dass es jetzt am Ende gleich zwei sind freut mich natürlich umso mehr. Robert Antonioli/ITA ist für mich der mehr als verdiente Sieger des Gesamtweltcups in diesem Jahr. Robert hat eine beeindruckend starke Saison gezeigt und ist derzeit ganz klar der beste Skibergsteiger der Welt. Für mich war es eine Saison, aus der ich viel Positives mit in den Sommer nehme. Erstmalig hatte ich nur sehr wenige gesundheitliche Probleme, innerhalb der Deutschen Nationalmannschaft hat sich sehr vieles zum Positiven entwickelt und mit dem Endergebnis kann ich mehr als zufrieden sein. Ich weiß aber auch, woran ich arbeiten muss und wo ich noch Potential habe, um vielleicht im nächsten Winter ganz oben zu stehen."

 

Ausblick

Eine lange Saison geht somit für das Skimo Team Germany zu Ende. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen, eine Saison voller Emotionen und Momenten, die alle Beteiligten durch den Sommer begleiten werden. Ein ausführlicher Saisonrückblick folgt.

 

Fotos vom Wettbewerb gibt es hier.

 

Unsere Partner