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Reglement Skibergsteigen

Die Skibergsteiger-Wettkämpfe der ISMF und des DAV werden nach einem einheitlichen Reglement veranstaltet, um für die Wettkämpfer Chancengleichheit und Fairness zu gewährleisten. Grundlage für alle Skibergsteiger-Wettkämpfe auf Ebene der national zuständigen Verbände ist das internationale Reglement der ISMF (PDF-Download siehe unten). Das Reglement des DAV ist eine reduzierte Basisversion des ISMF Regelwerks. Die DAV Skitourenrennen werden zudem nach den DAV-Umweltstandards für Skialpinismuswettkämpfe in Deutschland durchgeführt (PDF-Download siehe unten)

 

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Altersklassenzugehörigkeit (DM: nur mit deutschem Pass)
  • Erfüllung der sportmedizinischen Voraussetzungen
  • Vollständige Unterzeichnung der DAV Antidopingerklärung für Sportler. Die Erklärung muss verpflichtend bei der Registration vorgelegt werden, sonst erfolgt keine Startnummernausgabe. Es empfiehlt sich, die Erklärung unterzeichnet mitzubringen, eine Unterzeichnung ist jedoch auch noch bei der Registration am Renntag möglich.
  • Die Antidopingerklärung findet sich >> hier am Ende der Seite unter "DAV Antidopingerklärung Aktive"

 

Altersklassen Tageswertung:

  • ​​​​​​Cadets: 15-17 (2001-2003)
  • Junior: 18-20 (1998-2000)
  • Senior: 21-45 (1973-1997)
  • Masters: ab 46 (1972 und älter)

Die Jugendklassen und die Damen starten verpflichtend auf der kurzen Strecke. Bis zu 1200 HM (Individual/ Team) bzw. 800 HM (Vertical Race) kann der Ausrichter jedoch auch ein Start der Damen auf der langen Strecke ermöglichen, bzw. wenn die Streckenführung eine kürzere Runde nicht ermöglicht. Ebenso können in Ausnahmefällen bei Verticalrennen bis 800 HM alle Startklassen inkl. Jugend auf einer Strecke starten. Ab den angegebenen Höhenmetern ist ein Start der Frauen auf der Kurzstrecke verpflichtend. Näheres regelt die jeweilige Ausschreibung zum Rennen. In der Klasse Cadets können in Ausnahmefällen auch jüngere Starter (nicht jünger als Jahrgang 2004) mit Einverständnis der Eltern starten (schriftliche Erklärung oder Anwesenheit der Eltern bei der Registrierung)

 

Altersklassen DM Wertung:

  • Allgemeine Klasse: ab 21 Jahre
  • Jugend: 15-20 Jahre

 

 

Verpflichtendes Material Deutsche Meisterschaft - alle Disziplinen:

Als Ausrüstung ist verpflichtend für jeden Läufer mitzuführen:

