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2. EYC Graz: DAV-Team in allen Finals!

13.05.2019, 07:57 Uhr

Beim zweiten European Youth Cup (EYC) im österreichischen Graz zeigte das deutsche Jugendteam wieder seine Klasse: In allen Altersklassen waren Finalisten vertreten. Überschattet wurde das Event hingegen von der Verletzung eines Jugendlichen.


Der zweite European Youth Cup Bouldern (EYC) in Graz war von einem Unfall überschattet: Lasse von Freier (AlpinClub Hannover), der bereits beim ersten EYC Bouldern im portugiesischen Soure bei der männlichen Jugend A Gold gewonnen hatte, stürzte im vierten und letzten Finalboulder so unglücklich, dass er sich einen komplizierten Beinbruch zuzog. „Lasse´s Verletzung hatte zur Folge, dass der Boulder gestrichen wurde“, berichtet Bundestrainerin Friederike Kops. Lasse sei bis vor seinem Sturz in der besten Verfassung gewesen, die er jemals hatte zeigen können und hätte gute Aussichten auf den ersten Platz gehabt. „Die Silbermedaille tröstet ihn hoffentlich ein ganz bisschen und wir hoffen, dass Lasse schnell wieder fit an den Start gehen kann“, sagt Friederike Kops. Die Routenbauer aber hätten an dem Unfall keine Schuld gehabt, betont sie. „Der Routenbau war über alle Runden sehr gelungen – anspruchsvoll und abwechslungsreich. Eine gute Mischung aus klassischen, physischen und koordinativen Problemen.“

 

Lasse war aber nicht der einzige deutsche Athlet, der sich in Graz einen Podiumsplatz erkletterte. Auch Leander Carmans (DAV Rheinland-Köln), der erst 14-Jährige, zeigte bei seinem ersten internationalen Start in der männlichen Jugend B einen beeindruckenden Auftritt. „Er hat sich bei seinem ersten EYC einen wirklich souveränen dritten Platz erbouldert“, bestätigt Kops. Leander gewann bereits den Deutschen Jugendcup Bouldern in Braunschweig, beim Jugendcup in Bexbach holte er sich die Silbermedaille. In Graz lag er nach der Quali auf dem dritten Platz und zog gemeinsam mit seinem Teamkollegen Thorben Perry Bloem (DAV Braunschweig), der in Soure Gold gewinnen konnte, ins Finale ein. Auch dort bewies Leander seine ausgezeichnete Form und wurde mit drei Tops Dritter. Thorben Perry hatte zwar auch drei Tops, allerdings braucht er dafür mehr Versuche und belegte letztendlich den guten fünften Platz.

 

Das deutsche Jugendteam bewies in Graz, dass die Erfolge in Soure kein Zufall waren. „Wir gehörten in Graz mit insgesamt 18 Athleten nicht mehr zu den am stärksten vertretenen Nationen in dem riesigen Starterfeld mit fast 400 Athleten“, berichtet Kops. „Wir waren mit einem motivierten Team mit einigen neuen Athleten, die eine gute Dynamik in die Gruppe brachten, dabei.“ Sie sei sehr zufrieden, dass das deutsche Team in allen Altersklassen mit Finalisten vertreten war, bilanziert die Bundestrainerin. Neben Lasse, Leander und Thorben Perry waren das bei den Juniorinnen Lucia Dörffel (5. Platz), Roxana Wienand (8. Platz) und bei den Junioren Christoph Schweiger (10. Platz).

 

Schon in knapp zwei Wochen, am 25. und 26. Mai, geht es beim dritten und letzten EYC Bouldern des Jahres im bulgarischen Sofia weiter. „Sofia wird in diesem Jahr mit einem sehr kleinen Team Germany besetzt sein“, so Kops. Sie erwarte sich nur, dass alle Athletinnen und Athleten ihr Bestes geben werden und hoffe, „dass es dafür reicht, dass wir Coaches auch am Finaltag noch ordentlich arbeiten dürfen.“

 

Medienpartner

Text: Gudrun Regelein für Kletterszene.com

 

Zweimal Gold und einmal Bronze beim ersten EYC in Soure, Portugal

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Zweimal Gold und einmal Bronze holte sich das deutsche Jugendteam beim ersten European Youth Cup (EYC) Bouldern des Jahres im portugiesischen Soure.

