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Vier Medaillen für das deutsche Team bei der Kletter- und Paraclimbing-WM

16.09.2018, 11:15 Uhr

Zehn Tage voller Kletter-Action sind am Sonntag mit den Finalrunden der ersten Kletter-WM im Combined-Format zu Ende gegangen. Das größte Kletter-Event des Jahres war ein voller Erfolg und hielt einige Überraschungen bereit. Auch für Team Deutschland gab es Medaillen: Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) sicherte sich die Bronzemedaille im Olympic Combined Finale, ebenso wie Alex Megos (DAV Erlangen), der sich bei der Lead-Weltmeisterschaft einen sensationellen dritten Platz erkämpfte. Auch die Paraclimber waren erfolgreich: Korbinian Franck holte Silber vor Teamkollege Nils Helsper mit Bronze.


Den Auftakt zur bisher größten Kletter-Weltmeisterschaft aller Zeiten machte die Lead-WM, die mit der Qualifikation der Damen am Donnerstag begann und mit dem Herren-Combined-Finale am Sonntag endete. So blieb den Athleten zwischen den einzelnen Runden viel Zeit zum Ausruhen und Kraft tanken. Denn Kraft und Ausdauer waren nötig angesichts der extrem hohen Leistungsdichte bei diesem Wettkampf. Sämtliche große Namen aus der internationalen Kletterwettkampfszene standen auf den Startlisten in den einzelnen Disziplinen.

 

Bronze für Alex Megos bei der Lead-Weltmeisterschaft

Im Leadwettkampf der Herren gingen Alexander Megos (DAV Erlangen), Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) und Yannick Flohé (DAV Aachen) für den DAV an den Start. Sie bekamen es unter anderem mit dem amtierenden Lead-Weltmeister Adam Ondra (CZE), sowie dem derzeitig Führenden in der Leadweltcup-Gesamtwertung, Jakob Schubert (AUT) zu tun. Alex Megos zeigte sich von Anfang an in Bestform und erzielte bei beiden Qualifikationsrouten gute Höhen. Im Halbfinale gab er erneut alles und zog souverän als dritter ins Finale ein. Die Finalroute verlangte den Athleten wie auch in den Vorrunden alles an Technik ab. Nur mit Festhalten und Ausdauer war dieser Wettkampf nicht zu gewinnen. Alex Megos aber bewies einen kühlen Kopf und meisterte die Schlüsselstelle mit einer kniffligen Seitwärts-Passage um den 29. und 30. Zug. Einige der anderen Finalisten fielen dieser Stelle zum Opfer. Megos aber konnte sich darüber kämpfen, bei Zug 33,5 ging ihm dann aber doch die Kraft aus und er stürzte ins Seil. "Alex hat an der Stelle einen falschen Weg gewählt und konnte das dann nicht auflösen", erklärte Bundestrainer Maxi Klaus. "Trotzdem sind wir mit seiner Leistung mehr als zufrieden."

 

Außer ihm kamen nur Adam Ondra und Jakob Schubert über die Schlüsselpassage. Bis zum Topgriff schafften sie es beide nicht, aber mit einer Wertung von 36+ lagen sie zunächst gleichauf. Somit entschied das Ergebnis aus dem Halbfinale, und das fiel zugunsten von Jakob Schubert aus. Vor heimischem Publikum holte sich der Innsbrucker damit die Lead WM-Goldmedaille, Adam Ondra musste seinen Titel von 2016 abgeben und sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Alex Megos komplettierte das Podium mit einer sensationellen Bronzemedaille.

 

