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Boulderweltcup: Letzter Stopp München!

14.08.2018, 10:01 Uhr

Auch in diesem Jahr findet der letzte Boulderweltcup der Saison wieder in München statt. 256 Athletinnen und Athleten aus 38 Nationen bouldern hier um die letzten Punkte im Gesamtranking – und genießen die einzigartige Stimmung unter dem geschwungenen Glasdach des Olympiastadions.


Bereits zum 9. Mal klettern die besten Boulderinnen und Boulderer der Welt in München um Medaillen: Am Freitag, den 17. und Samstag, den 18. August findet im Olympiastadion das Finale der Boulderweltcup-Serie statt. "So gefeiert wie hier wird man bei keinem anderen Weltcup", sagt Kaderathlet Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main). Das stimmt: München gilt als inoffizielle Hauptstadt des Bergsports. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es mehr Kletteranlagen und Hobbykletterer. Das große Interesse an dieser Sportart merkt man: Letztes Jahr feuerten etwa 5000 Gäste die Teilnehmer an – so viele wie sonst bei keinem anderen Kletterweltcup. 

 

DAV-Kader tritt mit einem großen Team an

Gleich neun Damen und 18 Herren schickt der DAV in die Boulderwände. Bei den Herren treten die Superstars der Boulderszene an. Mit dabei: der amtierende Europameister im Bouldern, Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main). Er liegt derzeit im Gesamtranking als bester Deutscher auf Platz 12. Auch der amtierende Vizeeuropameister Alex Megos (DAV Erlangen) steht auf der Meldeliste und ist sicherlich ein heißer Kandidat für das Finale. Mit Alex Averdunk (DAV München-Oberland) gehört auch ein Münchner zum engeren Kreis der Favoriten für das Halbfinale. Und dann ist da noch Yannick Flohé (DAV Aaachen): Der erst 19-Jährige schaffte es schon beim letzten Boulderweltcup ins Halbfinale und klettert in diesem Jahr seine beste Saison: Unter anderem ist er Deutscher Meister im Bouldern und Speed und frischgebackener Jugend-Vizeweltmeister im Bouldern. Sein Auftritt wird auch international mit großer Spannung erwartet.

 

Daneben starten noch viele weitere Top-Boulderer aus dem DAV-Kader:

  • David Firnenburg (DAV Rheinland-Köln)
  • Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln)
  • Christoph Hanke (DAV Ringsee)
  • Moritz Hans (DAV Schwaben)
  • Max Kleesattel (DAV Schwäbisch Gmünd)
  • Kim Marschner (DAV Schwäbisch Gmünd)
  • Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten)
  • Max Prinz (AlpinClub Hannover)
  • Stefan Schmieg (DAV Heilbronn)
  • Christoph Schweiger (DAV Ingolstadt)
  • Martin Tekles (DAV Achental)
  • Simon Unger (DAV Augsburg)
  • Stephan Vogt (DAV Berlin)
  • Florian Wientjes (DAV München-Oberland)
 

Bei den Damen sticht vor allem ein Name hervor: Alma Bestvater (DAV Weimar). Sie klettert derzeit international ihre beste Saison und schaffte es bereits zwei Mal bei einem Boulderweltcup ins Finale. Derzeit liegt sie im Gesamtranking als beste Deutsche auf Platz 10. Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg) liegt im Ranking auf Platz 20. Spannend wird auch die Qualifikation von Frederike Fell: Die 17-jährige Starterin für den DAV Freising hat in diesem Jahr bereits die Deutschen Meisterschaften im Olympic Combined und im Speed gewonnen.

 

Zudem starten noch für den DAV:

  • Isabell Adolph (DAV München-Oberland)
  • Lucia Dörffel (DAV Chemnitz)
  • Afra Hönig (DAV Landshut)
  • Johanna Holfeld (Sächsicher Bergsteigerbund)
  • Romy Fuchs (DAV München-Oberland)
  • Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln)
 

Faktor: Heimvorteil

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen oder zwei unserer Athletinnen und Athleten im Finale sehen werden“, sagt Bundestrainer Urs Stöcker. Der Kader sei zurzeit in einer guten Form, hatte vor dem Boulderweltcup etwas Zeit sich auszuruhen – und dann käme auch noch der Heimvorteil hinzu: „Vor heimischem Publikum, der Familie und Freunden klettern zu können, hat schon manchen Athleten gepusht.“ Das hat sich bereits im letzten Jahr gezeigt: Beim BWC 2017, der gemeinsam mit der Europameisterschaft ausgetragen wurde, holte sich Jan Hojer den EM-Titel und wurde Tagessieger. Alex Megos wurde bei der EM Zweiter.

 

Und auch die Athletinnen und Athleten des DAV freuen sich auf München. "Man wird viel stärker angefeuert, als bei den anderen Weltcups", sagt Alma Bestvater, die erst vor wenigen Tagen nach München gezogen ist. Und Lokalmatadorin Romy Fuchs ergänzt: "Das besondere ist, dass der Wettkampf direkt in meiner Heimatstadt ist und dann auch noch in so einer Wahnsinns Location. Das ist einfach ein Mega-Event."