Zweite Station des Deutschen Jugendcups im „Greifhaus“ in Braunschweig

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Nach nur zweiwöchiger Pause wurde es für die Nachwuchskletterinnen und -kletterer am Samstag, den 6. April, wieder ernst: Der zweite Deutsche Jugendcup stand auf dem Programm und etwa 130 Starterinnen und Starter kamen zum letzten Jugend-Boulderwettkampf des Jahres ins „Greifhaus“ in Braunschweig. Auch dieser zweite Wettkampf zeigte deutlich, auf welch hohem Niveau die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugend A und B bereits unterwegs sind- beziehungsweise sein müssen. Die unter Chefroutenbauer Jonas Baumann an die Wände geschraubten Boulder forderten den jungen Sportlern viel ab: Platten, Verschneidungen, überhängende Leistenboulder, Runner und Sprünge. Dynamik, daneben aber ein gutes Gleichgewichtsgefühl, Beweglichkeit und eine ausgefeilte Technik gehören inzwischen auch beim Nachwuchs zum notwendigen Repertoire; pure Kraft reicht auch bei der Jugend schon lange nicht mehr aus. Der dritte Finalboulder der Jungs der Jugend A beispielsweise hatte kein einziges Top. Schon der Einstieg des Volumenboulders bedeutete für die meisten Finalisten das Aus, nur zwei gelang es, ihren Fuß aus der Anfangsposition nach oben zu setzen und die Zone zu erreichen.   Aber erst einmal mussten die Teilnehmer in der Quali möglichst viele der sechs Probleme lösen, um im Finale der besten Zehn dabei zu sein. Am Nachmittag ging es dann nicht nur um den Tagessieg, sondern auch darum, möglichst viele Punkte im Kampf um den Gesamtsieg zu sammeln. Letztendlich bestätigten wieder einige der Athleten, die sich schon beim ersten Jugendcup ganz weit vorne platzieren konnten, ihre starke Form und wurden mit einem Podestplatz belohnt. Das waren Lili Cornely (DAV Rheinland-Köln), Leander Carmanns (DAV Rheinland-Köln) und Thorben Perry Bloem (DAV Braunschweig) bei der Jugend B und Anna Lechner (DAV München-Oberland), Tim Würthner (DAV Würzburg) und Lasse von Freier (AlpinClub Hannover) bei der Jugend A. 

Auftakt der Jugendklettercups 2019: 1. DJC in Bexbach

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Der erste deutsche Jugendcup des Jahres 2019 ging am vergangenen Samstag im saarländischen Bexbach über die Bühne. Knapp 150 junge Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland hatten sich qualifiziert. Matze Conrad, früherer Bundeskader-Athlet und Weltcup-Teilnehmer, hatte die deutsche Nachwuchselite in seine erst Ende 2018 eröffnete Boulderhalle, das Boulderolymp, geladen. Die deutsche Jugendmeisterschaft wird als Overall-Wettbewerb ausgetragen: Bei insgesamt sechs Cups – zwei im Bouldern, zwei im Lead und zwei im Speed – geht es in zwei Altersklassen (Jugend B und Jugend A) darum, möglichst viele Punkte zu sammeln. Alle drei Disziplinen müssen eingebracht werden, die Athletinnen und Athleten mit den meisten Punkten dürfen sich schließlich über den Titelgewinn freuen.   Beim ersten Wettkampf der Serie stand das Bouldern auf dem Programm. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es schon am Vormittag bei der Quali ganz schön zur Sache. Die sechs von Lars Bell, Manuel Wiegel und Amer Suleiman geschraubten Probleme fragten den Nachwuchsathleten ein breites Spektrum ab. Die Routenbauer hatten einen guten Mix an die Wand gezaubert: Zum Teil waren die Boulder klassisch, zum Teil aber auch im New-School-Style sehr dynamisch und koordinativ geschraubt.   Die Stimmung in der schon am Vormittag mit Zuschauern gefüllten Halle war gut, als die Sportlerinnen und Sportler um den Einzug in das Finale kämpften. Für die zehn Besten jeder Altersklasse in der Quali ging es dann nach einer Pause im Finale darum, mit möglichst wenigen Versuchen möglichst viele der vier anspruchsvollen Boulder zu toppen. Wie schon im vergangenen Jahr waren die Bayern stark vertreten: 13 bayerische Kletterer starteten im Finale, fünf von ihnen standen schließlich auf dem Treppchen.