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21.09.2019
22.09.2019
DAV-Kletterzentrum Augsburg

Deutsche Meisterschaft Olympic Combined

Lead, Speed und Bouldern in einem Mega-Event! Am 21. und 22. September ist es wieder soweit: Die besten Kletterinnen und Kletterer treffen sich in Augsburg zur 2. Deutschen Meisterschaft im Olympic Combined.


Bereits zum zweiten Mal wird eine Deutsche Meisterschaft im speziellen Wettkampfformat "Olympic Comined" ausgetragen, das extra für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio entwickelt wurde. Spannung ist dabei garantiert: Die Athletinnen und Athleten müssen in der Qualifikation am 21. September in allen drei Disziplinen (Speed, Bouldern und Lead) antreten. Die individuellen Platzierungen eines jeden Teilnehmenden werden dann miteinander multipliziert. Die acht Damen und Herren mit den niedrigsten Werten dürfen am nächsten Tag im Finale ihr Bestes geben – und treten dort erneut im Speed, Bouldern und Lead an.

 

Das Besondere: Nach jedem Einzelwettkampf kann sich das Ranking gehörig ändern. Bis zum Schluss ist also nicht sicher, wer den begehrten Meister-Titel am Ende wirklich tragen darf!

 

 

Veranstaltungsort

Das DAV-Kletterzentrum Augsburg bietet ideale Bedingungen für diesen besonderen Wettkampf: Die Lead-, Speed-, und Boulderwände sind gegenüber angeordnet. Die Zuschauerinnen und Zuschauer finden in der Mitte Platz und können so zu jeder Zeit die spannenden Wettkämpfe mitverfolgen.

 

Anschrift:

DAV-Kletterzentrum Augsburg
Landesleistungszentrum Bayern
Ilsungstraße 15b
86161 Augsburg

 

 

Tickets

Der Eintritt ist am Qualifikationstag für alle Zuschauerinnen und Zuschauer kostenlos!

 

Für den Finaltag gibt es aufgrund der hohen Nachfrage einen Vorverkauf.

Eintrittspreise:

  • Kinder bis 10 Jahre: frei
  • 11-18 Jahre: 2 Euro
  • ab 18 Jahre: 4 Euro
  • Familienticket: 8 Euro (2x Erw. inkl. Kinder)
     
 

Livestream

Wer nicht vor Ort sein kann, für den gibt es an beiden Tagen einen Livestream. Die Links werden wir ein paar Tage zuvor hier veröffentlichen.

 

Programm

Samstag, 21. September: Qualifikationstag

Quali Damen:     

  • Speed: 10.00 Uhr
  • Bouldern: 11.00 Uhr
  • Lead: 13.45 Uhr


Quali Herren:    

  • Speed: 12.30 Uhr
  • Bouldern: 13.30 Uhr
  • Lead: 16.15 Uhr

 

Sonntag, 22. September: Finaltag

 

Finale Damen:

  • Speed:09.00 Uhr
  • Bouldern: 09.45 Uhr
  • Lead: 12.00 Uhr

 

Finale Herren:

  • Speed: 13.00 Uhr
  • Bouldern: 13.45 Uhr
  • Lead: 15.30 Uhr
  • Siegerehrung: Im Anschluss an das Leadfinale
 

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Was ist Speed-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Wie es der Name sagt: beim Speed geht es um Schnelligkeit. Also darum, eine weltweit genormte Route, bei der die Länge und Neigung der Wand sowie die Größe, Form und Position der Griffe und Tritte immer identisch sind, schnellstmöglich nach oben zu klettern. Gesichert wird beim Speed mit Seilsicherung von oben, also im Toprope. Die Athletinnen und Athleten müssen am Ende der Route auf einen Buzzer schlagen, dann wird die Zeit gestoppt. Die Speedtour ist bei Wettkämpfen 15 Meter hoch, hängt fünf Grad über und hat einen Schwierigkeitsgrad von UIIA 7+. Da es sich immer um die gleiche Griffabfolge handelt, können sich die Kletterinnen und Kletterer optimal vorbereiten. Sie prägen sich bei unzähligen Gos den Bewegungsablauf so ein, dass sie ihn verinnerlicht haben und genau wissen, welchen Griff sie wie nehmen beziehungsweise wohin sie ihren Fuß setzen müssen. Beim Speedklettern ist neben einer hohen Schnell- und Maximalkraft deshalb auch eine große Greif- und Trittpräzision notwendig. Außerdem sind im Wettkampf, der über mehrere Runden geht, bei höchster Geschwindigkeit Schnellkraftausdauer und Nervenstärke erforderlich. 