Jan Hojer und Yannick Flohé: knapp am Halbfinale vorbei

Für die beiden weiteren DAV-Athleten in der Lead-WM lief es leider nicht so gut. Jan Hojer und Yannick Flohé mussten sich der starken Konkurrenz in der Qualifikation geschlagen geben und konnten keinen der begehrten Halbfinal-Platzierungen ergattern. Viel hätte aber nicht gefehlt. Mit einem geteilten Platz 29 hätten den beiden nur wenige Züge für einen Einzug unter die besten 26 gefehlt. Vor allem für Yannick Flohé war das Aus sehr enttäuschend, denn in der Qualifikation führte laut Maxi Klaus ein Technical Incident dazu, dass er von einer Spitzenposition abgedrängt wurde. Nachdem Flohé als erster Starter eine besonders harte Stelle auf Höhe des vierten Hakens meisterte, gelang dies den darauffolgenden vier Athleten nicht. Daraufhin beschlossen die Schiedsrichter, die Qualifikation abzubrechen und die Route von den Routenbauern abändern zu lassen. So kamen die weiteren Starter alle locker über die Passage drüber und verdängten Flohé auf den 15. Platz. "Die Schiedsrichter haben hier eindeutig eine Fehlentscheidung getroffen und Yannick wurde sportlich benachteiligt", sagte Klaus. "Wäre das nicht passiert, wäre er locker ins Halbfinale geklettert."
 

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Zweites Lead WM-Gold für das Gastgeberland

Auch die Starterliste der Damen beim Lead-Wettkampf zeigte viele großen Namen auf. Neben der amtierenden Weltmeisterin Janja Garnbret (SLO) waren auch die Europameisterin Anak Verhoeven (BEL), sowie die dreifache Leadweltcup-Gesamtsiegerin Jain Kim (KOR) gemeldet. Janja Garnbret startete wie gewohnt in überragender Manier in den Wettkampf und toppte als einzige beide Qualifikationsrouten. In der nächsten Runde zählt die Halbfinalroute aber ganze vier Tops - neben Garnbret kamen auch Jain Kim, Jessica Pilz und Anak Verhoeven bis ganz nach oben. Kim, Pilz und Garnbret waren es auch, die im Finale schließlich die Podiumsverteilung unter sich ausmachten.

 

Die Koreanerin erreichte mit einer Wertung von 34+ einen ersten Highpoint. Anak Verhoeven katapultierte sich mit 31+ aus dem Rennen um das Treppchen. Schließlich stieg Lokalmatadorin Jessi Pilz als vorletzte Starterin in die Finalroute ein und erreichte mit letzter Kraft und vor einem tobenden Publikum den Topgriff. Der letzten in der Runde, Janja Garnbret, gelang aber ebenfalls eine Topbegehung und für einen Moment wähnte sie sich schon als Siegerin. Am Ende entschied aber die Uhr über die Goldmedaille und die sprach schließlich Jessi Pilz den Sieg zu. Nur fünf Sekunden war sie schneller gewesen als die amtierende Weltmeisterin, aber das reichte für den Sieg und den Titel der neuen Lead-Weltmeisterin. Janja Garnbret wurde auf den zweiten Platz verwiesen, vor Jain Kim auf Rang drei.

Als einzige deutsche Starterin im Lead-Wettkampf kam Alma Bestvater (DAV Weimar) auf einen 72. Platz.
 

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Speed: Der Rekordhalter holt den WM-Titel

Der 13. September stand ganz im Zeichen des Speedkletterns und hier galt es, in allen Läufen möglichst konstante Leistungen zu zeigen. Einem gelang das besonders zuverlässig. Reza Alipourshena (IRI) erreichte dreimal Zeiten unter sechs Sekunden und traf im Finale auf den Franzosen Bassa Mawem. Hier erreichte der Iraner mit 5.630 noch einmal seine beste Zeit an diesem Tag. Er hätte diese Runde aber auch so gewonnen, da Mawem abrutschte und somit auf den zweiten Platz zurückfiel. Gold und damit der Weltmeistertitel ging an den Speed-Rekordhalter Reza Alipourshena, Bronze holte Stanislav Kokorin aus Russland.

Das DAV-Team hat hier noch Trainingsarbeit zu leisten. Jan Hojer erreichte das beste Ergebnis mit Platz 33, Yannick Flohé wurde 56, Alex Megos kletterte die langsamste Zeit von allen und kam auf Rang 109.
 

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Zwei Medaillen für Team Polen

Im Speed-Wettkampf der Damen dominierten die Athletinnen des polnischen Teams. Vier der acht Viertelfinalistinnen trugen das polnische Trikot, und auch im Halbfinale kletterte die Russin Mariia Krasavina gegen ein rein polnisches Starterfeld. Sie konnte schließlich die Bronze-Medaille mit nach Hause nehmen. Gold und Silber gingen nach Polen an Aleksandra Rudzinska (Gold) und Anna Brozek (Silber).

