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Hoch hinaus in Hilden: Deutsche Meisterschaft Lead 2019

31.10.2019, 13:02 Uhr

Die Vorfreude bei Publikum, Starterinnen und Startern steigt: am 9. November findet die Deutsche Meisterschaft Lead in Hilden statt.

Lead-Klettern kann als die klassischste Art des Kletterns bezeichnet werden. Die Athletinnen und Athleten versuchen dabei, innerhalb einer Route so hoch wie möglich zu kommen oder sie gar zu durchklettern – und zwar ohne ins Seil zu stürzen. Jeder zusätzlich erreichte Griff verbessert die Wertung. Die Ursprünge des Leads (auch Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern genannt) fanden am Fels statt. Für Wettkämpfe sind Hallen allerdings besser geeignet, da die Wettkampfrouten extra geschraubt werden können. So haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die gleichen Startvoraussetzungen, da niemand die Route vorher kennt. Eine dieser Hallen ist die „Bergstation“ Hilden, in der am 9. November 2019 die Deutsche Meisterschaft Lead ausgetragen wird.

 

 

Die „Bergstation“ Hilden

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der DM Lead finden im Kletter- und Boulderzentrum „Bergstation“ in Hilden bei Düsseldorf beste Voraussetzungen: Die Kletterwände der Halle sind bis zu 17 Meter hoch. Das Wettkampfreglement schreibt eine Höhe von 15 Metern vor – und diese zusätzlichen zwei Meter fordern von den Athletinnen und Athleten ihren Tribut in Sachen Kraftausdauer. Die Halle wurde vor gut zwei Jahren eröffnet, hat sich aber bereits zu einem Hotspot für Klettersportlerinnen und -sportler in der Region entwickelt. Dass sich das Zentrum auch perfekt für Wettkämpfe eignet, ist schon seit Beginn klar: Gleich im Eröffnungsjahr fand dort bereits eine Deutsche Meisterschaft Lead statt, ein Jahr später war die Halle Schauplatz der Deutschen Meisterschaft Speed.

 

Die Meldeliste füllt sich

Neben dem Bundeskader, der automatisch nominiert ist, sind auch die Deutschen Meister aus dem Vorjahr startberechtigt. Die restlichen Startplätze werden an die Gewinnerinnen und Gewinner der jeweiligen Landesmeisterschaften vergeben. Bis zum 5. November besteht für die Landesverbände noch die Möglichkeit, weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu melden. Bereits jetzt haben sich die beiden Spitzenkletterer Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) und Alma Bestvater (DAV Weimar) angemeldet. Daneben wird Frederike Fell (DAV Freising) starten. Die 18-Jährige hat im vergangenen Jahr die DM Lead in Darmstadt gewonnen. Ebenfalls für die Frauen geht Afra Hönig (DAV Landshut) an den Start. Afra klettert als Boulderspezialistin derzeit ihre stärkste Saison, trainiert aber mittlerweile auch fleißig Olympic Combined. Wird die 23-Jährige mit den Lead-Profis mithalten können? Bei den Herren bekommt es Jan Hojer mit zwei ausgemachten Lead-Profis zu tun: Christoph Hanke (DAV Ringsee), der nach einer längeren Verletzungspause wieder fit ist, und Martin Tekles (DAV Achental).

 

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09.11.2019

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Was ist Lead-Klettern?

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Lead, also das Klettern mit Seil, wird auch als Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern bezeichnet. Es ist die traditionellste Disziplin des Kletterns. Hier geht es darum, eine definierte Route in einer vorgegeben Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern – beziehungsweise höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen. Seit mittlerweile über 30 Jahren hat sich das Leadklettern als Wettkampfsportart etabliert – 1989 ging der erste Weltcup über die Bühne. Zu Beginn fanden die Wettkämpfe noch am Fels statt, beim „Rockmaster“ im italienischen Arco beispielsweise, einem der ältesten Sportkletterwettkämpfe überhaupt. Inzwischen aber werden Wettkämpfe in Hallen an bis zu 20 Meter hohen Kunstwänden durchgeführt. Für diese Disziplin ist vor allem Ausdauer und Kraft nötig. Daneben sind eine ausgefeilte Technik und eine gute Taktik gefragt, um an der Weltspitze mitklettern zu können. Zunehmend sieht man bei den Leadwettkämpfen aber auch spektakuläre Sprünge oder Bewegungen, wie die „Figure Four“, bei dem mangels Tritt das Bein über den Unterarm gehängt und aus dieser Position weitergezogen wird.   Das Niveau beim Leadklettern ist mittlerweile sehr hoch, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften beispielsweise sollte die männliche Jugend A den 9. UIAA-Grad beherrschen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren liegen die Schwierigkeiten bereits bei UIAA 10/10+, international sogar noch höher: Bei den Weltcups werden Touren bis zum UIAA-Grad 11-/11 geklettert.