  • Die Ausrüstung muss handelsüblich sein und darf nicht verändert werden
  • Ski mit Metallkanten, Mindestlänge Herren 160cm, Damen 150cm
  • Skitourenbindung mit vertikaler und lateraler Auslösung; die Bindung muss Fersenfreiheit für den Aufstieg erlauben
  • Skitourenschuhe; Schuhe müssen mind. 2 Verschlusssysteme (z.B. Schnallen, Boa) haben, über den Knöchel reichen und eine Mindestprofiltiefe von 4mm aufweisen
  • Ein Paar Felle (müssen auch im Ziel vorhanden sein!): Die Felle müssen verpflichtend während des Rennens im Rucksack oder im Rennanzug verstaut werden.
  • Handschuhe, die die gesamte Hand bedecken (müssen die gesamte Renndauer getragen werden)*
  • Bekleidung Oberkörper: drei Schichten, eine davon langärmlig (am Körper) und eine davon als Windstopper (am Körper oder im Rucksack)*
  • Bekleidung Unterkörper: Zwei lange Schichten, eine davon als Windstopper (im Körper oder im Rucksack)*
  • 3 Antennen VS-Gerät (457 MHz), am Körper. Eingeschaltet!*
  • Lawinenschaufel mit Stiel, mind. 0,04m² Blattgröße, Stiel mit L- oder T-Griff, mind. 50cm Länge*
  • Lawinensonde, mind. 2,4m lang; Durchmesser mind. 10mm*
  • Rettungsdecke, mind. 1,8m² groß *
  • Signalpfeife*
  • Sonnenbrille/ Skibrille*
  • Rucksack mit Möglichkeiten zur Skibefestigung*
  • Helmpflicht, Helme müssen der Norm EN12492 oder der Norm UIAA 106 entsprechen, die Helmpflicht gilt nicht für Vertical Rennen kann aber auch hier vom Veranstalter angeordnet werden* Radhelme sind nicht erlaubt!
  • Der Teilnehmer erhält zwei Startnummern. Eine Startnummer muss auf dem Oberschenkel rechts vorne angebracht werden, die zweite ist auf dem Rucksack zu befestigen bzw. auf der Rückseite der Oberkörperbekleidung bei Rennen ohne Rucksackpflicht
  • Empfohlen: ein Mobiltelefon, um bei einem Unfall Hilfe anfordern zu können

Die Mit einem gekennzeichneten Ausrüstungsteile (bzw. Schichten bei der Bekleidung) können bei Vertical- und Sprintrennen vom Veranstalter weggelassen werden, sofern die Strecke und die Wetterbedingungen dies erlauben. Es ist dies jedoch ausdrücklich eine KANN Bestimmung und wird ausdrücklich auf die Verantwortung des Veranstalters für eine sichere Durchführung hingewiesen.
 
 

Zusätzlich kann ggf. durch den Ausrichter vorgeschrieben werden (siehe Ausschreibung der Rennen):

  • für Ober- und Unterkörper jeweils eine weitere Bekleidungsschicht
  • zwei Paar Handschuhe
  • zwei Paar Felle
  • eine 2. Brille
  • Sitzgurt gemäß UIAA Norm
  • Klettersteigset gemäß UIAA 153
  • Steigeisen nach UIAA 153 Norm (müssen bei Nicht-Benutzung Zacken gegen Zacken im Rucksack verstaut werden)
  • Seil mit einem mind. Durchmesser von 8mm, mind. Länge 30m, gemäß der Norm UIAA 101
  • Stirnlampe
  • Stirnband, Mütze oder Rennanzugkapuze[KM1]

 

Die Vollständigkeit der Ausrüstung obliegt dem Teilnehmer. Eine Kontrolle des LVS-Gerätes wird unmittelbar vor dem Start durchgeführt. Die gesamte Ausrüstung wird direkt nach dem Zieleinlauf (zumindest stichprobenartig) kontrolliert. Fehlende oder mangelhafte Ausrüstung führt zu Zeitstrafen oder Disqualifikation. Es gilt der Zeitstrafenkatalog der ISMF (siehe internationales Reglement) Der Veranstalter kann zusätzlich vor dem Start eine Überprüfung der gesamten Ausrüstung anbieten.

 

Sonderregelung bei Rennen außerhalb der DM-Wertungen:

Bei Rennen, die nicht als DM gewertet werden, kann der Ausrichter auch nach Rücksprache mit dem DAV auf bestimmte Ausrüstungsteile verzichten. Auch alternative Altersklassen/ Wertungen sind möglich. Näheres regelt jeweils die Ausschreibung zu den Rennen!

 

Streckenführung:

  • Die Strecke ist mit Schildern markiert. Richtungsangaben müssen befolgt werden.
  • Grüne Markierung/ Fahnen = Aufstieg, rote Markierung/ Fahnen = Abfahrt, Gelbe Markierung/ Fahnen: Tragepassage; Gelbe Schilder mit schwarzem Balken = Gefahr. Die Route nicht zu verlieren liegt in der Verantwortung des Teilnehmers
  • Sind Fixseile angebracht, muss in den Abschnitten des Seils immer mindestens ein Karabiner eingehängt sein. Dabei müssen Ski und Stöcke fix am Rucksack befestigt sein.
  • Die Rennleitung kann aufgrund von Witterungsverhältnissen oder aus anderen Gründen jederzeit das Rennen abbrechen. Den Streckenposten ist in diesem Falle unbedingt Folge zu leisten.
 