 

Starke Konkurrenz aus Japan

Seit der Entscheidung des IOC für den Klettersport als olympische Disziplin vor zwei Jahren sind die Leistungen der Athletinnen und Athleten weltweit geradezu explodiert. Dementsprechend hart ist die Konkurrenz. Vor allem das japanische Team dominiert sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Bei den Damen dominieren die nahezu gleichauf liegenden Miho Nonaka und Akiyo Noguchi das Feld mit fast 200 Punkten Vorsprung. Auf Platz drei liegt die Französin Fanny Gibert mit 305 Punkten. Zwar wird das Rennen um den Gesamtsieg zwischen den beiden Japanerinnen entschieden, doch auch einige andere Athletinnen können den beiden den Tagessieg wegschnappen: Stasa Gejo (SRB), Shauna Coxsey (GBR), Janja Garnbret (SLO) oder die Newcomerin Ashima Shiraishia (USA) sind heiße Kandidatinnen auf den Finaleinzug.

 

Bei den Herren ist das Gesamtranking ähnlich: Jernej Kruder (SLO) und Tomoa Narasaki (JPN) trennen nur vier Punkte. Mit einiger Wahrscheinlichkeit machen die beiden also den Gesamtsieg untereinander aus. Nur wenn sie patzen, kann sich der drittplatzierte Rei Sugimoto (JPN) vielleicht noch ganz nach vorne arbeiten. Beim Kampf um den Tagessieg sieht die Sache freilich auch bei den Männern anders aus: Spitzenboulderer wie Aleksei Rubtsov (RUS), Jongwon Chong (KOR), Jakob Schubert (AUT) oder Sean Bailey aus den USA werden hier ein Wörtchen mitzureden haben.

 

Der Boulderweltcup im Detail: Spannung garantiert

An den beiden Wettkampftagen müssen die Athletinnen und Athleten alles geben: Am Freitag, den 17. August, geht es für die Herren früh los: Schon ab 8 Uhr morgens klettern die Athleten nacheinander alle fünf Wettkampfboulder. Um 17 Uhr beginnt dann die Qualifikation der Damen. Die Platzierungen richten sich in erster Linie nach der Zahl der erfolgreich gekletterten Boulder. Für eine erfolgreiche Wertung muss der Top-Griff mit beiden Händen drei Sekunden lang berührt werden. Herrscht hier Gleichstand, zählt als nächstes die Anzahl der erreichten Zonen. Eine „Zone“ ist ein spezieller Griff in der Route, den man erreichen muss. Herrscht auch hier Gleichstand, zählen die Versuche, die man für alle erfolgreich gelösten Boulderprobleme gebraucht hat und danach die Versuche, die eine Athletin oder ein Athlet benötigte, um den Zonengriff zu erreichen. Jeweils die 20 besten Damen und Herren dürfen in die nächste Runde vorrücken und klettern im Halbfinale am Samstag, 18. August, ab 12 Uhr jeweils vier Boulder. Die besten sechs Damen und Herren aus dieser Runde klettern dann im Finale ab 18 Uhr (Damen) bzw. 19:45 Uhr (Herren).

 

Alles Wichtige zum Boulderweltcup München

Programm:

Alle Programmhighlights finden Sie auf dieser Seite.

 

Ticketing:

Spitzensportler hautnah, coole Moves und eine klasse Stimmung, das erwartet Besucher des Boulderweltcups München. Tickets im Vorverkauf gibt es hier.

 

Livestream:

Den internationalen Livestream vom Halbfinale und vom Finale gibt es hier.

Der Bayerische Rundfunk bietet für das Finale einen deutschsprachigen Livestream an. Hier geht es zur Ankündigung des Livestreams.

 

Allgemeine Infos:

 

DAV-Partner für den Boulderweltcup

 

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Infos für die Presse

Boulderweltcup 2018

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Hier finden Sie alle Presseinformationen zum Boulderweltcup 2018 in München übersichtlich und kompakt:     Akkreditierung: Bitte bis spätestens 16. August, 16 Uhr. Wir können nicht garantieren, dass spätere Akkreditierungswünsche noch berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für TV-Teams. Wichtige Hinweise zur Akkreditierung entnehmen Sie bitte den Akkreditierunghinweisen im PDF am Ende dieser Seite unter "Downloads". Ihre Akkreditierung erhalten Sie unter folgendem Link  Pressekonferenz: Die Pressekonferenz zum Boulderweltcup 2018 findet am 9. August 2018 um 11 Uhr in der Kletterhalle München-Freimann statt. Details werden noch bekannt gegeben. Pressemitteilungen sind weiter unten eingebunden Weitere Informationen zum Boulderweltcup 2018 finden Sie auch auf Facebook Eine Auswahl an Fotos vom Boulderweltcup 2017 finden Sie hier Infos zum aktuellen Stand des Boulderweltcups gibt es auf der Website des Int. Sportkletterverbandes IFSC. Ihre Ansprechpartner vom Deutschen Alpenverein sind: Herr Thomas Bucher Pressesprecher Tel. +49/89/14003-810  Email: thomas[Punkt]bucher[Klammeraffe]alpenverein[Punkt]de Herr Franz Güntner Pressereferent Tel. +49/89/14003-331 Email: franz[Punkt]guentner[Klammeraffe]alpenverein[Punkt]de  

Jan Hojer ist Doppel-Europameister und holt Tagessieg

IFSC Boulder Worldcup Munich & EM

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Was für ein Kletterfest, vor allem auch aus deutscher Sicht. Zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille holten sich die deutschen Herren bei der Europameisterschaft im Bouldern am Samstag, 19. August im Olympiastadion München. Und damit nicht genug: Erstmals ging der Tagessieg beim Münchner Weltcup an einen deutschen Athleten. Kurzum, es war der Tag des Jan Hojer vom DAV Frankfurt/Main, denn er holte drei dieser vier Medaillen. Der zweite Podiumsplatz in der Boulder-EM ging an Alex Megos vom DAV Erlangen.