Alma Bestvater kam im Speed auf Platz 56. Dass sie noch hart an sich arbeiten muss, um im Olympic Combined Format mithalten zu können, sieht Bundestrainer Maxi Klaus als unbedingt notwendig an. "Im Speed muss Alma noch richtig was machen."
 

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Bouldern: Jeder Versuch ist entscheidend

Zum Wochenende wurde es dann nochmal spannend unter dem Dach der Innsbrucker Olympiaworld. Der Boulderwettkampf war die letzte Gelegenheit für die in der Combined-Wertung gemeldeten Athleten, sich so gut wie möglich zu platzieren. Denn nur, wer in allen drei Disziplinen gute Ergebnisse erzielte, konnte sich für den Combined-Wettkampf qualifizieren.

Der Boulderwettkampf der Herren war geprägt von dynamischen Zügen und komplexen Sprüngen. In der Qualifikation gelangen nur Jongwon Chon (KOR) und Tomoa Narasaki (JPN) alle fünf Boulder. Im Halbfinale dagegen fielen die Tops einer nach dem anderen. So zählte am Ende jeder einzelne Versuch und war entscheidend für den Einzug ins Finale. Die besten sechs Athleten hatten schließlich eine beeindruckende Bilanz von je vier Tops und vier Zonen vorzuweisen. Das bedeutete leider auch das Aus für Jan Hojer, der den ersten Boulder - eine diffizile Platte - nicht kletterte und mit drei Tops und vier Zonen auf Platz neun zurückfiel.

 

Sieg für Kai Harada aus Team Japan

Die Finalboulder fielen den Athleten dann wieder deutlich schwerer und die Tops waren spärlicher gesät. Den ersten Boulder konnten noch alle sechs Finalisten bis zum Ende klettern, aber danach gingen die Tops zurück. Nur einer fand die richtige Lösung für jeden der vier Finalboulder: der erst 19-jährige Kai Harada aus Japan brachte eine beeindruckende Leistung an die Wand und sicherte sich damit nicht nur seine allererste Medaille bei einem IFSC-Wettkampf in der Seniorenwertung, sondern auch den Weltmeistertitel im Bouldern 2018.

Zweiter wurde der Koreaner Jongwon Chon mit drei Tops und vier Zonen. Die gleiche Wertung erzielte der drittplatzierte Gregor Vezonik aus Slowenien, der dafür aber mehr Versuche als Chon benötigte und somit die Bronzemedaille mit nach Hause nahm.

Alex Megos wurde im Bouldern 25., Yannick Flohé kam auf Rang 41 und Alexander Averdunk (DAV München-Oberland) musste sich mit Platz 104 geschlagen geben. Nach seinem guten elften Platz beim Boulderweltcup in München hatten sich sowohl Averdunk, als auch Maxi Klaus mehr erhofft. Leider spielte die Tagesform aber nicht mit und "er hat es einfach nicht auf den Punkt gebracht", so Klaus.
 

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Janja Garnbret im Bouldern ganz vorn

Nachdem Janja im Lead-Wettkampf die Goldmedaille knapp verpasste, kam im Bouldern keine an dem Allround-Talent vorbei. Aus der Qualifikation ging sie als Einzige mit fünf Tops hervor und startete als klare Favoritin ins Halbfinale. Hier hatten die Routenbauer den Athletinnen eine Reihe an knallharten Bouldern an die Wand gezaubert, die einiges an Kraft und Einfallsreichtum erforderten. Am dritten Boulder wurde nur von einer einzigen Halbfinalistin die Zone erreicht: Alex Pucchio, zehnfache Gewinnerin der American Bouldering Championships errzielte an diesem Boulder das beste Ergebnis. Leider reichte es für sie trotzdem nur für Rang 16. Die anderen drei Boulder sahen bessere Ergebnisse, Janja benötigte für diese jeweils nur einen Versuch. Neben der Slowenin konnte nur Petra Klingler (SUI) drei Tops verzeichnen.