Fair Play:

  • Die Anwesenheit beim Athletenbriefing unmittelbar vor dem Start im Startbereich ist für alle Teilnehmer verpflichtend.
  • Die vorgeschriebenen Fell- und Fortbewegungswechsel müssen durchgeführt werden. Dazu sind ausschließlich die markierten Wechselzonen zu benutzen.
  • In Tragepassagen sind die Ski grundsätzlich am Rucksack zu befestigen. Ausnahmen werden beim Athletenbriefing bekannt gegeben.
  • Die Stöcke müssen während der Wechsel verpflichtend auf den Boden gelegt werden (Verletzungsgefahr anderer Teilnehmer!)
  • Felle müssen vor dem Verlassen der Wechselzone verpflichtend im Rucksack oder im Rennanzug verstaut werden.
  • Jeder Wettkämpfer muss auf Kommando „Spur“ diese für Überholende freimachen.
  • Jeder Wettkämpfer kann von der Jury aus dem Rennen genommen werden.
  • Zur Hilfeleistung gegenüber einer in Gefahr befindlichen Person ist jeder verpflichtet, falls nicht schon Hilfe geleistet wird.
  • Der Wettkämpfer darf Kontrollpunkte sofort verlassen, außer, ein Offizieller gibt andere Anweisungen.
  • Jegliche Unterstützung durch Außenstehende (Materialgabe, Taktvorgabe etc.) ist nicht erlaubt – außer im Notfall - hier ist der nächstgelegene Streckenposten zu informieren.
  • Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, Ausscheiden oder Aufgabe zu melden. Er hat dafür zu sorgen, dass die Leitung über ihn informiert ist. Kosten einer fahrlässig ausgelösten Suche werden in Rechnung gestellt.
  • Bei allen Wettkämpfen des DAV können Dopingkontrollen durchgeführt werden. Es gelten die gültigen Bestimmungen der NADA.
 

Teamwettkampf:

  • Zieleinlauf beider Teammitglieder mit maximal 10 Meter Abstand
  • Die Wechselzonen dürfen nur zeitgleich verlassen werden
  • Gegenseitige Hilfe im Team erlaubt, jedoch keine Rucksackübergabe im Rennen (Sicherheitsausrüstung jederzeit am Körper); werden die Ski des Partners getragen, so müssen diese ebenfalls am Rucksack befestigt werden.
 

Disziplinarbestimmungen:

Die Wettkampfjury kann Zeitstrafen von bis zu fünf Minuten und in groben Fällen die Disqualifikation aussprechen (es gilt der Zeitstrafenkatalog der ISMF - siehe gültiges internationales Regelwerk) für:

  • Am Kontrollpunkt oder im Ziel fehlendes Material
  • Jegliche Unterstützung von Dritten (Ausnahme: Stockbruch; ein Ersatzstock kann nach Meldung beim nächsten Streckenposten angenommen werden)
  • Nichtbeachten der Richtungsmarkierung
  • Nichtbeachtung der Anweisungen der Streckenposten
  • Sportlich unfaires Verhalten
  • Schädigung der Natur und Umwelt / Zurücklassen von Müll auf der Strecke
  • Wenn ein Wettkämpfer den Kontrollpunkt/ Wechselzone nicht passiert, zu früh (Team) verlässt, u.a.
  • Einsprüche: Ausschließlich in Schriftform mit Beschwerdegebühr von 30,- € bis 30min nach Aushang der offiziellen Ergebnisliste beim Rennleiter. Der Geldbetrag wird nicht zurückerstattet
 

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