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Ouvertüre Nürnberg 2021 - 1. Teil: Deutscher Jugendcup Bouldern

18.03.2021, 14:45 Uhr

Nürnberg. Es geht wieder los! Der erste Deutsche Jugendcup (DJC) des Jahres 2021 rückt in greifbare Nähe. Am 20. und 21. März kommt auf den Prüfstand, wie sich Jugend A und B Athlet*innen seit dem letzten Wettkampf entwickelt haben. Nicht zu vergessen, wir sprechen hier auch von der Generation Olympia 2024. 

Austragungsort ist das E4 in Nürnberg. Blickt man zurück nach Nürnberg, dürften wir einen der stimmungsvollsten, publikumsstärksten und lautesten Deutschen Jugendcups (DJC) des Jahres im Kopf haben - vor Corona. Dieses Jahr heißt es "genügend Luft zwischen den Teilnehmenden zu lassen", was jedoch die Vorfreude bei uns, den Athletinnen und Athleten, Coaches, Schiris und Routenbauern kein bisschen schmälert. Mit einem aus der Routesetting-Crew haben wir gesprochen. Dirk Uhlig ist, zusammen mit Stefan Ottma, Chef der E4 Boulderhalle und schraubt mit für den Wettkampf dieses Wochenende in Franken. Er kennt seine Halle somit genau und spricht nicht nur aus der Rolle des Schraubers mit uns, sondern auch als Ausrichter:

 

 

DAV: Ein Jahr unter Corona – was erwartet ihr vom ersten DJC?
Dirk Uhlig: Unser Hauptgrund für das Durchführen von leistungssportlichen Wettkämpfen ist für uns die Liebe zum Sport! Bouldern kann auf allen Könnensstufen mit Spaß und Freude ausgeübt werden. Wenn diese Botschaft rüber kommt ist es richtig! Das kann ich als Routenschrauber und mit meinem Partner Stefan Ottma als E4 unterschreiben.


DAV: Der letzte DJC ist lange her und die Trainingsbedingungen sind je nach Bundesland und Verordnungen stark voneinander abweichend. Wie gut könnt ihr das aktuelle Niveau einschätzen?
Dirk Uhlig: Lars Bell als Chef-Routenbauer für das Wochenende ist seit geraumer Zeit im Landesleistungszentrum Augsburg und schraubt dort für die Landeskader. Dadurch hat er einen sehr guten Eindruck über das Kletterkönnen.der Jugend. Ich konnte dieses Jahr bereits 4 Simulationen für den Bundeskader beiwohnen. Somit haben wir einen guten Rahmen um das Feld richtig einzuschätzen.

DAV: Wie schätzt ihr die Auswirkungen des Hygienekonzepts auf Boulderbau ein - ist ein fairer Wettkampf möglich? 
Dirk Uhlig: Sicher haben die Schutzbestimmungen ihren Einfluss auf die Veranstaltungen. Welche Maßnahmen nun aber wirklich zielführend sind oder doch am Thema vorbei gehen, möchte ich nicht beurteilen. Der DAV hat sich darüber viele Gedanken gemacht und ein schlüssiges Konzept ausgearbeitet, was nun schon viele Monate sehr gut lief. Unser Augenmerk liegt auf einen maximal möglichen Abstand zwischen den Bouldern. "Genügend Luft zwischen allen Teilnehmern lassen" ist vielleicht der passende Spruch.


DAV: Wie steht`s um den Druck bei euch?
Dirk Uhlig: In erster Linie haben wir alle Bock zu Schrauben. Seit zwölf Monaten ist das nicht mehr selbstverständlich und wenn deine Jobs zu 90% ausfallen, hat das auch Konsequenzen für dein Leben. Ich kann für mich sagen, dass die Einstellung den besten Wettkampf zu Schrauben immernoch oberste Priorität hat.


DAV: Was sind deine Wünsche für dieses Jahr?
Dirk Uhlig: Als Routensetzer für Wettkämpfe wünsche ich mir einen vollen Wettkampfkalender und viel mehr noch einen mit Publikum, Stimmung und Athleten, die darin aufgehen und ihr volles Talent entfalten können.


DAV: Welchen Stellenwert nimmt euer Job in der Vorbereitung der jungen Athlet:innengeneration auf die nächsten Spiele ein?
Dirk Uhlig: Der Routenbau spielt eher eine untergeordnete Rolle. Das soll nicht heißen, dass er nicht wichtig ist! Er ist direkt mit Talent, Einstellung zum Training und dem Willen Leistung zu bringen verbunden. Wir versuchen uns an internationalen Trends zu orientieren und unseren Beitrag zur Attraktivität dieser Sportart beizutragen. Die Möglichkeiten und Fähigkeiten die junge Sportler heutzutage haben sind einfach zu eindrucksvoll um sie dann mit mittelmäßigen Bouldern beeindrucken zu wollen.
Ihr Können begeistert mich. Und wenn sie durch passende Boulder an ihre Grenzen gehen können um voranzukommen bis zur Spitze, dann ist das der richtige Weg!

DAV: Wie sieht der Weg für den Klettersport - coronabedingt - in den nächsten Monate in deinen Augen aus?
Dirk Uhlig: Das letzte Jahr war nicht wirklich ein Abbild dieses Sports. Wir können nur hoffen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren wieder normalisiert und wir alle wieder von den Sachen leben können, in die wir unser Herzblut legen.

Auch wenn zur Zeit fast niemand in die Halle darf, möchten wir wenigstens den Sport unterstützen und jedem die Möglichkeit geben Spitzenleistungen anzuschauen.

 

Zeitplan

Ihr habt auch Lust auf Boulder-Feeling, Coordinationmoves, Dynos, Platten und starke Jungs und Mädels? Dann schaut in unserem Live Stream (ohne Kommentar) vorbei:

 

Samstag, 20.03. Deutscher Jugendcup Jugend B

  • Öffnung: Halle, Iso, Registrierung: 07.30 Uhr
  • Isoschluss: 09:10 Uhr Technical Meeting: 09.15 Uhr
  • Qualifikation: 09.30 – 13.30 Uhr, 4 Boulder (Intervall)
  • Isoöffnung: 14.30 Uhr
  • Isoschluss: 14.45 Uhr
  • Finale: 15.30 – 17.00 Uhr, 4 Boulder (Intervall)
  • Siegerehrung: Im Anschluss an das Finale

Sonntag, 21.03. Deutscher Jugendcup Jugend A

  • Öffnung: Halle, Iso,Registrierung: 07.30 Uhr
  • Isoschluss: 09:10 Uhr Technical Meeting: 09.15 Uhr
  • Qualifikation: 09.30 – 13.00 Uhr, 4 Boulder (Intervall)
  • Isoöffnung: 14.00 Uhr
  • Isoschluss: 14.15 Uhr
  • Finale: 15.00 – 16.30 Uhr, 4 Boulder (Intervall)
  • Siegerehrung: Im Anschluss an das Finale


 

 

Qualifikation Jugend B

20.03.21, 09.30 Uhr

 

Finale Jugend B

20.03.21, 15.30 Uhr

 

Qualifikation Jugend A

21.03.21, 09.30 Uhr

 

Finale Jugend A

21.03.21, 15.00 Uhr