 

Auch im Finale waren Topbegehungen der Boulder selten, sodass jede Zone entscheidend war. Mit je zwei Tops entschieden Janja Garnbret und Akiyo Noguchi aus dem starken japanischen Team schließlich den Sieg unter sich. Mit einer Zone mehr hatte aber einmal mehr die Slowenin die Nase vorn und sie sicherte sich damit den Boulderweltmeistertitel vor Vizeweltmeisterin Akiyo Noguchi. Dritte wurde Stasa Gejo (SRB) mit einem Top und zwei Zonen.

 

Beste Deutsche wurde Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg) mit Platz 33. Alma Bestvater kam auf Rang 43. "Lilli bewegt sich auf Platten weltklasse, aber bei physischen Bouldern hat sie noch sehr viel Aufholbedarf", sagte der Bundestrainer. Auch mit der Leistung von Alma Bestvater ist er nicht ganz zufrieden. Nach ihren guten Ergebnissen bei den letzten Boulderweltcups sei ihre Vorstellung in Innsbruck "enttäuschend". "Sie hat einfach nicht die richtige mentale Einstellung gefunden und konnte den nötigen Biss nicht aufbringen", so Klaus.
 

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Großes Combined-Finale am Sonntag

Nach neun langen Tagen vollgepackt mit Wettkämpfen in allen drei Disziplinen wurde es für 12 Athletinnen und Athleten noch einmal ernst. Nach so vielen Klettermetern in den Knochen waren die Muskeln müde und die Haut an den Fingern dünn. Dennoch gaben die Finalisten alles, schließlich ging es um den Weltmeistertitel im Olympic Combined-Format. Qualifiziert waren nur diejenigen Athleten, die in allen drei Disziplinen bestmögliche Ergebnisse erzielt hatten und sich für das Combined Finale gemeldet hatten. Auch das DAV-Team war hier vertreten: Jan Hojer kam als Sechster gerade noch ins Finale. Auch wenn er mit Platz 29 im Lead und Platz 33 im Speed keine Top-Ergebnisse vorzuweisen hatte, reichte ihm der neunte Platz im Bouldern für den Einzug ins Combined-Finale. Und das war auch Hojers größtes Ziel bei dieser WM: "das Combined-Finale stand bei Jan an erster Stelle", so Klaus. Desweiteren gingen Adam Ondra, Kai Harada, Kokoro Fujii, Jakob Schubert und Tomoa Narasaki an den Start.

 

Zweite Goldmedaille für Janja Garnbret

Bei den Damen konnten sich Janja Garnbret, Akiyo Noguchi, Miho Nonaka, Jessica Pilz, Sol Sa (KOR) und Petra Klingler für das Combined-Finale qualifizieren. Sie starteten mit Speedklettern in den Wettkampf, wo sich Sol Sa eine erste Führungsposition erkämpfen konnte. Danach ging es direkt weiter mit dem Boulderwettkampf, der erneut vier Boulder auf höchstem Niveau vorgab. Hier holte Janja Garnbret wieder auf, die im Speed den 5. Platz belegt hatte. Aber Sol Sa blieb ihr dicht auf den Fersen und ging als zweite aus dieser Runde hervor. Miho Nonaka hatte schon zu Beginn des Boulderfinales mit ihrer Haut zu kämpfen und musste sich immer wieder die blutigen Finger tapen. Auch ihre Teamkollegin Akiyo Noguchi war sichtlich erschöpft von den anstrengenden letzten Tagen. Aber ihren Konkurrentinnen war die Anstrengung ebenfalls anzusehen und sie mussten noch einmal alle Kräfte mobilisieren, denn im Leadfinale entschied sich letztlich das Podium: Sowohl Janja Garnbret, als auch Sol Sa und Jessi Pilz hatten noch Chancen auf die Goldmedaille. Als Jessi Pilz und Janja Garnbret die Route beide bis zum Topgriff kletterten, war die Wertung entschieden: Janja Garnbret darf sich nun sowohl Weltmeisterin im Bouldern, als auch im Combined nennen, Sol Sa ist Vizeweltmeisterin, Jessi Pilz holte Bronze.
 

