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Leadweltcup Koper: Yannick Flohé holt Bronze

05.09.2022, 12:00 Uhr

Beim Leadweltcup am 2. und 3. September im slowenischen Koper landete Yannick Flohé auf Platz 3. Mit seiner Platzierung führt er seine unglaublich starke Saison fort: Insgesamt gehen schon zwei Medaillen - Gold im Bouldern und jetzt Bronze im Lead - auf sein Konto. Einen Überblick zur Veranstaltung am vergangenen Wochenende lesen Sie hier.

Ein Höhepunkt in einer unglaublich starken Saison

In der slowenischen Hafenstadt Koper wartete eine brandneue Wettkampfstätte auf die Teilnehmenden - und ihm schien sie auf jeden Fall gelegen zu haben: Yannick Flohé (DAV Aachen) sicherte sich souverän die Bronzemedaille und zeigte damit erneut, dass er zur absoluten Weltspitze gehört. Die Qualifikationsrunde ließ er als Neunter mit Leichtigkeit hinter sich, legte im Halbfinale sogar eine Schippe drauf und zog damit als Zweiter ins Finale ein. In der Endrunde mussten sich die Athleten einer äußerst schweren und dynamisch geschraubten Route stellen. Die Schlüsselstelle in der Mitte - ein Sprung an zwei große blaue Volumengriffe - konnten nur wenige bezwingen. Einer der drei Athleten, die weiter klettern konnten, hieß Yannick Flohé. Obwohl er im unteren Bereich der Route einen kleinen Fehler in der Griff- und Trittabfolge machte, konnte sich der 23-Jährige schnell wieder fangen, absolvierte den schwierigen Sprung und kletterte bis zur Wertung 29+, also nur einen Griff unter seine beiden Konkurrenten Luka Potocar (SLO) und Sascha Lehmann (SUI). 

 

Damit knüpft Flohé an seine unglaublich starken Leistungen seiner bisher besten Saison an: Im Boulderweltucp in Brixen holte das junge Supertalent bereits die Goldmedaille und auch im Lead etablierte er sich in diesem Jahr zu einer festen Größe: Vor Koper kletterte er bereits vier Mal im Weltup-Zirkus ins Finale und verpasste das Podium mehrfach nur knapp. Da erscheint es nur konsequent, dass er diesmal verdient als Dritter vom Treppchen herunterlachen durfte. Der junge Essener feierte nicht nur das beste Lead-Ergebnis seiner Karriere, sondern landet dazu auf Platz 3 im Gesamtranking.

 

 

 

Megos, Halenke und Meul klettern ins Halbfinale

Nicht nur Yannick Flohé darf sich über seine hervorragende Leistung freuen, auch für seine Team-Kollegen und -Kolleginnen vom ClimbingTeamGermany lief es in Slowenien gut: Alex Megos (DAV Erlangen) und Sebastian Halenke (DAV Schwäbisch Gmünd) überstanden die Qualifikationsrunde und durften in den Halbfinals nochmal an die Griffe. Am Ende reichte es bei Megos für Platz 9 - äußerst ärgerlich, immerhin fehlte dem Franken nur ein Griff für den Finaleinzug. Der 27-jährige Halenke landete auf Platz 12. 

Ebenso Platz 12, allerdings bei den Damen, erreichte Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln). Auch sie klettert ihre bis Dato beste Saison und wäre ein heißer Tipp für die Finalrunden gewesen - leider fehlten der Rheinländerin dafür zwei Griffe. Der Wettkampf endete bei den Frauen übrigens mit einer Überraschung: Überfliegerin Janja Garnbret (SLO) musste sich in ihrer Heimat der Japanerin Ai Mori geschlagen geben. 

 

Leadweltcup: Die Ergebnisse der Herren

  1. Luka Potocar 
  2. Sascha Lehmann
  3. Yannick Flohé

 

9. Alexander Megos 

12. Sebastian Halenke

48. Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten)

52. Till von Bothmer (DAV Worms)

 

Zur Ergebnisliste der Herren

 

Leadweltcup: Die Ergebnisse der Damen

  1. Ai Mori 
  2. Janja Garnbret 
  3. Brooke Raboutou (USA)

 

12. Hannah Meul

32. Roxana Wienand (DAV Aschaffenburg)

41. Käthe Atkins (DAV Frankfurt/Main)

43. Martina Demmel (DAV Allgäu-Kempten)

 

Zur Ergebnisliste der Damen

 