Was ist Olympic Combined?

Das neue Wettkampfformat

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Im Sommer 2016 beschloss das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Aufnahme von Sportklettern in das Olympische Programm. Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020 wird die Premiere stattfinden. Der Wettkampfmodus für Tokio ist ein neu geschaffenes Kombinationsformat, das Olympic Combined, das sich aus den drei Disziplinen Lead, Bouldern und Speed zusammensetzt. Der Wettkampf bei Olympic Combined läuft über zwei Runden: Qualifikation und Finale, die an unterschiedlichen Tagen stattfinden. Jede Athletin und jeder Athlet muss in allen drei Disziplinen starten. Die Abfolge ist festgelegt: Begonnen wird mit Speed, danach kommt Bouldern und als letzte Disziplin Lead.   Die Ergebnisse aus der Qualifikationsrunde werden multipliziert und daraus ein Ranking erstellt. Kletterer A hat beispielsweise in den drei Disziplinen die Platzierungen 2, 5 und 10, die multipliziert eine Punktezahl von 100 ergeben. Kletterer B landet in allen drei Disziplinen auf Platz 6 und erhält 216 Punkte. Kletterer A hat weniger Punkte, landet in der Gesamtwertung also vor Kletterer B und hat bessere Chancen, ins Finale einzuziehen. Die acht Athleten mit der niedrigsten Punktezahl werden dort starten. Im Finale werden die drei Disziplinen mit kurzer Pause direkt hintereinander geklettert. 

Was ist Lead-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Lead, also das Klettern mit Seil, wird auch als Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern bezeichnet. Es ist die traditionellste Disziplin des Kletterns. Hier geht es darum, eine definierte Route in einer vorgegeben Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern – beziehungsweise höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen. Seit mittlerweile über 30 Jahren hat sich das Leadklettern als Wettkampfsportart etabliert – 1989 ging der erste Weltcup über die Bühne. Zu Beginn fanden die Wettkämpfe noch am Fels statt, beim „Rockmaster“ im italienischen Arco beispielsweise, einem der ältesten Sportkletterwettkämpfe überhaupt. Inzwischen aber werden Wettkämpfe in Hallen an bis zu 20 Meter hohen Kunstwänden durchgeführt. Für diese Disziplin ist vor allem Ausdauer und Kraft nötig. Daneben sind eine ausgefeilte Technik und eine gute Taktik gefragt, um an der Weltspitze mitklettern zu können. Zunehmend sieht man bei den Leadwettkämpfen aber auch spektakuläre Sprünge oder Bewegungen, wie die „Figure Four“, bei dem mangels Tritt das Bein über den Unterarm gehängt und aus dieser Position weitergezogen wird.   Das Niveau beim Leadklettern ist mittlerweile sehr hoch, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften beispielsweise sollte die männliche Jugend A den 9. UIAA-Grad beherrschen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren liegen die Schwierigkeiten bereits bei UIAA 10/10+, international sogar noch höher: Bei den Weltcups werden Touren bis zum UIAA-Grad 11-/11 geklettert. 

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher. 

Das war die Deutsche Meisterschaft Olympic Combined 2018

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Am 14. und 15. Juli 2018 feierte der Klettersport eine Premiere: Im neuen Landesleistungszentrum Augsburg wurde an diesem Wochenende die erste Deutsche Meisterschaft im neuen olympischen Format „Olympic Combined“ ausgetragen. Diese Premiere wollte sich die Kletter-Elite nicht entgehen lassen und war fast vollständig auf dem Wettkampf vertreten.

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