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04.06.2021
Bochum

European Youth Cup Speed – die kontinentale Spitze der Jugend zu Gast in Bochum

Mit dem EYC -Speed startet Klettern am Freitag in die Ruhrgames 2021. Mit 5.600 Nachwuchsathlet*innen und -athleten und 240 international & hochklassig besetzen Wettkämpfen ist der EYC Teil des größten europäischen Sport- & Kulturfestivals. Neben dem EYC Speed finden an selbem Wochenende auch die DM Bouldern und DM Speed in Bochum statt.

Die Akteur*innen

Mit dem aktuellen Europameister der Jugend A, Leander Carmanns, geht für das deutsche Team ein klarer Favorit ins Rennen. Bei der Jugend-EM im russischen Perm konnte Carmanns seine Zeit erstmals auf unter 6 Sekunden drücken, genau: 5,97 Sekunden. Damit ist er nicht nur der erste deutsche Athlet unter 6 Sekunden sondern spielt auch im interationalen Vergleich ganz vorne mit. 

Doch die internationale Konkurrenz schläft nicht! Auf der Startliste stehen zum Beispiel: die Vizeeuropameisterin bei den Juniorinnen, Giulia Randi (ITA), der Vizeeuropameister der Jugend A, Hryhroii Ilchyshyn (UKR), sowie der Olympia-Teilnehmer Alberto Ginés López (ESP). Mit Thorben Perry Bloem ist außerdem ein super schneller deutscher Jugend A Starter vor Ort, welcher Carmanns auf den Fersen ist. 

In der weiblichen Jugend A gehen mit Nuria Brockfeld und Anna Maria Apel zwei der schnellsten deutschen ins Rennen. Brockfeld sicherte sich bereits 2019 den Titel der Jugend-Europameisterin und fand auch 2021 mit einem Sieg beim Deutschen Jugendcup in Darmstadt gut zurück in die Saison. Doch auch Apel steigert sich langsam wieder zur Höchstform. Mit einem vierten Platz bei der Europameisterschaft in Perm und einem super knappen Race gegen Brockfeld in Darmstadt dürfen wir uns mit etwas Glück sogar auf ein deutsches Duell um den Titel freuen. 

Bei den Juniors dürfen wir uns auf Linus Bader, Seabstian Lucke und Franziska Ritter freuen. Bader und Ritter, welche frisch aus dem Weltcup in Salt Lake City kommen, dürfen nun auf kontinentaler Ebene um den Titel kämpfen. Ritter welche bereits 2019 & 2020 den Deutschen Titel holte, hat an diesem Wochenede also nicht nur die Chance drei Titel in Folge, sondern mit dem EYC auch auf das Double. 
Lucke, amtierender deutscher Meister im Speed, startet mit dem EYC in die Saison. Mit seiner vorangegangen Verletzung sind wir gespannt ob er zu alter Stärke findet. Der solide Allrounder mit nun vollem Fokus auf Speed, Linus Bader, wird jedoch kein leichter Konkurrent. Bader hat in der Vergangenheit bereits gezeigt dass er ein potentieller Kandidat für unter 6 Sekunden wäre.

Ob die neuen jungen auch so wild sind? Für die Jugend B gehen Aodhan Umlauf, Johann Söhngen, Charlotte Chiefer und Nele Thomas ins Rennen. Dass sie auf nationalem Niveau ganz vorne mit dabei sind haben sie in Darmstadt bereits unter Beweis gestellt. Ob ihre Zeiten für die kontinentale Spitze auch reicht wissen wir am Freitag!
 

 

European Youth Cup Speed am 4. Juni

Der EYC findt im Vonovia Ruhrstadion in Bochum statt. Aufgrund der neuen, seit Freitag in Nordrhein-Westfalen gültigen Coronaschutzverordnung besteht die Möglichkeit für euch Live dabei zu sein! Insgesamt gibt es 500 Tickets pro Tag. First come first serve! Alle weiteren Informationen und die Registrierung findet ihr hier:

 

Den Live Stream sowie die Starterlisten findet ihr hier:

 

Zeit- und Sendeplan

Der European Youth Cup wird über die Ruhrgames live gesreamt. Hier findet ihr den aktuellen Zeitplan.