Nächster Halt: Lead- und Speedweltcup in Edinburgh

In wenigen Tagen, vom 9. bis 11. September stoppt der Weltcup-Zirkus in Schottland - genauer gesagt in Edinburgh. Das deutsche Team wird dort mit 15 Athletinnen und Athleten im Lead und Speed vertreten sein. Eine weitere Chance im Lead bekommt Hannah Meul, die mit Sicherheit ihr Bestes zeigen will. Im Speed gehen Deutschlands schnellste Kletterin Franziska Ritter (DAV Wuppertal) und die frisch gebackene Jugend Vizeweltmeisterin Nuria Brockfeld (DAV Düsseldorf) an die Griffe. Weitere Starter*innen für das deutsche Team sind Sebastian Halenke, Yannick Nagel (DAV Mannheim), Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten), Christoph Schweiger (DAV Ringsee), Luisa Flohé (DAV Aachen) Käthe Atkins, Martina Demmel und Emma Bernhard (DAV Frankfurt-Main) im Lead und Linus Bader (DAV Düsseldorf), Leander Carmanns (DAV Rheinland-Köln), Sebastian Lucke (DAV Düsseldorf), Julia Koch (DAV Rheinland-Köln) im Speed.

 

Alle Infos zu den Weltcups gibt es auf ifsc-climbing.org

 

Service für die Presse

 

Yannick Flohé

Deutscher Meister Bouldern und Lead

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Yannick Flohé von der Sektion Aachen gehört sicher zu den absoluten Olympia-Anwärtern für Paris 2024. Der junge Allrounder ist amtierender Meister im Bouldern und im Lead - damit hält er 2021 das Double. In Moskau sicherte er sich zudem den 1. Platz in der Combined Wertung der World Championchips. Name Yannick Flohé Jahrgang 1999 Wohnort Kettwig DAV-Sektion Aachen   

Alexander Megos

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Alexander Megos von der Sektion Erlangen ist einer von zwei Athleten, die bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokyo, Japan, starten konnten. Alex gilt außerdem auch als einer der besten Fels-Kletterer der Welt. Name Alexander Megos Jahrgang 1993 Wohnort Erlangen DAV-Sektion Erlangen  

Lexikon des Wettkampfkletterns

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Klettern ist eine Welt für sich. Von A wie Affenindex bis Z wie Zone ergibt sich ein ganzes Lexikon aus Equipment, Positionen und Schrittfolgen, die im Klettersport ganz bestimmte Bezeichnungen haben. Wir führen euch einmal durch's ABC des Kletterns und erklären euch, was die Begriffe bedeuten.  Schnellnavigation: A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - Z 

Was ist Lead-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Lead, also das Klettern mit Seil, wird auch als Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern bezeichnet. Es ist die traditionellste Disziplin des Kletterns. Hier geht es darum, eine definierte Route in einer vorgegeben Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern – beziehungsweise höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen. Seit mittlerweile über 30 Jahren hat sich das Leadklettern als Wettkampfsportart etabliert – 1989 ging der erste Weltcup über die Bühne. Zu Beginn fanden die Wettkämpfe noch am Fels statt, beim „Rockmaster“ im italienischen Arco beispielsweise, einem der ältesten Sportkletterwettkämpfe überhaupt. Inzwischen aber werden Wettkämpfe in Hallen an bis zu 20 Meter hohen Kunstwänden durchgeführt. Für diese Disziplin ist vor allem Ausdauer und Kraft nötig. Daneben sind eine ausgefeilte Technik und eine gute Taktik gefragt, um an der Weltspitze mitklettern zu können. Zunehmend sieht man bei den Leadwettkämpfen aber auch spektakuläre Sprünge oder Bewegungen, wie die „Figure Four“, bei dem mangels Tritt das Bein über den Unterarm gehängt und aus dieser Position weitergezogen wird.   Das Niveau beim Leadklettern ist mittlerweile sehr hoch, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften beispielsweise sollte die männliche Jugend A den 9. UIAA-Grad beherrschen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren liegen die Schwierigkeiten bereits bei UIAA 10/10+, international sogar noch höher: Bei den Weltcups werden Touren bis zum UIAA-Grad 11-/11 geklettert. 

Hannah Meul

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Hannah Meul von der Sektion Rheinland-Köln ist eine der besten deutschen Allrounderinnen. Ihre Besondere Stärke liegt dabei vor allem im Lead und im Bouldern. Ihr großes Ziel: Olympia 2024 in Paris. Name Hannah Meul Jahrgang 2001 Wohnort Frechen DAV-Sektion Rheinland-Köln