Alle Ergebnisse der Olympic Combined-WM der Damen

 

Jakob Schubert holt die Combined Medaille bei den Herren

Den krönenden Abschluss der IFSC Climbing World Championships bildete das Herren Combined Finale am Sonntag Nachmittag. Los ging es wieder mit Speed, und hier hatte Jan Hojer Glück: Tomoa Narasaki, der Speed-Favorit der Runde, schied gleich zu Beginn aufgrund eines Fehlstarts aus. In den nächsten Runden ging Hojer ebenfalls als Sieger hervor und besiegte im Finale auch noch Jakob Schubert. Mit einem starken Sieg im Speed ging er mit einer guten Ausgangsposition ins Boulderfinale.

Dort missglückte ihm leider der Start und er musste den ersten Boulder ungeklettert zurücklassen. Die anderen drei Boulder konnte er aber meistern. Am besten schnitt Jakob Schubert mit vier getoppten Bouldern ab, ebenso wie Adam Ondra. Nach dem Boulderwettkampf war Schubert damit Führender in der Combined-Wertung, Hojer stand noch auf Rang zwei, Ondra hielt sich auf Rang drei.

 

Bronze für Jan Hojer

Nachdem Ondra in seiner Paradedisziplin, dem Lead, erst zwei Züge vor dem Topgriff bei einem lagen Kreuzzug ins Seil fiel, war Jan Hojer die Anstrengung deutlich anzusehen. Er versuchte, so schnell und effektiv wie möglich durch die Route zu kommen, aber bei Zug 26+ ging ihm die Kraft aus und er stürzte ins Seil. "Sein großer Vorteil war, dass er mit dem Kopf noch voll bei der Sache war", so Klaus. Für ein Event dieser Kategorie hat er vor allem mit der Deutschen Meisterschaft im Olympic Combined Format schon wertvolle Erfahrungen sammeln können. "In dieser Hinsicht ist er wirklich schon voll Profi."

Als letzter stieg noch einmal Lokalmatador und frisch gekrönter Lead Weltmeister Jakob Schubert ein. Auch er war schon gut platt, kämpfte sich aber bis auf eine Höhe von 37+ vor. Damit holte er sich vor einer tobenden Halle die Goldmedaille im Olympic Combined Format. Silber ging an Adam Ondra, Jan Hojer sicherte sich Bronze.
 

Alle Ergebnisse der Olympic Combined-WM der Herren

 

Paraclimber ebenfalls erfolgreich

Und noch zwei weitere Medaillen ergänzen die Sammlung des DAV-Teams: bei der Paraclimbing-WM schlugen sich vor allem die Jungs in der MenRP1-Wertung spitze. Korbinian Franck startete schon in der Qualifikation gut in den Wettkampf und konnte die zweite Qualifikationsroute sogar bis zum Top klettern. Im Finale wurde er nur durch den Italiener Alessio Cornamusini überholt, der hier noch ein paar Züge weiter kam. Franck sicherte sich damit aber absolut verdient die Silbermedaille und den Titel des Vize-Weltmeisters. Knapp dahinter vervollständigte Nils Helsper das Podium mit der Bronzemedaille. Er hat schon einige Medaillen bei Paraclimbing Cups gewonnen, aber der dritte Platz bei dieser Weltmeisterschaft ist sicher einer seiner größten Erfolge. Knapp am Podium vorbei platzierte sich ein weiteres deutsches Teammitglied: Florian Singer zeigte ebenfalls von Anfang an gute Leistungen, wurde aber im Finale von der Konkurrenz übertrumpft und kam auf einen guten Platz vier.


Alle Ergebnisse der Paraclimbing-WM

 

Umstrittener Routenbau

Im Rückblick äußerte sich der Bundestrainer kritisch gegenüber dem Routenbau. Während die Lead-Routen, besonders im Combined-Finale "durchweg super" waren, sei vor allem im Bouldern die "Schwierigkeit zum Teil absolut daneben" gewesen. Insbesondere das Damen-Finale der Boulder-WM "war einfach viel zu hart". Chef-Routenbauer Manuel Hasler mache auch "bei Weltcups immer wieder die größten Fehler im Hinblick auf die Schwierigkeit", so Klaus. "Für diese Weltmeisterschaft hätte ein anderer Routenbauer eingesetzt werden sollen."