 

  • 14:00 Uhr: Qualfikation Jugend B (Herren gefolgt von Damen)
  • 14:30 Uhr: Finale Jugend B (Herren gefolgt von Damen)
  • Im Aschluss: Siegerehrung

 

  • 16:00 Uhr: Qualifikation Jugend A (Herren gefolgt von Damen)
  • 16:30 Uhr: Final Jugend A (Herren gefolgt von Damen)
  • Im Anschluss: Siegerehrung

 

  • 18:00 Uhr: Qualifikation Juniors (Herren gefolgt von Damen)
  • 18:30 Uhr: Finale Juniors (Herren gefolgt von Damen)
  • Im Anschluss: Siegerehrung
 

Deutsche Meisterschaft Speed: Ritter und Lucke gewinnen!

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Zwei Rekorde, eine Titelverteidigung und zwei glückliche Gewinner: Die Deutsche Meisterschaft Speed ließ an Spannung kaum zu wünschen übrig. Am Ende stand Franziska Ritter (DAV Barmen) erneut auf dem obersten Podiumsplatz. Bei den Herren gewann Sebastian Lucke (DAV Konstanz). Sandra Hopfensitz (DAV Augsburg) und Nuria Brockfeld (DAV Osnabrück) stellten neue Rekorde auf.   Jetzt neu: Den Highlightfilm der DM Speed findet ihr links Am Ende des Artikels gibt es die Replays der Livestreams. Diese sind bis 1. Februar 2021 online.  

Hannah Meul und Philipp Martin sind Deutsche Bouldermeister

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Am 19. und 20. September ging im DAV-Landesleistungszentrum Augsburg die Deutsche Meisterschaft Bouldern über die Bühne. Zuschauer waren coronabedingt nicht zugelassen. Bei bestem Wetter fand dennoch ein hochkarätiger und spannender Wettkampf statt: Erst am letzten Boulder fiel die Entscheidung. Hannah Meul vom DAV Rheinland-Köln und Philipp Martin vom DAV Allgäu-Kempten holten die Titel. Florence Grünewald (DAV Frankfurt/Main) und Lucia Dörffel (DAV Chemnitz) holten die Plätze zwei und drei bei den Damen. Bei den Herren gingen diese Plätze an Christoph Schweiger (DAV Ringsee) und Max Kleesattel (DAV Schwäbisch Gmünd). Die gesamten Ergebnisse des Wettkampfes gibt es ganz unten im Artikel "Livestream und Ergebnisse".

Lexikon des Wettkampfkletterns

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Klettern ist eine Welt für sich. Von A wie Affenindex bis Z wie Zone ergibt sich ein ganzes Lexikon aus Equipment, Positionen und Schrittfolgen, die im Klettersport ganz bestimmte Bezeichnungen haben. Wir führen euch einmal durch's ABC des Kletterns und erklären euch, was die Begriffe bedeuten.  Schnellnavigation: A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - Z 

Was ist Speed-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Wie es der Name sagt: beim Speed geht es um Schnelligkeit. Also darum, eine weltweit genormte Route, bei der die Länge und Neigung der Wand sowie die Größe, Form und Position der Griffe und Tritte immer identisch sind, schnellstmöglich nach oben zu klettern. Gesichert wird beim Speed mit Seilsicherung von oben, also im Toprope. Die Athletinnen und Athleten müssen am Ende der Route auf einen Buzzer schlagen, dann wird die Zeit gestoppt. Die Speedtour ist bei Wettkämpfen 15 Meter hoch, hängt fünf Grad über und befindet sich im siebten UIAA Schwierigkeitsgrad. Da es sich immer um die gleiche Griffabfolge handelt, können sich die Kletterinnen und Kletterer optimal vorbereiten. Sie prägen sich bei unzähligen Gos den Bewegungsablauf so ein, dass sie ihn verinnerlicht haben und genau wissen, welchen Griff sie wie nehmen beziehungsweise wohin sie ihren Fuß setzen müssen. Beim Speedklettern ist neben einer hohen Schnell- und Maximalkraft deshalb auch eine große Greif- und Trittpräzision notwendig. Außerdem sind im Wettkampf, der über mehrere Runden geht, bei höchster Geschwindigkeit Schnellkraftausdauer und Nervenstärke erforderlich. 

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher.