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Friederike „Fritze“ Kops – Bundestrainerin aus Liebe zum Sport

13.08.2018, 14:29 Uhr

Neben Urs Stöcker und Maxi Klaus ist Friederike Kops eine der Bundestrainerinnen des DAV Kletterkaders. Als Lehrerin und begeisterte Sportlerin bringt sie die besten Voraussetzungen für diese Aufgabe mit sich – nämlich Empathie und die Liebe zum Sport.

Unterstützen, begleiten, Erfolgserlebnisse vermitteln

Stillsitzen konnte Fritze Kops noch nie. „Bewegung und Sport haben schon immer eine Rolle in meinem Leben gespielt“, sagt die 35-Jährige von sich selbst. Vor allem das Klettern hat sie nachhaltig beeinflusst. 2003 entdeckte sie die Sportart in der Vertikalen und hat ihr Hobby bald darauf zum Beruf gemacht. Seit 2006 mischt Fritze in Kletterhallen mit. Zunächst in Wuppertal, später in ihrer Wahlheimat Köln. Als Erlebnispädagogin, Yogalehrerin und Fitnesstrainerin verbindet sie den Sport mit einer anderen Leidenschaft: der Arbeit mit Menschen. „Viel mit Menschen in Kontakt sein, lehren, helfen, unterstützen, begleiten, Erfolgserlebnisse vermitteln – das macht mir Freude.“ Dafür hat sie auch den Lehrerberuf an den Nagel gehängt und widmet sich nun der Entwicklung des deutschen Kletternachwuchses. Zunächst als Stützpunkttrainerin des Landeskaders NRW, später als Bundesjugendtrainerin und seit 2017 zählt sie zum Bundestrainerteam des DAV Kletterkaders. Als einige der ganz wenigen Frauen in Deutschland hat Fritze Kops außerdem die Routenbaulizenz fürs Wettkampfbouldern auf Landesebene inne!

 

Immer noch einen Schritt weiterdenken

Aber nicht nur das Training an sich zählt zu Fritzes Aufgabengebiet als Bundestrainerin. „Kommunizieren, Organisieren, an viele Sachen gleichzeitig und immer noch einen Schritt weiterdenken“ – diese Anforderungen gilt es ebenfalls zu meistern. An einem typischen Wettkampfwochenende ist vor allem ihr Organisationstalent gefragt. Von der Anreise und Zimmerverteilung, über die Registrierung der Athleten und der Teilnahme an Technical Meetings, bis hin zur Organisation des Abendessens – auch das gehört zum Traineralltag.

 

Voneinander lernen für die Nachwuchsförderung

Großen Wert legt Fritze seit jeher auf die Nachwuchsarbeit. „Es mangelt nicht an talentierten Nachwuchstalenten“, sagt sie. Hier zahlt sich die Arbeit der Landes-, Stützpunkt- und Heimtrainer aus, die die Nachwuchstalente von Beginn an fördern. Im Hinblick auf den weiteren Weg der Athleten arbeiten die Bundestrainer an der Kommunikation und Zusammenarbeit mit den beteiligten Trainern. Primäres Ziel ist es, „die individuellen Stärken der einzelnen Trainer zu verbinden, voneinander zu lernen, zu profitieren und einen gemeinsamen Weg einzuschlagen“.

 

Bei aller Sportlichkeit hat Friederike „Fritze“ Kops vor allem einen Tipp für alle Nachwuchs- und Wettkampfathleten: „Der Kopf ist die wichtigste Waffe im Wettkampf. Nur wer es schafft auch unter den härtesten Bedingungen "einen kühlen Kopf" zu bewahren kann seine entsprechend bestmögliche Leistung abrufen. - Das Gehirn ist der wichtigste Muskel beim Klettern“.

 

Schnell gefragt - 6 Antworten von Fritze Kops

  • Halle oder Fels?
    Fels oder Halle
                    
  • Sloper oder Leisten?
    Leisper und Slopsten
                     
  • Pizza oder Salat?
    Pizza mit Salat
                    
  • Laufen oder Couch?
    Laufenlaufenlaufen,... Couch
                     
  • Auto oder Rad? 
    Leider mehr Auto als Rad
                    
  • Abendgarderobe oder Kletterhose?
    Je nach Anlass...
 

Christopher „Chrissmo“ Smolkovic

Der Chef-Physio im Portrait

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Christopher Smolkovic ist einer von denen, die bei Wettkämpfen im Hintergrund mitwirken. Als Physiotherapeut betreut der 33-jährige Wahlkölner mittlerweile seit sieben Jahren den deutschen Kletter- und Bouldernationalkader. Zusammen mit einem medizinischen Team aus Ärzten und Physios reist er mit den Sportlern zu Wettkämpfen rund um die Welt, behandelt sie bei Verletzungen und sorgt für entspannte Muskeln und gesunde SportlerInnnen. Mittlerweile ist „Chrissmo“, wie er von allen genannt wird, ein fester Bestandteil des DAV-Wettkampfteams und auch für die Athleten nicht mehr wegzudenken.

Urs Stöcker

Der Nationaltrainer Klettern im Portrait

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Seit gut einem Jahr arbeitet der 42-jährige Urs Stöcker als Trainer des Nationalkaders mit den größten Klettertalenten Deutschlands. Und das, obwohl der Schweizer aus dem Kanton Graubünden ursprünglich einen ganz anderen Weg eingeschlagen hatte. 2003 schloss er nämlich sein Diplomstudium als Quantenphysiker ab. Die Leidenschaft für Sport und Klettern im Besonderen führte ihn schließlich in eine ganz andere Richtung: er ließ sich zum Trainer für Leistungssport ausbilden.