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Was ist SKIMO?

Die Ursprünge des Wettkampf-Skibergsteigens

SKIMO steht für Skimountainneering. Mit den Ski am Berg unterwegs. Hinauf und Hinunter. Wie der Wanderer im Sommer in den Bergen unterwegs ist, so ist der Skibergsteiger eine Skifahrer, der mit Hilfe von Aufstiegsfellen die Berge im Schnee hinaufgeht und ohne die Aufstiegsfelle den Berg wieder hinuntergleitet. Die Aufstiegsfelle bestehen aus Hartsynthetikfasern und ähneln der Haut eines Seehundes. Von den Tieren stammt das ursprüngliche Fellmaterial. 

Eine robuste Naturfaser nimmt fast keine Feuchtigkeit auf und bleibt auch bei großer Kälte weich und geschmeidig.

 

 

 

 

 

Austragung von Skimo Wettkämpfen

Der Ursprung des Wettkampfskibergsteigens stammt aus den Wettkämpfen der Schweizer Armee. SKIMO entstammt den Teamwettbewerben aus den militärischen Skibergsteigerrennen. Die Patrouille des Glaciers (PDG). Die Patrouille entstand erstmalig 1943. Die militärischen Patrouillenläufe wurden mit der Zeit populär. Militärpatrouillen traten gegeneinander an, um schnellstmöglich eine bestimmte Strecke im Gebirge auf Skiern zu durchqueren.

In seiner Ausführung war die Patrouille bereits 1924 Teil der olympischen Spiele. Die Wurzeln der Sportart reichen bis in die Anfangszeit des alpinen Skisports zurück, wo es mangels Skilifte oder Seilbahnen ohnehin dazu gehörte, den Aufstieg aus eigener Kraft zu absolvieren.

 

 

ISMF

Der internationale Skibergsteigerverband ISMF (International Ski Mountaineering Federation) wurde 2008 als Dachverband gegründet und durch das Internationale Olympische Comitee (IOC) im April 2014 anerkannt. Der Weltverband richtet im 2-Jahresturnus wechselweise Welt- und Europameisterschaften aus.

Die Sportart SKIMO ist in einem olympischen Zyklus im Januar 2020 zur Jugendolympiade (YOG) in Lausanne das Erste Mal als Newcomer Sportart beteiligt. Der Deutsche Alpenverein (DAV) als Nationaler Fachverband, reist mit seinen jungen Nachwuchsathleten ebenfalls das erste Mal an den Skimo Wettkampfort in Villars-sur-Ollon, CH.

Im weiträumigen Alpenraum finden viele, kleine SKIMO Rennen für Jedermann statt. Rennen wie die Mountain Attack (AUT) oder die Sellaronda (ITA) ziehen mittlerweile hunderte Starter an und sind innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

 

Skimo heute

Die höchste internationale Wettkampfserie sind die Weltcups der ISMF in den Disziplinen Individual, Vertical und Sprint. Hierin ist der Jennerstier erstmalig eine Station der Weltcup Serie 2020. Die neuen Skimo Weltcupstationen erhöhten die Medienpräsenz und somit die Sportartvermarktung um Skimo im süddeutschen Raum. In Deutschland ist die Region des BerchtesgadenerLand ein Skimo Mekka und in Zusmamenarbeit mit dem DAV das Sportentwicklungszentrum für Skimo.

Hier gibt es ein eine Erklärung zu den Skimo Wettkampfdisziplinen.

 

Durch die europaweit verstärkte Teilnahme von Nachwuchsathleten an Skimowettkämpfen, hat sich auch die Leistungsdichte erhöht. Das lässt auf eine fortgeschrittenen Nachwuchsarbeit der nationalen Föderationen schließen.

Der Deutsche Alpenverein ist der zuständige Spitzensportfachverband für die Sportart Skimo beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und somit der verantwortliche Verband auf nationaler Ebene.

 

 

Das Skimo Team Germany

 

DAV-Skibergsteiger in Topform

Weltcup-Auftakt Skibergsteigen in Andorra

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Toni Palzer, Cornelius Unger, Philipp Schädler und Stefan Knopf, die vier jungen DAV-Skibergsteiger, feierten am Wochenende einen erfolgreichen Auftakt in die Weltcupsaison 2015/16. Heftige Schneefälle und viel Wind in Font Blanca, Andorra, sorgten am Samstag dafür, dass die Organisatoren das Individual-Rennen zeitlich nach hinten verschieben mussten. Die gefährliche Lawinensituation zwang den Veranstalter dazu, das Rennen aus Sicherheitsgründen in das Skigebiet zu verlegen. Mit zweistelligen Minusgraden kamen die deutschen Skibergsteiger bei dem technisch ausnahmsweise weniger anspruchsvollen Rennen gut zurecht. Toni Palzer gewann in der Espoir-Klasse (U23) und kam bei den Herren auf einen hervorragenden 6. Platz (1:26:18h). „Ich habe in letzter Zeit im Training ziemlich große Umfänge gemacht, damit ich die lange Saison aushalte. Das Rennen heute war von Anfang an extrem schnell und die erste Runde hat mich viel Kraft gekostet. Erst am Ende der dritten von vier Runden hatte ich das Gefühl, dass es bei mir läuft. Die kalten Temperaturen und der Wind haben mir nix ausgemacht, weil ich ja genügend Fettreserven habe!“ 

Toni Palzer ist Deutscher Meister im Vertical

Deutsche Meisterschaft im Skibergsteigen Vertical

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Toni Palzer von der DAV-Sektion Berchtesgaden lief in Viehhofen unangefochten vor Thomas Trainer und Philipp Schädler zum Deutschen Meistertitel.  Im Rahmen der Schönleitentrophy in Saalbach trugen die Deutschen Skibergsteiger am 19. Dezember die Deutsche Meisterschaft im Vertical aus. Bei strahlendem Sonnenschein und sehr warmen Bedingungen mussten die Athleten 550 Höhenmeter und 1,8 Kilometer auf der steilen und nassen Wettkampfstrecke zurücklegen.